„Kunst muss zu den Menschen“ – Neue Kulturreihe im Nürnberger Süden gestartet

Nürnberg-Worzeldorf - Zwischen Eistheke, Gesprächen und sommerlicher Abendstimmung hat im Nürnberger Süden ein neues Kulturformat seinen Auftakt gefeiert. Mit einer Vernissage der akademischen Künstlerin Claudia Bittner starteten die CSU Worzeldorf, die Frauen-Union Worzeldorf sowie der Frauen-Union Kreisverband Nürnberg-Süd eine Veranstaltungsreihe, die Kunst bewusst aus klassischen Räumen herausholen will.

  • Theo Deinlein, Claudia Bittner und Monika Simon-Deinlein bei der Vernissage im EisDealer. Mit der neuen Veranstaltungsreihe soll Kunst im Nürnberger Süden bewusst nahbar, sichtbar und direkt im Alltag der Menschen erlebbar werden.

    Theo Deinlein, Claudia Bittner und Monika Simon-Deinlein bei der Vernissage im EisDealer. Mit der neuen Veranstaltungsreihe soll Kunst im Nürnberger Süden bewusst nahbar, sichtbar und direkt im Alltag der Menschen erlebbar werden.
    © Robert Schmitt

Ausstellungsort war der EisDealer. Gastgeber Marko stellte die Räumlichkeiten für das neue Format zur Verfügung und unterstützte die Idee von Beginn an mit großer Offenheit. Genau dieser unkomplizierte Rahmen machte den Abend besonders: Menschen kamen ins Gespräch, betrachteten die Werke direkt vor Ort und erlebten Kunst ohne Distanz oder Schwellenangst.

Frauen-Union-Kreisvorsitzende Monika Simon-Deinlein sieht darin einen wichtigen kulturellen Ansatz für die Außenstadtteile Nürnbergs: „Viele Menschen gehen selten in klassische Galerien oder große Kulturhäuser. Aber sie treffen sich im Viertel, gehen abends noch auf ein Eis oder sitzen gemeinsam zusammen. Genau dort möchten wir Kunst sichtbar und erlebbar machen.“

Die Initiatoren verstehen das Projekt bewusst als Ergänzung zur etablierten Nürnberger Kulturlandschaft. Während in der Innenstadt große Häuser wie Oper, Museen oder renommierte Galerien ihren festen Platz hätten, entstünden in den Vororten andere Möglichkeiten – persönlicher, direkter und näher an den Menschen.

Auch Theo Deinlein betont diesen Ansatz: „Kultur darf sich niemals nur auf wenige Orte konzentrieren. Nürnberg lebt gerade davon, dass Kunst und Kultur viele Gesichter haben – von großen Bühnen bis hin zu kleinen Projekten mitten im Stadtteil.“

Dabei wolle man ausdrücklich auch die kulturpolitische Linie von Oberbürgermeister Marcus König unterstützen, der Kultur und Kunst in Nürnberg sichtbar zur Chefsache gemacht habe. Gerade unter König werde deutlich, dass Kulturpolitik weit mehr bedeute als große Veranstaltungen in der Innenstadt. Vielmehr gehe es darum, kulturelles Leben in alle Teile der Stadt hineinzutragen und unterschiedlichste Formen von Kunst sichtbar zu machen.

„Marcus König setzt wichtige Impulse für eine moderne, offene Kulturstadt Nürnberg“, sagt Deinlein. „Und wir möchten diesen Gedanken hier draußen im Nürnberger Süden weitertragen – bodenständig, nahbar und mit Formaten, die zu den Menschen vor Ort passen.“

Die neue Veranstaltungsreihe soll künftig regelmäßig stattfinden. Geplant sind weitere Vernissagen, Begegnungsabende und kulturelle Projekte mit Künstlerinnen und Künstlern aus Nürnberg und der Region. Kunst soll dabei bewusst kein exklusiver Anlass sein, sondern selbstverständlicher Teil des gesellschaftlichen Lebens werden.

Zum Abschluss des Abends wurde bereits deutlich, dass das Konzept auf großes Interesse stößt. Viele Besucherinnen und Besucher blieben lange vor Ort, diskutierten über Kunst, Stadtteilentwicklung und neue Ideen für den Nürnberger Süden.

Von: Theo Deinlein (Stadtrat der Stadt Nürnberg ), Montag, 25. Mai 2026 - Aktualisiert am Mittwoch, 27. Mai 2026
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »CSU - Ortsverband Worzeldorf « finden Sie unter: www.meier-magazin.de/csu-worzeldorf

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