Roth genehmigt drei Wassergäste
Roth - Die Investition in die Kläranlage wird von vier Körperschaften getragen. 36,6 Millionen Euro werden anteilig finanziert.
Der Hauptausschuss hat dem Stadtratsplenum jeweils einstimmig empfohlen, den Zweckverband Rothsee mit der Gemeinde Allersberg, den Zweckverband Abwasserbeseitigung Aurachtal mit Kammerstein und den Büchenbacher Ortsteilen sowie den Kernort Büchenbachs nach dem Ausbau der Rother Kläranlage als sogenannte „Wassergäste“ die Einleitung ihres Abwasser zu genehmigen.
Dafür hat Kämmerer Wolfgang Schmidt in einem umfangreichen Analyse- und Rechenprozess die Anteile der Wassergäste an den aktuellen Investitionen erhoben. Offiziellen Berechnungen zufolge liegt die Investitionssumme für Ausbau und Verbesserung der Kläranlage bei 36,6 Millionen Euro. An 24,781 Millionen Euro davon werden sich die Wassergäste beteiligen. Der Rest betrifft die quantitative Verbesserung der Kläranlage, den Roth alleine stemmen muss.
Den Berechnungen der Kämmerei zufolge trägt die Gemeinde Büchenbach davon 5,81 Prozent, was gut 2,127 Millionen Euro entspricht. Der Zweckverband Aurachtal wird 3,76 Prozent, also knapp 1,375 Millionen Euro, der Investition bezahlen. Der Zweckverband Rothsee muss 11,63 Prozent beisteuern. Das entspricht gut 4,225 Millionen Euro. Grundlage für die anteilige Berechnung sind die „Einwohnerwerte“. Damit wird die Belastung einer Kläranlage beschrieben. Alle drei Wassergäste haben versichert, dass der jeweils gegenwärtige Wert auch in Zukunft ausreiche.
Der Zweckverband Rothsee wird also auch weiter Abwasser mit 13 000 Einwohnerwerten in die Rother Kläranlage leiten. Der Aurachtaler Zweckverband bleibt bei 4200 Einwohnerwerten. Büchenbach kommt mit 6500 Einwohnerwerten neu hinzu. Die qualitative Verbesserung der Klärleistung liegt bei 65 000 Einwohnerwerten für alle vier beteiligten Körperschaften.
Den quantitativen Ausbau der Abwasserbehandlung auf 96 000 Einwohnerwerte trägt ausschließlich die Stadt Roth. Sie zahlt soweit knapp 79 Prozent der 36,6 Millionen Euro. „Der Puffer für die Entwicklung Roths bei Wohngebieten und Gewerbe in den nächsten 20 Jahren liegt bei 20 300 Einwohnerwerten“, rechnete Schmidt vor. Gegenwärtig lässt Roth alleine 52 000 Einwohnerwerte in der Kläranlage im Rednitztal reinigen.
Die Bauarbeiten dort laufen bereits seit Frühjahr dieses Jahres. Mit Inbetriebnahme der Klärung wird im Januar 2027 gerechnet. Ein Termin, den das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg vorgegeben hat. Die komplette Fertigstellung samt Straßenbau und Außenanlagen wird für Anfang 2028 angestrebt.
