Realitätsnahe Atemschutzübungen der Freiwilligen Feuerwehr Wendelstein in drei Kindertageseinrichtungen
An mehreren Übungsterminen führte die Fachgruppe Atemschutz der Freiwillige Feuerwehr Wendelstein unter der Leitung von Atemschutzübungsleiterin Alexandra Mederer umfangreiche Einsatzübungen in drei Kindertageseinrichtungen in Wendelstein durch.
Ziel der Ausbildung war es, die Atemschutzgeräteträger unter möglichst realitätsnahen Bedingungen auf Einsätze in Einrichtungen mit Kindern vorzubereiten und wertvolle Erfahrungen für den Ernstfall zu sammeln.
Im Mittelpunkt der Übungen standen die Brandbekämpfung unter Atemschutz, die Personensuche in verrauchten Gebäuden sowie die Rettung einer eingeschlossenen Person aus einem Aufzug. Durch das Abkleben der Atemschutzmasken mit einem durchlässigen Stoff wurde die Verrauchung in den Gebäuden simuliert.
Als Einsatzszenarien wurden Brände an Waschmaschinen und Wäschetrocknern sowie eine Verpuffung in einer Pellets Heizungsanlage nachgeahmt. Die Atemschutztrupps mussten die Einsatzlage erkunden, die Brandbekämpfung einleiten, vermisste Personen auffinden und sicher aus den Gebäuden retten.
Für besonders realistische Bedingungen sorgten zahlreiche Kinder (darunter auch Kinder der Kinderfeuerwehr), die als Probanden an den Übungen teilnahmen. Auch viele Erzieherinnen und Erzieher unterstützten die Feuerwehr und stellten verschiedene Einsatzsituationen nach. Dadurch konnten die Atemschutztrupps ihre Such- und Rettungstechniken unter nahezu realen Bedingungen trainieren.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Besonderheiten von Einsätzen in Kindertageseinrichtungen. Die Feuerwehrleute sammelten wichtige Erfahrungen über die räumlichen Gegebenheiten solcher Einrichtungen und trainierten speziell die Personensuche nach Kindern. Dabei wurde insbesondere für sogenannte „Kinderverstecke“ sensibilisiert. Kinder reagieren in Gefahrensituationen häufig anders als Erwachsene und suchen Schutz an Orten, die nicht immer auf den ersten Blick erkennbar sind. Entsprechend wurden die Suchtechniken gezielt auf diese Besonderheiten abgestimmt. Ebenso spielte die Sensibilisierung für den richtigen Umgang mit Kindern während eines Feuerwehreinsatzes eine wichtige Rolle.
Auch die Jugendfeuerwehr Wendelstein wurde in die Übungen eingebunden. Die Jugendlichen erhielten wertvolle Einblicke in die Arbeit der Einsatzkräfte und konnten die Abläufe eines Atemschutzeinsatzes aus nächster Nähe kennenlernen. Damit wurde nicht nur die Zusammenarbeit innerhalb der Feuerwehr gestärkt, sondern auch der Feuerwehrnachwuchs an anspruchsvolle Einsatzsituationen herangeführt.
Erfreulich war zudem das große Interesse vieler Eltern, die die Einsatzübungen verfolgten. Durch die Moderation des stellvertretenden Kommandanten Jörg Felßner in den Kindergärten wurden die einzelnen Einsatzabschnitte verständlich erklärt und den Zuschauern Hintergrundwissen über die Aufgaben der Feuerwehr sowie das Vorgehen der Einsatzkräfte vermittelt. So erhielten Eltern und Kinder einen anschaulichen Einblick in die Arbeit der Feuerwehr und die Herausforderungen bei Einsätzen in Kindertageseinrichtungen.
Zum Abschluss wartete noch eine willkommene Abkühlung auf die kleinen und großen Besucher: Passend zu den sommerlichen Temperaturen durften die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern selbst einmal ein Strahlrohr in die Hand nehmen und unter Anleitung der Feuerwehr ausprobieren. Diese Aktion sorgte für viel Begeisterung und bildete einen gelungenen Abschluss der Übungstage.
Die Freiwillige Feuerwehr Wendelstein bedankt sich herzlich bei allen Kindern, Erzieherinnen und Erziehern für ihre tatkräftige Unterstützung und ihre Bereitschaft, an den Übungen mitzuwirken.
Ein besonderer Dank gilt den Leitungen der drei Kindertageseinrichtungen (Evangelischer Kindergarten im Pfarrgarten, Kindertagesstätte Wirbelwind und die Kinderbetreuungseinrichtung Sternen-Kinder-Haus) für die hervorragende Zusammenarbeit und dafür, dass die Feuerwehr ihre Einrichtungen für diese praxisnahen Ausbildungsmaßnahmen nutzen durfte.
Solche Übungen sind für die Ausbildung der Atemschutzgeräteträger von unschätzbarem Wert. Sie ermöglichen es, Einsatztaktiken unter realistischen Bedingungen zu trainieren, Abläufe weiter zu optimieren und wertvolle Erfahrungen für den Ernstfall zu sammeln – damit im Notfall schnell, sicher und professionell geholfen werden kann.
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