Kirchenschätze im Landkreis Roth

Landkreis Roth - Neues Faltblatt zu den 16 Markgrafenkirchen

  • Das Faltblatt kann beim Landratsamt  unter tourismus@landratsamt-roth.de oder telefonisch unter 09171 - 81 13 29 kostenlos  bestellt werden.  Auch bei der Volkshochschule, bei den Tourismusbüros im Landkreis und in den betreffenden Kirchen ist es erhältlich. Im Internet sind alle Informationen unter www.landkreis-roth.de/markgrafenkirchen zu finden.

    Das Faltblatt kann beim Landratsamt unter tourismus@landratsamt-roth.de oder telefonisch unter 09171 - 81 13 29 kostenlos bestellt werden. Auch bei der Volkshochschule, bei den Tourismusbüros im Landkreis und in den betreffenden Kirchen ist es erhältlich. Im Internet sind alle Informationen unter www.landkreis-roth.de/markgrafenkirchen zu finden.
    © Landratsamt Roth

    www.landkreis-roth.de/markgrafenkirchen

  • Der Innenraum der Pfarrkirche St. Thomas und St. Ägidius in Eysölden

    Der Innenraum der Pfarrkirche St. Thomas und St. Ägidius in Eysölden
    © Eva Schultheiß

  • Die Kirche St. Georg in Georgensgmünd

    Die Kirche St. Georg in Georgensgmünd
    © Birgit Ruckriegel

Ein neues Faltblatt führt zu den Markgrafenkirchen im Landkreis Roth. Insgesamt 16 Kirchen mit ihren Besonderheiten und die wichtigsten geschichtlichen Hintergründe zur Markgrafenzeit werden darin vorgestellt.

Reiche sakrale Bautätigkeit der Ansbacher Markgrafen

Etwa die Hälfte des heutigen Landkreises Roth gehörte historisch zum Markgraftum Ansbach. Dies betrifft vor allem den nördlichen Landkreis sowie im Süden das Land um Stauf mit den Orten Eysölden und Thalmässing.

Die Ansbacher Markgrafen hatten sich schon früh der Reformation angeschlossen, und sie entwickelten vor allem im 18. Jahrhundert eine rege sakrale Bautätigkeit. Die Kirchen, die damals entweder neu errichtet oder umgebaut wurden, waren vom sogenannten Markgrafenstil geprägt. Diese Kunstrichtung orientiert sich am französischen Barock und bringt diesen in Verbindung mit der lutherischen Theologie zu einer markanten Ausformung.

Im Landkreis Roth findet sich der Markgrafenstil bei sechzehn Kirchen. Elf davon tragen die Handschrift des renommierten Ansbacher Kirchenarchitekten und Hofbaumeisters Johann David Steingruber.

Ein besonders schönes Beispiel für den Markgrafenstil ist die Kirche in Eysölden, die 1749 -1752 von Steingruber gebaut wurde. Sie ist sowohl Dorf- wie auch Hof­kirche, denn sie war das Gotteshaus der adeligen Oberamtmänner von Stauf. Deshalb wurden in der Kirche auch Herrschaftsstände eingerichtet. Aber auch die anderen Kirchen, wie zum Beispiel die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Schwand oder die St. Georgskirche in Georgensgmünd, sind sehenswerte Zeugnisse der Markgrafenzeit.

Informationen kompakt zusammengefasst

Aufgrund der großen historischen Bedeutung der Markgrafenkirchen hat die Volkshochschule im Landkreis Roth in den letzten beiden Jahren sowohl einen Studientag zu diesem Thema durchgeführt als auch eine eintägige Exkursion nach Bayreuth veranstaltet. Im dortigen Markgraftum fand eine vergleichbare kulturgeschichtliche Entwicklung statt.

Aus der Initiative der Volkshochschule entstand die Idee, ein Faltblatt mit den wichtigsten Informationen zum Markgrafenstil und zu den hiesigen sechzehn Markgrafenkirchen zu gestalten. Die jetzt fertiggestellte Veröffentlichung wurde von einer achtköpfigen Arbeitsgruppe erstellt und wird vom Landratsamt Roth herausgegeben.

Von: Jörg Ruckriegel, Freitag, 11. Dezember 2020 - Aktualisiert am Mittwoch, 16. Dezember 2020
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Landratsamt Roth - Tourismus & Kultur« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/roth-tourismus-kultur
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