Kellerstraße ein Beispiel für verfehlte Politik in ganz Wendelstein?

Wendelstein - Jetzt ist er bald fertig, der Neubau auf dem Lisenfeld-Grundstück. Wir wollen an dieser Stelle nicht mehr auf das Thema Lisenfeld eingehen, aber ein anderes Thema wird jetzt langsam überdeutlich. Wie schon oft von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN gesagt, schaffen Neubauten neue Verkehrsprobleme. Vor allem beim stehenden Verkehr.

  • Kellerstr. Richtung Osten

    Kellerstr. Richtung Osten
    © Barbara Dorfner

  • Kellerstr. Richtung Westen

    Kellerstr. Richtung Westen
    © Barbara Dorfner

Das kann man jetzt sehr gut in der Kellerstraße beobachten. Schon nach den Neubauten auf dem alten Postgelände (Stadlerweg) oder dem Öhme-Gelände (Kellerstr. 9-9g) wurde die Parksituation schwierig. Und dass trotz einer Tiefgarage (Stadlerweg) und vieler oberirdischer Stellplätze in beiden Baumaßnahmen. Jetzt ziehen die ersten Bewohner ins Lisenfeld ein und die Parksituation wird nahezu unerträglich. Trotz Tiefgarage stehen viele Autos zusätzlich auf der Straße, so dass man an der Einmündung zum Richtweg teilweise gar nicht mehr vorbeikommt. Das scheint sich auch schon bei der Gemeinde rumgesprochen zu haben – die kommunale Parküberwachung war kürzlich in genau diesem Bereich zu sehen.

An diesem Beispiel kann man gut erkennen, wohin es führt, wenn man Baumaßnahme auf Baumaßnahme genehmigt; und das trotz einer Stellplatz-Verordnung, die 1 ½ Stellplätze für jede neue Wohneinheit vorsieht. Trotzdem ist die Straße zugeparkt, weil viele Stellplätze nicht genutzt werden oder genutzt werden können, weil beispielsweise die Parkplätze zu schmal geplant werden (auch für „normalbreite“ Autos – von SUVs gar nicht zu reden). Wenn man das Ganze im Fall der Kellerstraße auch noch unter dem Aspekt betrachtet, dass im neuen Flächennutzungsplan auf Antrag der CSU-Fraktion ein weiteres Baugebiet ausgewiesen werden soll, kann man sich lebhaft ausmalen, wie es dann in der Kellerstraße und allen anliegenden Straßen aussieht.

Wenn wir also weiterhin in diesem Tempo Baugebiete ausweisen, bricht nicht nur unsere Infrastruktur und der Verkehr zusammen. Nein, Wendelstein entwickelt sich langsam zu einem einzigen Parkplatz. Die Lösungen wären da, nämlich weniger Baugebiete ausweisen und den öffentlichen Nahverkehr stärken, um vermehrt Autos von der Straße zu bekommen. Sie werden nur nicht umgesetzt.

Von: Boris Czerwenka (1. Vorsitzender OV Wendelstein - BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN), Dienstag, 10. Juli 2018 - Aktualisiert am Freitag, 13. Juli 2018
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