Outdoor-Raum im Garten – Wohnen mit Pergola

Region - Mit der Pergola steht eine luftige Überdachung der Terrasse zur Verfügung, die nicht nur einen freien Blick erlaubt, sondern mit Bepflanzung für leuchtende Farben und intensive Gerüche sorgt. Zudem bietet diese eine optimale Abrundung und einen echten Blickfang.

  • © Photo by Fran Hogan on Unsplash

Generell wird von einer Pergola gesprochen, wenn eine Terrassenüberdachung gemeint ist. Diese kommt ohne Seitenwände aus und steht im Regelfall zwischen Haus und Garage. Ihren Ursprung hat die Pergola als ein Laubengang zwischen Wohnhaus und Terrasse, der aus leichten Säulen oder Pfeilern bestand und dank der Bepflanzung ebenfalls als Sonnenschutz diente. Wer sich heute eine Pergola baut, der nutzt ebenso wie damals, die Vorzüge eines solchen Konstrukts. Besonders beliebt sind dabei Aluminiumpergolen. Denn mit diesen lassen sich Wünsche und individuelle Gegebenheiten einfach umsetzen. Mit beweglichen Dachlamellen wird zudem dafür gesorgt, das direktes Sonnenlicht vermieden wird, aber dennoch eine ausreichende Belüftung besteht.

Dank einer Pergola hat jeder, der den Platz dazu hat, eine luftige als auch schöne Option, einen extra Outdoor-Raum zu schaffen. Denn oftmals ist ein Gartenbereich vor oder hinter dem Haus im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter kaum zu nutzen. Entweder steht die Sonne direkt auf der Fläche, was es unerträglich macht, dort zu sitzen, oder aber es regnet und schneit. So schafft man sich einen Baldachin, der sich über die Terrasse spannt und erhält dafür einen grünen Schattenspender oder Schutz vor Wind und Wetter. Eine Pergola, vom lateinischen Anbau oder Vorbau, ist somit eine praktische Erweiterung des eigentlichen Wohnraums.

Das Wunderbare ist zudem, das Pergolen nicht zwingend an einer anderen Architekturform angebaut werden müssen. Viel mehr können diese freistehen und bieten somit absolute Flexibilität bei der Planung. So lässt sich etwa ein Freisitz schaffen oder ein großer Garten räumlich abgrenzen. Hinzukommt, dass eine solche Konstruktion im Grünen ein willkommener Rückzugsbereich ist. Besonders im Frühjahr und Sommer, wenn diese bepflanzt ist, lädt sie mit seinem intensiven Geruch und den leuchtenden Farben zum Verweilen ein. Zudem kann eine bepflanzte Pergola ebenso als Heimat für Insekten dienen. So lässt sich auch hier ein ganz besonderes Insektenhotel realisieren.

Für das Frühjahr empfehlen sich Kletterpflanzen wie Kletterhortensien, Klematis, Blauregen oder Efeu. Diese verschaffen der Pergola ein grünes Dach. Dank schnell wachsenden Pflanzen wie Schwarzäugige Susanne oder Hopfen wird das Blätterdach flott Realität. Ebenfalls können Weinreben eingepflanzt werden. So legt der Nutzer schon früh den Grundstein für ein farbenfrohes und dichtes Naturdach. Dieses hält von Frühling bis spät in den Herbst hinein. Setzt man auf mehrjährige Kletterpflanzen, kann man sich sogar das gesamte Jahr hindurch über ein dicht bewachsenes Dach erfreuen.

Besonders interessant macht die Pergola zudem, dass sie sich mit ein wenig handwerklichem Geschick selbst aufbauen lässt. Im Fachmarkt gibt es fertige Bausätze, mit denen die bevorzugte Terrassenüberdachung schnell realisiert werden kann. Dabei kommt überwiegend Holz zum Einsatz, welches sicher in fast jeden Garten passt. Mit Aluminiumpergolen hingegen stehen leichte Alternativen zur Verfügung, die darüber hinaus optimal in moderne Gärten passen. Im Regelfall ist eine Pergola rund zwei bis zweieinhalb Meter hoch. Wer sie zudem nahe zum Wohnhaus aufbaut, kann von dessen architektonischen Vorteilen profitieren.

Wichtig ist in jedem Fall vor dem Bau, sich über geltendes Baurecht zu informieren. Denn nicht überall darf eine Pergola ohne Überdachung genehmigungsfrei gebaut werden. Eine Terrassenüberdachung mit einem durchgehenden Dach hingegen muss immer genehmigt werden.

Von: Steffi Tufan, Mittwoch, 29. Juli 2020
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