Neues Feuerwehrgebäude in Kleinschwarzenlohe

Wendelstein - Kleinschwarzenlohe bekommt ein neues Feuerwehrgebäude, was grundsätzlich zu begrüßen ist. Aber der Bau soll südlich des neuen Kreisels erfolgen – ausgerechnet dort, wo der Wald schon dem Kreiselbau weichen musste.

Nachdem die Generalsanierung oder ein Neubau der Rangauhalle in Kleinschwarzenlohe ansteht, ist es erforderlich, ein neues Feuerwehrgerätehaus zu errichten. Hierzu hat die Marktgemeinde schon im Vorgriff bereits ein Grundstück in der Nähe der Kläranlage erworben, mit dem Plan, dort ein Feuerwehrzentrum für Kleinschwarzenlohe zu bauen. Ursprünglich sollte die Feuerwehr Großschwarzenlohe dort auch mit einziehen, dieser Plan wurde jedoch vorerst zurückgestellt.

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Das vorgenannte Grundstück liegt im Außenbereich, der normalerweise nicht bebaut werden darf und ist im Flächennutzungsplan als Wald dargestellt. Eine Änderung des Flächennutzungsplanes sowie die Neuaufstellung eines Bebauungsplanes wurden hier somit erforderlich.

Dass die Feuerwehr ein neues Gebäude benötigt, ist unstrittig. Doch die geplante Lage verwundert die GRÜNEN zutiefst. Liegt das von der Gemeinde erworbene Grundstück doch in dem Waldstück südlich des neuen Kreisels – dem einzigen Stück Wald, welches nicht dem (Mega-)Kreiselbau zum Opfer fiel. Diesem massiven Umwelteingriff am Kreisel musste schon damals ein großes Stück Wald weichen – jetzt wird dieses Stück Natur endgültig zerstört. War es der Gemeindeverwaltung nicht möglich in Kleinschwarzenlohe ein geeignetes Grundstück innerorts zu finden, dem nicht gleich ein Wald zum Opfer fallen muss?

Leider hat der Gemeinderat gegen die Stimmen der GRÜNEN sowie einer Stimme von der SPD die dazu nötige Änderung des Flächennutzungsplanes sowie des Bebauungsplanes bereits abgesegnet. Es geht also weiter mit dem Flächenfraß und der Naturzerstörung – der Wald und somit die dort lebenden Tiere werden weichen.

Nochmal: Die Feuerwehr Kleinschwarzenlohe benötigt ein neues Gebäude, um diesen wichtigen Dienst für die Bevölkerung leisten zu können – aber nicht in einem Wald, der durch andere Baumaßnahmen sowieso schon ziemlich dezimiert wurde.

Von: Boris Czerwenka (1. Vorsitzender), Dienstag, 19. Januar 2016 - Aktualisiert am Samstag, 23. Januar 2016
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