Limbacher Adventssingen

Schwabach - Das hat große Tradition in Limbach. Alljährlich lädt die Quartett-Vereinigung unter Leitung von Karl Franz zum „Limbacher Adventssingen“ ein. Dabei hat sich erneut nicht nur der Männerchor aus dem Schwabacher Stadtteil glanzvoll präsentiert. Musiklehrer Karl Franz hat daraus ein Mitmacherlebnis für sämtliche Gäste gemacht.

  • Große Tradition in Limbach: Chorleiter Karl Franz und die Quartett-Vereinigung zum Advent in der Gethsemanekirche.

    Große Tradition in Limbach: Chorleiter Karl Franz und die Quartett-Vereinigung zum Advent in der Gethsemanekirche.
    © Robert Schmitt

  • Sämtliche Musiker des Limbacher Adeventssingens.

    Sämtliche Musiker des Limbacher Adeventssingens.
    © Robert Schmitt

  • Chorleiter Karl Franz erwies sich erneut als fabelhafter Chorleiter und exzellenter Musikpädagoge.

    Chorleiter Karl Franz erwies sich erneut als fabelhafter Chorleiter und exzellenter Musikpädagoge.
    © Robert Schmitt

Schon beim Betreten der Gethsemane-Kirche ist klar geworden: Heute gibt es ein ganz besonderes Konzert der Limbacher Quartett-Vereinigung. Denn am Eingang zum Gotteshaus sind jedem Besucher zwei Walnüsse in die Hand gedrückt worden. Karl Franz, Leiter des Männerchors im Schwabacher Stadtteil, hatte wieder eine ganz besondere Idee gehabt, um die Gäste des Limbacher Adventssingens miteinzubeziehen. Alle durften mit dem Nuss-Paar den Rhythmus zu „Lasst uns froh und munter sein“ klopfen.

Das war allerdings nicht die einzige Art der Beteiligung des Publikums an diesem Nachmittag, der beste Stadtteil-Kultur für die Nachbarschaft bot. Den jährlich obligatorischen Kanon „Winter in Limbach“ dirigierte Franz ebenso perfekt zum gemeinsamen Ende zweier Gruppen wie „In dulci jubilo“ für drei Publikums-Chöre. Beides jeweils plus Quartett-Vereinigung.

Auch sein zeichnerisches Talent hatte Karl Franz eingesetzt, um die Gäste in der Gethsemane-Kirche zu motivieren und textsicher zu machen. Mit fünf comicartigen Zeichnungen hatte er die Strophen des Nikolaus-Lieds „Lasst uns froh und munter sein“ auf dem Programm illustriert. Das Weihnachtsliederraten klappte ebenso vorzüglich. Franz hatte mit gängigen Emojis Liedertitel erstellt. Alle sind erraten worden: Von „Oh, Tannenbaum“ über „Kling Glöckchen“ bis „Leise rieselt der Schnee“. 

Vier große Bilder an den Säulen der Kirche machten es schließlich möglich, dass das offizielle Ende des Konzerts ebenfalls in einem großen Chor gelang. Der Text von „Oh Du fröhliche, oh Du selige“ war dort versinnbildlicht. Doch als das Publikum nach diesem musikalisch großartigen gemeinsamen Abschluss überhaupt keine Anstalten machte zu gehen, da entschlossen sich Karl Franz und die Quartett-Vereinigung zu einer Zugabe.

Das diesjährige Advents-Konzert war auch geprägt von zwei Nachwuchs-Pianisten, beides Klavierschüler von Chorleiter Karl Franz. Der 14-jährige Niklas Scharf aus Eibach und der zwölfjährige Tom Castelletti aus Katzwang überzeugten mit dem englischen Weihnachtslied „Mary, Did You Know“ und der Titelmelodie von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.

Freilich glänzte der Chor selbst ebenfalls mit ergreifenden und besinnlichen Weihnachtsliedern. Höhepunkt war dabei der „Kleine Trommlerjunge“. Es ging weiter mit „Friedensglocken“ von Robert Pappert. Dazu gesellten sich „Engel singen leise“ und „Brennende Kerzen am Weihnachtsbaum“ vom selben Autor ebenso wie Volksweisen aus Franken: „Ganz still is es Land umadum“, denn „Heit hat’s a Schneela gschneit“. 

Karl Franz selbst steuerte noch ein fabelhaftes Stück auf der Orgel bei. Er spielte die „Pastorale“ aus dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel. Alles in allem eine abwechslungsreiche und musikalisch anspruchsvolle Einstimmung auf Weihnachten samt reichlich Mitmachgelegenheiten.

Von: Robert Schmitt meier Redaktion, Donnerstag, 11. Dezember 2025 - Aktualisiert am Sonntag, 14. Dezember 2025
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