Rückblick auf das Stadtrats-Jahr in Roth

Roth - Erster Bürgermeister Andreas Buckreus lässt das ablaufende Jahr Revue passieren und sieht eine bessere Haushaltslage für 2026 als bislang erwartet. Wertschöpfungsschub durch die neue Offiziers-Schule in der Otto-Lilienthal-Kaserne. "Roth ist schon immer eine Garnisonsstadt." Lob für die Wallesauer.

Versöhnlich und mit einem Rückblick auf die wichtigsten Beratungsgegenstände des zu Ende gehenden Jahres hat Andreas Buckreus die letzte Stadtratssitzung 2025 beendet. Dabei hat der Erste Bürgermeister die Finanzlage der Stadt, den neuen Flächennutzungsplan und die Beschlüsse für die Baugebiete hervorgehoben. 

Zugleich betonte er die gute Zusammenarbeit im Gremium und wünschte jenen, die sich am 8. März erneut für ein Mandat bewerben, dass sie ihr Ziel erreichen. Ebenso erklärte er, dass bei der diesjährigen Kommunalwahl erstmals seit 1996 wieder Stadtrat und Erster Bürgermeister gemeinsam gewählt werden.

Mit Blick auf die neuen Wohngebiete gab der SPD-Kommunalpolitiker seiner Hoffnung Ausdruck, dass ab 2027 wieder Förderungen des Freistaats für den Wohnungsbau geben werde. „Nur so wird auf dem ehemaligen Leoni-Gelände und am Westring bezahlbarer Wohnraum entstehen“, sagte Buckreus. 

Etwas optimistischer als noch bei der Beschlussfassung über den laufenden Haushalt blickte er auf die finanzielle Lage im kommenden Jahr. „Durch die Senkung der Kreisumlage und erhöhte Schlüsselzuweisungen vom Freistaat sieht es im Verwaltungshaushalt besser aus“, sagte Buckreus.

Ein ausdrückliches Lob hatte er für die Bewohner des Ortsteils Wallesau parat. „Die dortige Dorferneuerung ist insbesondere durch die Mithilfe der Bewohnerinnen und Bewohner ein Vorzeigeprojekt“, sagte Buckreus. Ebenfalls mit zwei Vorzeigeprojekten hat die Stadt Roth die Lage der Obdachlosen in ihren Mauern verbessert. Nach Fertigstellung der neuen Wohnanlage wird es dort auch eine Betreuung durch die Stadt geben,

Einen wichtigen Schub für die Stadt Roth sieht Andreas Buckreus in der neuen Offiziersschule in der Otto-Lilienthal-Kaserne. „Wir sind schon immer eine Garnisonsstadt“, betonte er. Infolge der Belebung der Kaserne sei schon jetzt ein Wertschöpfungsschub zu spüren. „Gastronomie, Einzelhandel und Wohnbau oder -sanierung profitieren“, stellte Buckreus fest. „Das ist ein Gewinn für uns.“ Infolge der aktuellen Lage auf Bundesebene erwartete er hier sogar noch eine Steigerung.

Andreas Buckreus schilderte auch noch einmal kurz die Beschlussfassung zum Rudolf-Wöhrl-Ring. Im Juni befasste sich der Stadtrat mit dem Straßennamen, weil bekannt geworden war, dass Wöhrl bis zum Ende des Weltkriegs NSDAP- und SS-Mitglied gewesen war. Nach ausführlicher und stark kontroverser Diskussion lehnte das Gremium mit Stimmengleichheit eine Umbenennung ab.

Neben dem Stadtoberhaupt ergriff auch seine Stellvertreterin das Wort. Bürgermeisterin Claudia Lux (CSU) sprach von einer vertrauensvollen und angenehmen Zusammenarbeit innerhalb der Stadtspitze. „Offen, unkompliziert und respektvoll ist der Umgang miteinander“, betonte sie und bescheinigte Andreas Buckreus großes Engagement für die Stadt. Ebenso lobte sie die zahlreichen Ehrenamtlichen in der Stadt. „Sie leisten im Stillen Großartiges“, war Lux überzeugt.

Von: Robert Schmitt meier Redaktion, Mittwoch, 17. Dezember 2025 - Aktualisiert am Mittwoch, 07. Januar 2026
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