Ready to Bike – so starten Sie sicher in die Motorradsaison

Region - Der Winter neigt sich dem Ende entgegen und die Tage werden länger. Bei den ersten Sonnenstrahlen ist die Euphorie groß – endlich raus mit dem Motorrad und rauf aufs Bike ist die Devise. Das Wetter lockt und die Gier nach der nächsten Kurve ist groß. Wer jetzt jedoch einfach drauf los fährt, muss mit fatalen Folgen rechnen.

  • Ready to Bike

    Ready to Bike
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Der Asphalt ist noch kalt und vom Winter liegt viel Schmutz auf der Fahrbahn. Die Autofahrer rechnen noch nicht mit Bikern. Wir werden unterschätzt oder – schlimmer noch – schlichtweg übersehen.

Zudem sollten wir uns ehrlich fragen: Sind wir fit genug zum Biken? Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber ich kämpfe jedes Jahr um die Zeit mit dem Winterspeck. Wie groß das Problem ist, merke ich erst, wenn ich zum ersten Mal die Motorradkombi anziehe und kaum den Reißverschluss zubringe. Das erste Aufsteigen zeigt, wie unbeweglich ich zu Beginn der Saison bin. Zudem sind Wahrnehmung, Reflexe und das intuitive Handeln wie eingerostet.

Es klingt vielleicht seltsam, aber bereiten Sie sich auch mental auf die Motorradsaison vor. Blättern Sie in Prospekten, stöbern Sie im Netz, suchen Sie tolle Strecken aus, entdecken Sie Neuheiten. Das sensibilisiert Sie für das Thema. Ihr Körper erinnert sich und sagt: „Mach mich fit bevor du mich aufs Bike schickst!“ Kondition ist gleich Konzentration und davon benötigen Sie beim Biken jede Menge. Sie müssen kein Profisportler sein, aber ein paar Dehnübungen, die ein oder andere Kraftübung und ein bisschen Ausdauer wirken Wunder.

Auch das Bike will wieder fit gemacht werden. Als erstes steht eine gründliche Grundreinigung auf dem Programm. Danach sieht alles wieder schick aus und beim Reinigen fallen Mängel und Verschleiß sofort auf. Sind die Ritzel noch ok oder schon rund? Ist die Kette ordentlich gespannt und noch nicht abgenutzt? Wenn alles passt, wird noch ordentlich abgeschmiert und der Antrieb ist gesichert.

Danach kümmern wir uns um Reifen und Felgen. Ist nichts beschädigt? Sind die Reifen gleichmäßig abgefahren und ist noch genügend Profil vorhanden? Seien Sie beim Profil großzügig. Statt der vorgeschriebenen 1,6 mm sollten es schon 3 mm sein. Auch das Alter ist wichtig. Darüber gibt die DOT-Kennzeichnung Aufschluss. DOT 2015 bedeutet beispielsweise, dass dieser Reifen in der 20. Woche des Jahres 2015 hergestellt wurde. Ein Motorradreifen sollte nicht älter als 5 Jahre sein. Kontrollieren Sie auch den Luftdruck – er ist für Fahrstabilität und Fahrsicherheit extrem wichtig.

Jetzt noch alle Öle checken, eine Abfahrtskontrolle durchführen und das Lenkkopflager überprüfen. Wenn Sie technisch nicht wirklich fit sind, vereinbaren Sie am besten frühzeitig einen Termin zum Saisoncheck bei der Motorradwerkstatt Ihres Vertrauens. Oft gibt es dort tolle Tipps obendrauf.

Last but not least empfehle ich, in Sachen Fahrtechnik ein paar Übungen zum Warmfahren zu machen. Slalom für den Lenkimpuls, optimales Bremsen, Schrittfahren für die Geschicklichkeit. Nehmen Sie ein paar halbierte Tennisbälle als Hütchen mit und auf geht’s am Sonntag zum Supermarktparkplatz. Dort können Sie in Ruhe üben.

Und für alle, die ihren Fahrspaß gerne mit Gleichgesinnten teilen, gibt es ja auch Fahrsicherheitstrainings, Einzelcoachings und Tourenangebote.

Bis bald, Ihr Thomas Walch

Von: Tanja Rose (Werbeagentur), Dienstag, 18. Februar 2020 - Aktualisiert am Dienstag, 11. Januar 2022
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Fahrschule Walch« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/fahrschule-walch

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