Kinderschutz fehl am Platz in Wendelstein?
Wendelstein - In der Gemeinde müssen Schutzkonzepte für Kindergärten nicht nur als Papier ausliegen, sondern im Notfall umgesetzt werden. Eltern können Hilfe erwarten.
Bürgermeisterwahl in Wendelstein:
Kinderschutz muss zentrale kommunale Priorität werden
Im Zusammenhang mit einem aktuell intensiv diskutierten Kinderschutzfall in einer Kindertageseinrichtung im Gemeindegebiet sieht das Väter-Netzwerk e.V. strukturellen Klärungsbedarf im Zusammenspiel zwischen Einrichtungsträger, Jugendamt und kommunaler Verantwortung.
Unabhängig vom konkreten Einzelfall stellt sich aus unserer Sicht eine grundsätzliche Frage:
Wie belastbar sind die kommunalen Strukturen im Ernstfall – insbesondere bei schwerwiegenden Vorfällen unter Kindern?
Da sich die Gemeinde Wendelstein derzeit im Bürgermeisterwahlkampf befindet, fordern wir alle Kandidatinnen und Kandidaten auf, öffentlich Stellung zu folgenden Punkten zu beziehen:
1. Wie wird die Qualität und Wirksamkeit von Kinderschutzkonzepten in kommunal verorteten Einrichtungen überprüft?
2. Welche Rolle sieht die Gemeinde bei der Sicherstellung transparenter Schutzstrukturen?
3. Wie wird die Zusammenarbeit zwischen Trägern, Jugendamt und Kommune im Krisenfall gesteuert?
4. Welche Maßnahmen sollen ergriffen werden, um betroffene Kinder vor Retraumatisierung zu schützen?
5. Wie wird Eltern Transparenz gewährleistet, ohne Persönlichkeitsrechte zu verletzen?
Kinderschutz ist kein parteipolitisches Thema.
Er ist eine Frage struktureller Verantwortung und kommunaler Glaubwürdigkeit.
Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass:
• klare Interventionsabläufe existieren,
• Schutz vor Wiederbelastung gewährleistet wird,
• institutionelle Zuständigkeiten eindeutig sind,
• und Transparenz nicht vom Zufall abhängt.
Das Väter-Netzwerk e.V. wird die Antworten der Kandidatinnen und Kandidaten veröffentlichen.
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