Neuer Glanz für den Platz vor dem Kornburger Schloss
Nürnberg-Kornburg - Das Kornburger Schloss ist eines der prägendsten Wahrzeichen im Nürnberger Süden. Die Fläche davor soll diesem Rang künftig wieder gerecht werden. Die Grüne Stadtratsfraktion hat einen Vorschlag zur Aufwertung des Platzes erarbeitet, in den auch Hinweise des Bürgervereins Kornburg eingeflossen sind, der die Lage vor Ort seit Jahren aufmerksam beobachtet.
Ein vernachlässigter Ort mit viel Potenzial
Der Zustand der Fläche gibt derzeit Anlass zur Sorge: stark versiegelter, mehrfach geflickter Asphalt, stellenweise unebene und teils gefährliche Wegeführung. Für einen Ort, der für das Ortsbild, den Tourismus und die Identität von Kornburg so bedeutsam ist, sehen die Grünen hier deutlichen Handlungsbedarf.
Die lokale Bedeutung ist enorm
Réka Lörincz, Stadträtin aus dem Nürnberger Süden, betont: „Wer durch Kornburg spaziert, spürt sofort, was für ein besonderer Ort das Schloss und sein Umfeld sind. Genau deshalb tut es weh, wenn der Platz davor so vernachlässigt wirkt. Der Bürgerverein kennt die Ecken und Herausforderungen vor Ort am besten. Seine Hinweise waren uns sehr wichtig. Uns ist bewusst, dass die Stadt derzeit finanziell wenig Spielraum hat. Genau deshalb wollen wir früh anfangen, zu planen und Fördermöglichkeiten auszuloten, damit Kornburg einen Platz bekommt, auf den die Menschen hier stolz sein können. Für alle, die hier leben, und für alle, die das Schloss besuchen.“
Mehr Grün, weniger Asphalt
Im Zentrum steht die Idee, die Fläche zu entsiegeln und mit wasserdurchlässigem Pflaster nach dem sogenannten Schwammstadt-Prinzip neu zu gestalten. Ergänzt werden soll dies durch Begrünung und Baumpflanzungen, die das Mikroklima rund um das Schloss verbessern, sowie durch stufenlose, barrierefreie Wege mit einem durchdachten Leitsystem. Auch an eine insektenfreundliche Beleuchtung ohne dunkle, unübersichtliche Ecken soll gedacht werden, um das Sicherheitsgefühl zu erhöhen.
Cengiz Sahin, Stadtrat und Mitglied des Stadtplanungsausschusses, erläutert den fachlichen Hintergrund: „Beim Schwammstadt-Prinzip geht es nicht um ein Modewort, sondern um solides Handwerk: Regenwasser versickert dort, wo es fällt, statt Kanäle zu überlasten. Das entlastet die Infrastruktur und hält gleichzeitig den Boden rund um alte Bäume feucht. In Verbindung mit dem Denkmalschutz braucht das sorgfältige Planung – und angesichts der Haushaltslage auch einen klaren Blick für Förderprogramme, damit aus der Idee auch tatsächlich etwas wird.“
Sorgfältig geplant, trotz knapper Kassen
Die Verwaltung soll nun prüfen, wie sich diese Ideen umsetzen lassen, die Eigentumsverhältnisse klären und den Denkmal- und Ensembleschutzstatus der Fläche berücksichtigen. Wenn es nach den Grünen geht, so soll ein Konzept unter Einbindung der zuständigen Fachstellen erstellt sowie rechtzeitig die Bürger*innenbeteiligung organisiert werden. Angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt kommt dabei auch der Suche nach passenden Förderprogrammen eine besondere Rolle zu. Aufgeben kommt nicht in Frage.
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