RSV-Impfung: Neuer Schutz vor einem unterschätzten Virus

Region - RSV – mehr als eine einfache Erkältung. Das Medic-Center Nürnberg informiert Patienten über aktuelle Empfehlungen.

Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist eine der weltweit häufigsten Infektionskrankheiten der Atemwege – und doch wird es im Alltag noch oft unterschätzt. Während Erwachsene in der Regel nur leichte Erkältungssymptome entwickeln, kann das Virus für Säuglinge, ältere Menschen sowie Patientinnen und Patienten mit chronischen Vorerkrankungen lebensgefährlich werden. Das Medic-Center Nürnberg weist deshalb auf die neue Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) hin und informiert über die Möglichkeiten des Schutzes.

RSV ist ansteckend und wird über Tröpfcheninfektion verbreitet. Typische Symptome bei gesunden Erwachsenen sind Schnupfen, Husten, Fieber oder ein allgemeines Krankheitsgefühl. Bei Risikogruppen wie Säuglingen, Seniorinnen und Senioren oder Menschen mit schweren Formen einer chronischen Krankheit (z. B. Diabetes mellitus, Asthma, COPD, Krebserkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen etc.) kann RSV jedoch zu schweren Komplikationen führen. Häufig kommt es zu einer akuten Bronchiolitis oder einer Lungenentzündung, die einen Krankenhausaufenthalt notwendig macht. Besonders in den ersten Lebensmonaten und im hohen Alter ist das Risiko für einen schweren Verlauf hoch.

 

Neue Impfstoffe verfügbar

Bisher nur in anderen europäischen Ländern und teilweise nur für privat Versicherte verfügbar, stehen inzwischen auch in Deutschland erstmals mehrere RSV-Impfstoffe zur Verfügung. Sie können ab einem Alter von 60 Jahren und bei besonderen Risikokonstellationen eingesetzt werden. Auch für Säuglinge ist ein Impfstoff verfügbar. Er schützt in der besonders gefährdeten ersten Lebensphase vor einer Infektion mit schweren Folgen.

 

STIKO empfiehlt Impfung für ältere Menschen

Seit 2024 empfiehlt die STIKO eine einmalige RSV-Impfung für alle Personen ab 75 Jahren und für Personen ab 60 Jahren, wenn eine chronische Vorerkrankung wie Herzschwäche, Asthma oder eine Immunschwäche vorliegt oder wenn sie in einer Pflegeeinrichtung leben. Der ideale Zeitpunkt für die Impfung liegt im Spätsommer oder Frühherbst, also kurz vor Beginn der üblichen RSV-Saison. Der große Vorteil: Die Impfung ist nach aktuellem Kenntnisstand einmalig, eine Auffrischung ist wahrscheinlich nicht notwendig.

 

Schutz für die Schwächsten

Besonders für Babys und Kleinkinder ist RSV eine ernst zu nehmende Gefahr. Mit dem Impfstoff können Neugeborene und Säuglinge passiv immunisiert werden. Dadurch lassen sich Krankenhausaufenthalte und Komplikationen deutlich reduzieren. Für ältere Patientinnen und Patienten sowie chronisch Kranke bieten die neuen Impfstoffe einen effektiven Schutz, der die Häufigkeit und Schwere von Infektionen reduziert.

 

Gute Verträglichkeit

Die zugelassenen Impfstoffe zeigen in Studien eine gute Wirksamkeit und Verträglichkeit. Typische Impfreaktionen wie Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit oder leichtes Fieber sind meist mild und klingen nach kurzer Zeit wieder ab. Schwere Nebenwirkungen sind sehr selten. Damit bietet die Impfung einen hohen Nutzen bei gleichzeitig überschaubaren Risiken.

 

Beratung in allen haus- und allgemeinärztlichen Praxen

„Wir sehen jedes Jahr Patientinnen und Patienten, die durch RSV schwer erkranken. Dass es nun endlich wirksame Impfungen gibt, ist ein echter Fortschritt“, sagt Norbert Schöll, Ärztliche Leitung des Medic-Center Nürnberg. „Vor allem ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen können enorm profitieren.“

Das Medic-Center Nürnberg empfiehlt allen Betroffenen, sich rechtzeitig vor der kommenden Saison über ihren persönlichen Schutz beraten zu lassen. In allen haus- und allgemeinärztlichen Praxen des MVZ stehen die Ärztinnen und Ärzte für Fragen und Impfungen zur Verfügung.

Fazit

Das Respiratorische Synzytial-Virus ist keine harmlose Erkältung, sondern kann schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen hervorrufen. Mit den neuen Impfstoffen lässt sich das Risiko einer Infektion deutlich reduzieren. Wer sich selbst zur älteren Patientengruppe zählen darf oder für seine Kinder vorsorgen möchte, sollte sich frühzeitig an seine/n Haus- oder Kinderarzt/-ärztin wenden. Für weitere Informationen sowie zur Vereinbarung von Impfterminen stehen die Teams in allen Medic-Center-Praxen zur Verfügung.

Von: Katja Philipp, Montag, 08. Dezember 2025 - Aktualisiert am Donnerstag, 11. Dezember 2025
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Medic-Center Nürnberg« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/medic-center

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