Schnabel und Schnabel stellen in der Schwabacher Stadtkirche aus

Schwabach - Das Künstlerehepaar Hanne und Werner Schnabel stellt ab 23. April Fotografien, Objekte und Installationen in der evangelischen Stadtkirche in Schwabach aus. Vernissage ist am 23. April um 11 Uhr.

  • Henne und Werner Schnabel

    Henne und Werner Schnabel
    © Robert Schmitt

Künstlerpaare prägen die Szene vor allem in der bildenden Kunst nachhaltig. Christo und Jeanne-Claude, Gala und Salvador Dali, Gabriele Münter und Wassily Kandinsky sind besonders bekannte Beispiele. Jeder und jede stand für sich. Doch immer waren Liebe und Beziehung, Spannung und Streit, Leidenschaft und Harmonie gewiss auch Quellen gegenseitiger Inspiration. In Schwabach steht ein Ehepaar für diese Synergie: Schnabel und Schnabel schaffen Werke zwischen Tanz und Traum, die man ab 23. April bei der Ausstellung im Kunstraum der Stadtkirche erleben und entdecken kann.

Unter dem Titel „Unglaublich“ zeigen Hanne und Werner Schnabel Fotografien, Objekte und Installationen. Vernissage ist ab elf Uhr. Dann wird die Schwabacher Malerin Dr. Gabriele Fuchs eine Einführung in die Welt des Künstlerpaars geben.

Ausgangspunkt der Skulpturen der 72-jährigen Hanne Schnabel ist meist Treibgut. Muscheln, Schwemm- und Buhnenholz aber auch Steinformationen und Zivilisationsreste bearbeitet und geformt von Wasser, Wind, Wellen, Hitze und Kälte bilden das Grundmaterial für Hanne Schnabels Arbeiten. Das Paar findet sie während des Wanderlaubs im Berner Oberland genauso wie beim Spaziergang nach einem Wintersturm bei Büsum an der Nordsee. Dort ist Hanne Schnabel aufgewachsen. „Die raue Landschaft mit Ebbe und Flut begeistert uns beide“, sagt Hanne Schnabel. Werner Schnabel stammt aus dem Frankenwald. Geheiratet haben sie 1980 in der Büsumer Fischerkirche. Seit 28 Jahren leben sie in Schwabach. 

Ebenso begeistert ist Hanne Schnabel von der Kraft der Natur. „Für mich ist sie selbst die größte Künstlerin“, schildert Hanne Schnabel ihre Auffassung und fügt ihre Herangehensweise hinzu. „Ich verstehe mich als Augenöffnerin, die die Einmaligkeit und Schönheit der Natur zum Ausdruck bringt.“ Weit draußen im Watt macht sie sich regelmäßig auf die Suche und findet außergewöhnliche Stücke, die sie trocknet, leicht bearbeitet oder mit weiteren Funden kombiniert. Der 66-jährige Werner Schnabel setzt sie in Szene. Montiert auf Holzstelen oder Metallbeine werden sie herausgehoben. Sie ragen einzigartig in die Welt. Manchmal geben sie Rätsel auf. Oft schaffen sie Raum für ganz persönliche Deutungen. 

Werner Schnabel ist Tiefbauingenieur. Seine Leidenschaft ist die Fotografie. Dabei faszinieren ihn die kleinen außergewöhnlichen Dinge am Rande der Straßen und mitunter auch abseits der Zivilisation. Sie erregen seine Aufmerksamkeit. Sie hält er fest.  Beruflich war Schnabel mehrmals im Ausland. Die Mehrzahl seiner Bilder ist in Kambodscha und der Mongolei entstanden. Einige auch auf Urlaubsreisen in Europa.

Die Vernissage am 23. April wird von Musik begleitet. Kirchenmusikdirektor Klaus Peschik am Keyboard und Saxophonist Wolfgang Herfrid sind die Akteure.

Von: Robert Schmitt (Journalist), Donnerstag, 21. April 2022 - Aktualisiert am Montag, 16. Mai 2022
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Künstlerduo Schnabel & Schnabel« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/schnabelundschnabel

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