SHOP YOUR FUTURE zum dritten Mal im ORO

Schwabach - Die Ausbildungsmesse des Schwabacher Gewerbevereins bot mit 50 regionalen Unternehmen und Organisationen erneut einen umfangreichen Markt für Lehrstellensuchende Fachkräfte und Betriebe. Handwerk, öffentliche Hand, Industrie und Handel waren mit einer enormen Bandbreite an Start- und Karrierechancen ins Berufsleben vertreten. Zahlreiche Schulklassen haben sich im ORO informiert.

  • Das Motto der Firma "Korrodin": Ausbildung als Verbindungselement zum Start in ein erfolgreiches Berufsleben.

    Das Motto der Firma "Korrodin": Ausbildung als Verbindungselement zum Start in ein erfolgreiches Berufsleben.

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  • Ausbildungsleiterin Sonia Schwarz-Alvarez im Gespräch mit Markus „Herr Meier“ Streck

    Ausbildungsleiterin Sonia Schwarz-Alvarez im Gespräch mit Markus „Herr Meier“ Streck
    © Robert Schmitt

  • Leidenschaft für Präzision und High Tech: Sill Optics in Wendelstein entfacht Feuer in seinen Auszubildenden.

    Leidenschaft für Präzision und High Tech: Sill Optics in Wendelstein entfacht Feuer in seinen Auszubildenden.
    © Robert Schmitt

  • Im Gespräch mit dem Circutec-Team

    Im Gespräch mit dem Circutec-Team

  • „Circutec“ bietet jährlich zwischen acht und zehn Ausbildungsplätzen an.

    „Circutec“ bietet jährlich zwischen acht und zehn Ausbildungsplätzen an.

  • Treffen am Stand der Stadt Schwabach. Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster, Organisator Philipp Müller, Oberbürgermeister Peter Reiß und Schwabachs Kämmerin Stefanie Rother (v. re.) bei der Eröffnung der Ausbildungsmesse.

    Treffen am Stand der Stadt Schwabach. Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster, Organisator Philipp Müller, Oberbürgermeister Peter Reiß und Schwabachs Kämmerin Stefanie Rother (v. re.) bei der Eröffnung der Ausbildungsmesse.
    © Robert Schmitt

  • Unternehmen aus der Region Roth-Schwabach präsentieren ihre Ausbildungsangebote im ORO.

    Unternehmen aus der Region Roth-Schwabach präsentieren ihre Ausbildungsangebote im ORO.
    © Robert Schmitt

  • Das umfangreiche Info-Material will gut sortiert sein.

    Das umfangreiche Info-Material will gut sortiert sein.
    © Robert Schmitt

  • Kreishandwerkerschaft und Lebenshilfe rahmen das Georgensgmünder Unternehmen Lux-Haus ein.

    Kreishandwerkerschaft und Lebenshilfe rahmen das Georgensgmünder Unternehmen Lux-Haus ein.
    © Robert Schmitt

  • Intensive Gespräche prägen die Ausbildungsmesse des Schwabacher Gewerbevereins.

    Intensive Gespräche prägen die Ausbildungsmesse des Schwabacher Gewerbevereins.
    © Robert Schmitt

  • Großer Andrang an den Infoständen der 50 Unternehmen und Organisationen der Ausbildungsmesse.

    Großer Andrang an den Infoständen der 50 Unternehmen und Organisationen der Ausbildungsmesse.
    © Robert Schmitt

  • Auch das Meier-Magazin erregte großes Interesse.

    Auch das Meier-Magazin erregte großes Interesse.

  • Hauptorganisator Philipp Müller (re.) und Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster beim Messerundgang.

    Hauptorganisator Philipp Müller (re.) und Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster beim Messerundgang.
    © Robert Schmitt

  • Vielfalt war Trumpf im ORO.

    Vielfalt war Trumpf im ORO.
    © Robert Schmitt

  • Reichhaltige Informationen und interaktive Mitmachstationen im mobilen Erlebnisraum der Metall- und Elektroindustrie vor dem ORO …

    Reichhaltige Informationen und interaktive Mitmachstationen im mobilen Erlebnisraum der Metall- und Elektroindustrie vor dem ORO …

  • … hier der Truck von innen.

    … hier der Truck von innen.
    © Robert Schmitt

  • Die meier-Ausgabe war wieder überall auf der Shop Your Future ausgelegt.

    Die meier-Ausgabe war wieder überall auf der Shop Your Future ausgelegt.

Am Freitag und Samstag jüngst vergangener Woche verwandelte sich das ORO-Center in Schwabach in einen pulsierenden Hotspot für berufliche Orientierung. Zum dritten Mal ging „Shop Your Future“ über die Bühne. Organisiert vom Gewerbeverein 1848 Schwabach und Umgebung zog die Ausbildungsmesse  hunderte Besucherinnen und Besucher an. Über 50 Top-Unternehmen aus Schwabach und der gesamten Metropolregion Nürnberg präsentierten sich auf rund 2000 Quadratmetern Ausstellungsfläche: Von traditionellen Handwerksbetrieben über innovative Technologieunternehmen bis hin zu öffentlichen Arbeitgebern wie Bundeswehr, Polizei und Stadtverwaltung. 

Zur offiziellen Eröffnung waren mit Bezirkstagspräsident Peter-Daniel Forster (CSU) und dem Schwabacher Oberbürgermeister Peter Reiß (SPD) zwei bedeutende Regionalpolitiker gekommen. Beide lobten die Initiative des Gewerbevereins. „Hier werden Startchancen für ein erfolgreiches Berufsleben geboten“, sagte Forster, „denn eine Ausbildung legt einen hervorragenden Grundstein, nach dem einem alles offen steht“, fügte er aus eigener Erfahrung hinzu. 

Die zentrale Lage im modernen Einkaufszentrum mit über 1400 kostenfreien Parkplätzen, vielfältiger Gastronomie und barrierefreiem Zugang machte die Messe besonders besucherfreundlich. Viele kamen mit Eltern, Lehrkräften oder Freunden und nutzten die Gelegenheit, direkt mit Ausbildungsleitern, aktuellen Azubis und Personalverantwortlichen ins Gespräch zu kommen. Ein niedrigschwelliges Angebot, das bewusst auch Quereinsteiger, Studienabbrecher und Geflüchtete ansprach. Das Konzept ging bestens auf. Viele Jugendliche und ganze Schulklassen kamen, probierten erste Gespräche aus und nutzten die Chance, echte Azubis und Ausbildungsverantwortliche persönlich zu treffen.

Wertvoll waren auch die unabhängigen Service-Stationen der IHK Mittelfranken, der Kreishandwerkerschaft, der Agentur für Arbeit Nürnberg und der Messe-Organisation selbst. Hier gab es individuelle Beratung zu Bewerbungsunterlagen, Vorstellungsgesprächen, dualen Studiengängen, Weiterbildungen und sogar Jobs für Ältere.

Das Rahmenprogramm mit kurzen Vorträgen und Workshops zu Themen wie „Social Media für die Jobsuche“, „Richtige Ausbildungsentscheidung treffen“ oder „Bewerben ohne Stress“ sorgte für zusätzliche Orientierung. Ein absolutes Highlight für die jüngere Zielgruppe war der M+E-Truck der deutschen Metall- und Elektroindustrie, der den gesamten Messezeitraum über stark frequentiert war.

 

Ebenso präsent und mit starkem regionalem Bezug war die Firma „Korrodin“ aus Nürnberg. Als internationaler Full-Service-Partner für Verbindungselemente und Schrauben-Management entlastet das Unternehmen Kunden aus dem Automobil-, Maschinenbau- und der Elektroindustrie bei Beschaffung, Lagerung, Logistik und Qualitätssicherung. „Wir brauchen Leute mit hoher Serviceorientierung, denn unsere Dienstleistungen haben bei der Erfüllung von Kundenwünschen ein hohes Niveau“, sagt Ausbildungsleiterin Sonia Schwarz-Alvarez. Dafür verspricht sie eine „Anstellung bei einer richtig coolen Firma“.

„Korrodin“ bietet kaufmännisch-logistische Ausbildungsberufe an: Den Fachlagerist für Männer und Frauen mit zwei Jahren Ausbildungszeit, die Fachkraft für Lagerlogistik (drei Jahre), Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandelsmanagement (drei Jahre) sowie Kaufmann/-frau für Büromanagement (drei Jahre). Erwartet werden ein guter Realschul- oder Mittlerer Abschluss, Interesse an Wirtschaft und Logistik, Organisationstalent, Teamfähigkeit und gute Englischkenntnisse. Sonia Schwarz-Alvarez gibt allen engagierten jungen Menschen gerne eine Chance. „Manche steigen als Fachlagerist ein und entwickeln sich so gut, dass sie anschließend unmittelbar als Fachkraft für Lagerlogistik weiterlernen können“, schildert sie ihre Erfahrungen.

Die Azubis rotieren durch alle Abteilungen: Vom Wareneingang und der Kommissionierung mit modernen Scanner-Systemen über internationale Beschaffung, Exportabwicklung und Qualitätsmanagement bis hin zu Kundenkontakt, Angebotserstellung und Vertrieb.

Die Arbeitsbedingungen sind besonders familienfreundlich: 38,5-Stunden-Woche mit Gleitzeit, keine Schichtarbeit, 30 Tage Urlaub, zwischen Weihnachten und Neujahr ist Betriebsruhe. Tarifliche Vergütung plus Weihnachts- und Urlaubsgeld, betriebliche Altersvorsorge, vermögenswirksame Leistungen, wöchentliches Qi-Gong in der Arbeitszeit, kostenloser Obstkorb und Wasser sowie regelmäßige Teamevents. „Die Übernahmequote liegt bei engagierten Azubis sehr hoch“, betont Schwarz-Alvarez.

 

„Sill Optics“, das mittelständische Unternehmen aus Wendelstein mit über 130-jähriger Tradition und rund 160 Mitarbeitern, präsentierte sich in Schwabach als innovativer Arbeitgeber in der Photonik-Branche. Sill Optics fertigt hochpräzise optische Komponenten für Lasertechnik, Raumfahrt, Forschung und Industrie. Das Unternehmen beliefert Kunden weltweit mit maßgeschneiderten Laseroptiken, Objektiven, Produkten für die Halbleiterindustrie, Raumfahrt, Medizintechnik und wissenschaftliche Forschung. Darunter Linsen für Astronauten-Kameras oder hochauflösende Mikroskop-Objektive. 

Die Aus- und Weiterbildung hat bei dem Unternehmen höchsten Stellenwert. „Mir macht es großen Spaß, hier zu arbeiten“, sagt Sarah Wolf, die im dritten Lehrjahr steht. „Theorie und Praxis, hier ist beides spannend und die Teamarbeit im Unternehmen ist super“, fügt die 21-jährige hinzu. „Wir tragen Verantwortung für tolle Produkte und man wird als Mitarbeiter wertgeschätzt“, schildert Wolf ihre Eindrücke aus der Lehrzeit. Als Anforderungsprofil werden ein Mittlerer Schulabschluss, gutes technisches Verständnis, handwerkliches Geschick, hohe Sorgfalt und Präzisionsliebe sowie räumliches Vorstellungsvermögen erwartet.

Im Fokus stand bei „Sill Optics“ die Ausbildung zum/zur FeinoptikerIn, die zum 1. September 2026 beginnt und in der Regel dreieinhalb Jahre dauert. Azubis lernen das Schleifen, Polieren, Läppen, also das Schleifen mit Paste oder Suspension, und Prüfen von Glaslinsen sowie optischen Elementen, die später auf Nanometer-Genauigkeit geprüft werden. Moderne CNC-Maschinen, Interferometer und Reinraumbedingungen gehören zum Alltag. Also vom Rohling bis zum fertigen Produkt für Astronauten oder High-Tech-Geräte.

 

Die Firma „Circutec“ (früher Speck) aus Roth rundet das Bild mit einem breiten technischen Spektrum ab. Das mittelständische Familienunternehmen mit über 100 Jahren Tradition und etwa 700 Mitarbeitern weltweit, davon rund 500 in Roth, entwickelt und fertigt hochwertige Pumpen und Verdichter für Industrie, Temperiertechnik, erneuerbare Energien und Serverkühlung. „Circutec“ bietet jährlich zwischen acht und zehn Ausbildungsplätzen an. Fachkraft für Metalltechnik, Fertigungsmechaniker*in, Zerspanungsmechaniker*in, Industriekaufmann/-frau, Fachkraft für Lagerlogistik, Elektroniker*in für Betriebstechnik, Technische*r Produktdesigner*in und Fachinformatiker*in.

Die Ausbildungen sind IHK-anerkannt und profitieren vom Erasmus-Status der Auslandsaufenthalte ermöglicht. „Wir unterstützen beispielsweise die Kooperation der Schwabacher Berufsschule mit der irischen Hauptstadt Dublin“, sagt Ausbilderin Christina Ströbel. Die Firma selbst hat unter anderem Auslandsniederlassungen in China, den USA, Australien, Thailand, Japan, Taiwan, Frankreich, Spanien und ein eigenes Motorenwerk in Österreich. Aktuell konnten noch nicht alle freien Ausbildungsstellen besetzt werden, aber wir sind zuversichtlich, dass mit den kommenden Ausbildungsmessen weitere Bewerbungen folgen, erklärt Ströbel und ermutigt zur Vorstellung bei Circutec.

Die Azubis durchlaufen abwechslungsreiche Abteilungen in Produktion, Montage, Elektro, Lager, Qualitätssicherung und Verwaltung. Von der CNC-Programmierung von Pumpenteilen über Montage und Inbetriebnahme bis hin zur Steuerungstechnik und internationaler Auftragsabwicklung. Flache Hierarchien, familiäre Atmosphäre und hohe Praxisnähe sorgen für ein motivierendes Lernumfeld. Nach der Ausbildung ist die Übernahmechance sehr hoch, mit Perspektiven auf gute Weiterbildungsmöglichkeiten.

 

Als echter Publikumsmagnet stand direkt vor dem ORO der zweigeschossige M+E-Truck der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber – Titelbild der letzten meier-Ausgabe. Auf rund 80 Quadratmetern Fläche konnten Besucher im Rahmen eines mobilen Erlebnisraums die Vielfalt von mehr als 40 Ausbildungsberufen der Branche hautnah erleben. Ob IndustriemechanikerIn, MechatronikerIn, ElektronikerIn für Betriebstechnik, ZerspanungsmechanikerIn oder Fachkraft für Metalltechnik. Alles wurde interaktiv greifbar.

Highlights waren die praktischen Mitmach-Stationen: Junge Leute programmierten selbst eine CNC-Fräsmaschine und fertigten ein kleines Werkstück, lösten Aufgaben an Tablets zur Robotik und Automatisierung oder erkundeten an einem großen Multitouch-Tisch ein virtuelles M+E-Unternehmen, inklusive beeindruckender 3D-Animationen einer kompletten Automobilfertigung. Pädagogisch geschulte Betreuer, Ausbilder und Azubis aus regionalen Betrieben standen Rede und Antwort und vermittelten ein klares Bild: Diese Berufe sind nicht nur zukunftssicher, abwechslungsreich und gut bezahlt, sondern bieten auch exzellente Aufstiegschancen bis hin zum Meistertitel oder dualem Studium.

 

Die „Shop Your Future“ 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie lebendig und vielfältig die Ausbildungslandschaft in Schwabach und Umgebung ist. Wer die Tage verpasst hat, findet auf www.shopyourfuture.de den Ausstellerkatalog, den Messeplan und direkte Links zu den Unternehmen. Viele Ausbildungsplätze für September 2026 sind noch zu haben. Wer jetzt handelt, sichert sich echte Chancen auf eine spannende, zukunftssichere Karriere direkt vor der Haustür.

Eine Gelegenheit, „Shop Your Future“ erneut zu erleben, gibt es 2027, denn die nächste Auflage der Messe ist bereits in Planung. Wir informieren immer aktuell unter www.meier-ausbildung.de > Azubi-Termine

Bis dahin: Nützen Sie die Chancen, die Schwabach und die Metropolregion bieten. Die Zukunft beginnt hier und heute.

Von: Robert Schmitt (meier Redaktion), Montag, 02. März 2026 - Aktualisiert am Montag, 16. März 2026
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