Landkreis Roth: Feuerwehr-Kommandantentagung in Allersberg
Region - Die Kommandanten der 133 Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Roth haben sich in Allersberg zur Dienstversammlung getroffen. Norbert Dörfler aus Büchenbach ist dabei für 50 Jahre aktiven Dienstes ausgezeichnet worden. Dr. Tom Elchert aus Allersberg ist neuer Feuerwehrarzt im Landkreis Roth. Landrat Ben Schwarz spricht sich für Wiederwahl von Kreisbrandrat Christian Mederer aus. Der ehemalige Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Wendelstein ist seit 2021 oberster Feuerwehrmann im Landkreis Roth.
Er ist der Rekordmann der 133 Feuerwehren mit über 5100 aktiven Feuerwehrmännern und -frauen im Landkreis Roth. Der 64-jährige Norbert Dörfler ist seit 50 Jahren Mitglied der Feuerwehr Büchenbach. 30 Jahre davon war er ihr Kommandant. Seit Oktober 2016 ist er Kreisbrandmeister. Nun haben ihn Kreisbrandrat Christian Mederer und Landrat Ben Schwarz für diese lange aktive Dienstzeit und die Leistungen dabei ausgezeichnet.
Bei der Dienstversammlung aller Kommandanten in Allersberg hat Dörfler das Große Ehrenzeichen des Freistaats Bayern erhalten. „Er ist eine echte Ausnahmeerscheinung“, sagte der Kreisbrandrat. Nach Roland Ritthammer aus Georgensgmünd und Franz-Xaver Steib aus Greding ist Dörfler erst der dritte Feuerwehrmann der Kreisbrandinspektion im Kreis Roth, an den diese Ehrung verliehen worden ist. In der Gesamtschau des Landkreises Roth handelt es sich noch um eine handverlesene niedrige zweistellige Zahl, die diese Ehrung und Auszeichnung erhalten haben.
Einer der weiteren wichtigen Tagesordnungspunkte war die offizielle Bestellung eines Feuerwehrarztes des Landkreises Roth. Der 25-jährige Dr. Tom Elchert aus Allersberg wird diese Funktion ab 1. April übernehmen. Er ist seit sechs Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in der Rothseegemeinde. In dieser Zeit hat er knapp 400 Einsätze mitgemacht. Elchert arbeitet in der Herzchirurgie des Südklinikums. Dort wird er zum Facharzt ausgebildet. Nach dem Abitur in Wendelstein hat er ein Jahr im Rettungsdienst und ehrenamtlich in der Leitstelle Mittelfranken-Süd gearbeitet. Er ist einer der drei Vorsitzenden des TSV Allersberg und stellvertretender Chef der Ortsgruppe Schwabach der Wasserwacht. Aufgrund seiner Erfahrungen kann er insbesondere Brücken zwischen den Hilfeorganisationen schlagen. Ebenso verfügt er über zahlreiche Lehrbefähigungen, um die Einsatzkräfte zu schulen.
Landrat Ben Schwarz nahm in seinem kurzen Referat Stellung zum Bedarf an Widerstandsfähigkeit und Organisationskraft im Zivilschutz unter neuen Bedingungen. „Die Herausforderungen werden größer und dafür brauchen wir mehr Ressourcen, vor allem personeller Natur“, so der SPD-Kommunalpolitiker. Gefahren sah er insbesondere über „Angriffe mittels Fake-News aus Osteuropa“. Damit solle der Eindruck erweckt werden, „dass Demokratie und Staat nicht mehr handlungsfähig sind“.
In diesem Rahmen hielt er es für eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, sich gegen solche Angriffe zu wappnen. Hier leiste das Landratsamt „Hilfe zur Selbsthilfe“, sagte Schwarz und forderte, „ein Bewusstsein dafür bis in die Familien hineinzutragen“. Wichtig sei auch, fügte Schwarz hinzu, dass die Bevölkerung „Vertrauen in die Leute vor Ort hat“, und er nutzte die Gelegenheit, den Kreisbrandrat für die Arbeit während seiner ersten Amtszeit seit September 2021 zu loben. 2027 werde neu gewählt, erklärte Schwarz und sprach sich für eine zweite Amtsperiode Mederers aus. „Ich würde gerne weitermachen“, reagierte der Kreisbrandrat.
Neben Norbert Dörfler sind weitere Feuerwehrmänner für ihre lange Dienstzeit oder besondere Leistungen geehrt worden. Das Ehrenzeichen des Freistaats Bayern für 40-jährige Dienstzeit haben die Kreisbrandmeister Michael Isemann aus Eckersmühlen, Klaus Wolfsberger aus Georgensgmünd, Jürgen Flierl aus Hilpoltstein und Stefan Schwarz aus Spalt erhalten. Das Bayerische Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ging an die Kreisbrandmeister Thomas Hagenrainer aus Allersberg und Jürgen Flierl. Jenes in Bronze haben die Kommandanten Thomas Krach aus Großweingarten und Benjamin Arnhardt aus Allersberg erhalten.
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