Nürnberger Feuerwehr übt den Ernstfall

Nürnberg - In Nürnberg wurde ein Stromausfall in einer Vollübung der Katastrophenfall unter dem Namen „Black Noris 2026“ erprobt

  • Vollübung auch bei der Feuerwehr Kornburg

    Vollübung auch bei der Feuerwehr Kornburg
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In Nürnberg haben am Samstag, 25. April 2026, rund 950 Einsatzkräfte und Beteiligte von Behörden und Blaulichtorganisationen das gemeinsame Vorgehen bei einem – fiktiven – flächendeckenden Stromausfall erprobt. Das Thema der Übung „Black Noris 2026“ behandelte ein komplexes Szenario: ausgehend von ersten, lokal begrenzten Stromabschaltungen bis hin zu einem vollständigen Blackout im gesamten Stadtgebiet und darüber hinaus. Die Feuerwehr Nürnberg als untere Katastrophenschutzbehörde war mehr als ein Jahr mit der Vorbereitung, Organisation und Durchführung dieser Katastrophenschutz-Vollübung beschäftigt.

Das Übungsszenario
Eine bundesweite Energiemangellage führte zu Netzschwankungen. Versuche, das Netz zu stabilisieren, brachten nicht den gewünschten Erfolg. Letztendlich brach das Stromnetz zusammen, es kam zu einem Blackout. Die Konsequenzen: Das Licht ging nicht mehr, Telefone blieben stumm, Haushaltsgeräte wie Kühlschrank oder Herd funktionierten nicht, Geldautomaten oder auch Tankstellen waren außer Betrieb.

Säulenkonzept Stromausfallplanung
In einem solchen Fall fahren Stadt und Blaulichtorganisationen das Säulenkonzept der Nürnberger Stromausfallplanung hoch. Zentrales Element dieses Konzepts ist ein stadtweites Netz aus 43 Notfall-Leuchttürmen, unter anderem bei den Gerätehäusern der Freiwilligen Feuerwehren. Die Leuchttürme sind als Notfall-Infopunkte gekennzeichnet und kompensieren im Ernstfall den Ausfall des Notrufsystems. Sie dienen als zentrale Anlaufstellen für die Bevölkerung und ermöglichen den Informationsaustausch zwischen Behörden sowie Bürgerinnen und Bürgern.

Südklinikum vom Netz
Ein besonderes Augenmerk galt dem Klinikum Nürnberg, Campus Süd. Als einziges Krankenhaus der Stadt wurde für einige Stunden tatsächlich der Strom abgestellt und die Notstromversorgung in Betrieb genommen. Der Blackout-Test im Echtbetrieb auf dem Campus Süd diente dem Risikomanagement und als Training, um Patienten bei realen Stromausfällen zuverlässig versorgen zu können. Er umfasste alle Gebäude des Campus in Nürnberg-Langwasser mit insgesamt rund 1.000 Patientenbetten. Zwischen 10 und 12.20 Uhr unterbrach das Klinikum seine reguläre Stromversorgung. Für diese Zeit lief die Versorgung über die Notstromaggregate, die einen Teil des Strombedarfs abdecken. Die medizinische Versorgung blieb durchgehend gesichert; in der Notfallversorgung war das Klinikum nicht abgemeldet. Die Patienten waren im Vorfeld informiert worden.

Kommunikation im Krisenfall
Geübt wurde außerdem der Aufbau einer funktionierenden Kommunikationsstruktur und deren Sicherstellung – ein wesentlicher Punkt, um Hilfsleistungen anbieten zu können. Hier erprobten vor allem die Führungsgruppe Katastrophenschutz, die örtliche Einsatzleitung, die Führungsstäbe der Krankenhäuser, die Integrierte Leitstelle sowie die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Mittelfranken und weitere Beteiligte, wie etwa das Versorgungsunternehmen N-ERGIE, Alternativen für einen möglichen Ausfall der Kommunikationssysteme. Zu den Alternativen gehören etwa ein Krisen-Kommunikationsnetz, Digitalfunk oder manuelle Meldungssysteme, aber auch Fahrrad und Kurierdienste.

Ich wünsche Ihnen eine unfallfreie Zeit | Ihr Harald Dix
Mitglied des Nürnberger Stadtrates | SPD – Fraktion

Von: Harald Dix (Stadtrat), Dienstag, 12. Mai 2026
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Harald Dix« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/harald-dix

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