Radtour zur Quelle – mit Bürgermeister Pfann, Gemeinderäten, dem Museumsverein, Forstamt und Bund Naturschutz

Schwanstetten - Elke Küster-Emmer von der OG Schwanstetten des Bund Naturschutz und Hubert Riedel vom Forstamt Allersberg hatten Bürgermeister Pfann, Gemeinderäte und die Mitglieder des Museumsvereins zu einer Radtour zur Quelle eingeladen.

  • Die Teilnehmer der Radtour

    Die Teilnehmer der Radtour
    © Elke Küster-Emmer

Vom alten Kirchweihplatz aus fuhr die interessierte Gruppe durch den Kessel bis zur Lohbachquelle. Der Forst und die BN-OG hatte die Quelle im Frühjahr restauriert und eine Bank zum Verweilen aufgestellt. Während der Fahrt erläuterte der Forstmann die Geschichte des »Kessels« und des Forstbetriebs im Allgemeinen. Dem Forst sei ein stabiler Wald wichtig, der dem Klimawandel standhalten könne. Der Waldumbau, dessen Ziel ein Mischwald, anstatt Monokultur, ist, sei im vollen Gange. Die Einschläge seien auf gleichem Niveau wie in den letzten Jahren und würden sich nun immer mehr verringern. Wenn die Wälder lichter würden durch Laubbäume, seien auch die Lebensräume für Flora und Fauna weitaus reichhaltiger.

An den Waldstücken, wo die Windhosen alle Kiefern umfallen ließen, erläuterte H. Riedel die Wiederaufforstung durch Pflanzen und Säen von Laubbäumen. Pro Tag pflanze man 300-400 Baumpflanzen. An diesen Stellen sah man offensichtlich, wie sich die Natur durch die veränderten Lichtverhältnisse verändert hatte und sich noch verändern wird. Völlig neue Pflanzen wachsen hier, die vorher im Schatten der Nadelbäume keine Chance hatten. Durch die lange Trockenheit, so H. Riedel, gäbe es bei den Nadelbäumen große Probleme mit Insektenfraß, wie z.B., Borkenkäfer und Nonnen. Befallene Bäume müssten schnellstmöglich eingeschlagen werden, bevor die Käfer wieder ausfliegen und neuen Befall verursachen könnten.

An der Quelle angekommen, erzählte E. Küster-Emmer kurz über die Restaurierung und Brigitte Geiß, Vorsitzende des Museumsvereins, erläuterte Ursprung und Geschichte der Lohbachquelle, ebenso einige Anekdoten über dieses fast geheimnisvolle Fleckchen im „Kessel“. Die Quelle, so B.Geiß, sei während der »Notstandsarbeit« im Mai 1934 gefasst worden. 1988 sei die Quelle viele Jahre trocken gelegen und die Umgebung zugewachsen. Förster Seßner habe die Quelle damals säubern und die Zuläufe wieder herrichten lassen, bis wieder reichlich Wasser floss. Zu früheren Zeiten sei sie ein beliebter Treffpunkt für Liebespaare gewesen.

Der Bund Naturschutz hatte das Quellwasser von einem Experten prüfen lassen. Das Resultat sei hervorragend, so E. Küster-Emmer und verteilte kleine Gläser zum Probieren. Stärken konnten sich die Radwanderer mit von Forst und Bund Naturschutz gespendeten Erfrischungen, Käse, Brot und Oliven.

Wer die Quelle besuchen möchte, kann vom alten Kirchweihplatz aus den vom Forst angebrachten Hinweisschildern folgen und auch unter www.museum-schwanstetten.de können Sie mehr erfahren.

Weitere Informationen über die Quelle gibr es auch unter
www.museum-schwanstetten.de/content/quelle-im-kessel

Von: Elke Küster-Emmer (1. Vorsitzende Ortsgruppe Schwanstetten), Mittwoch, 02. September 2015 - Aktualisiert am Sonntag, 06. September 2015
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Bund Naturschutz - Ortsgruppe Schwanstetten« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/bn-schwanstetten
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