So werden Ausbildungsplatz-Börsen ein Erfolg für Dich!

Region - Mit guter Vorbereitung und angemessenem Auftreten hinterlässt Du einen positiven Eindruck bei den ausstellenden Firmen.

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Altenpfleger, Bäckereifachverkäuferin, Chemielaborant, Elektronikerin, Gärtner, Justizpfleger, Metallbauerin, Schreiner, Verkäuferin, Zerspanungsmechaniker - das sind nur wenige von rund 330 Ausbildungsberufen in Deutschland. Der beliebteste Ausbildungsberuf bei Frauen ist dabei Kauffrau für Büromanagement, für Männer ist es der Kraftfahrzeugmechatroniker.

In Deutschland werden jedes Jahr mehr als 500 000 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen, spannend dabei: Es gibt seit 2008 mehr angebotene Stellen als Bewerber, und es gibt sogar unbesetzte Stellen. Das liegt oft daran, dass die Bewerber und ihre Bewerbungen für die Firmen ungeeignet sind. Ein Hauptproblem der Bewerber liegt in den unklaren Berufsvorstellungen der Auszubildenden.

Um sich klar darüber zu werden, ob der angestrebte Beruf auch wirklich zu einem passt, kann man den Berufemarkt in Wendelstein am 25. März und die Lehrstellenbörse in Hilpoltstein am 11. März nutzen, um  wichtige Informationen direkt bei den Firmen zu sammeln und sich eventuell einen Praktikumsplatz oder gar Ausbildungsplatz zu sichern. Im persönlichen Gespräch zwischen Ausbildern und den Auszubildenden merken die Beteiligten oft schnell, ob es passt oder nicht. Interessant sind die Berufsbörsen aber nicht nur nicht nur für Abgänger der Schulen, sondern gerade auch für Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse aller Schulzweige (Mittelschule, Realschule, Wirtschaftsschule, Gymnasium oder FOS). Sie können sich somit schon frühzeitig informieren, umschauen und abwägen, was für sie dann später in Frage kommt.

Aus diesem Grund solltet Ihr Euch auch unbedingt schon einmal den Girls‘ Day und Boys‘ Day 2017 merken, der am 27. April in ganz Deutschland und damit auch in unserer Region stattfindet. An diesem Tag können Mädchen wieder in die typischen Jungs-Berufe und die Jungen wieder in die typischen Mädchen-Berufe reinschnuppern. (siehe Artikel)

Vorbereitung auf die Ausbildungsplatz-Börsen

Deine Stärken und Schwächen
Bevor Du Dir Gedanken machst, welcher Beruf für Dich in Frage kommt, solltest Du unbedingt darüber nachdenken, welche Stärken und Schwächen Du hast. Danach kannst Du Dir überlegen, welcher Beruf zu Dir passt und welcher eher nicht.
„Viele Arbeitgeber achten bei der Auswahl künftiger Auszubildender auf sogenannte „Soft Skills““, erklärt Hans-Peter Osterkamp, Supervisor und Coach aus Wendelstein, „dabei lassen sich diese Kompetenzen und Fähigkeiten wie Selbstbewusstsein, Konflikt- und Kritikfähigkeit oder soziale Interaktion nur schwer aus Büchern erlernen.“ Aber es ist wichtig, genau diese Soft Skills zu kennen. Sei ehrlich zu Dir, frag Dich, Deine Eltern, Geschwister und Freunde: Welche Soft Skills hast du?

Was willst Du mal werden, wenn Du groß bist?
Ich schmeiß' hin und werd Prinzessin … Ja, für manche geht dieser Wunsch tatsächlich in Erfüllung. Aber alle modernen Prinzessinnen haben vorher einen Beruf gelernt und dann erst Ihren Prinzen getroffen. Es lohnt sich also, eine gute Ausbildung und Karriere zu machen. Und zwar eine Karriere, die zu Dir passt und nicht eine, die Deine Eltern für dich wollen oder eine, mit der du einem Freund nacheiferst. „Vielmehr sollte die Berufsfindung eine Annäherung und Einordnung Deiner Interessen, Deines Könnens, Deines Wissens und Deiner Wünsche und Vorlieben sein“, sagt Hans-Peter Osterkamp, „falls Du dir unsicher bist, kann dir hierbei ein Praktikum eine Schnupperlehre, ein Kompetenzfeststellungsverfahren oder ein erfahrener Coach helfen.“

Informiere Dich vorab über die Aussteller
Welches Unternehmen könnte Dich interessieren? Besuche dessen Website und informiere Dich über die Kompetenzen, Tätigkeitsbereiche und vielleicht auch die Historie. Interessiert Dich das Unternehmen immer noch, dann notiere Dir Fragen, welche die Website nicht beantwortet, damit Du sie bei der Ausbildungsplatz-Börse stellen kannst.

Das kannst Du den Firmen von Dir mitgeben
Wenn Du im Gespräch mit einem Ausbilder merkst, dass Dir die Firma und die Berufsbilder dort gefallen, ist es natürlich gut, wenn Du gleich eine komplette Bewerbung abgibst.
Eine pfiffige und weniger aufwendige Idee ist eine Visitenkarte. Die muss natürlich so gestaltet sein, dass sie individuell zu Dir passt. Wer Werbegestalter oder Designer werden möchte, könnte auch einen Bewerbungs-Flyer machen.

Dein Auftreten während des Berufemarktes

GO
- saubere, gepflegte Kleidung (auch die Schuhe müssen geputzt sein)
- eine ordentliche Frisur
- Blickkontakt suchen
- authentisch sein
- freundlich sein
- höflich sein
- interessierte Fragen stellen, die zeigen, dass Du dich mit der Firma aus- einandergesetzt hast (siehe oben)

NO-GO
- Schlabberlook
- ungepflegte Fingernägel
- Ohrstöpsel im Ohr während des Gesprächs
- Kaugummi kauen während eines Gesprächs
- Arme verschränken
- mit der Freundin kichern
- laut werden
- nur Werbematerial mitnehmen

Hier gibt es weitere Unterstützung
Neben der Bundesagentur für Arbeit und den Ansprechpartnern in den Schulen gibt es noch weitere Institutionen, die junge Leute bei der Suche nach dem richtigen Ausbildungsplatz unterstützen. In unserer Region sind das z. B. der Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Roth-Schwabach, das Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) Westmittelfranken, die Industrie- und Handelskammer und die Handwerkskammer für Mittelfranken.

Von: Nicole Salamon (meier Redaktion), Freitag, 24. Februar 2017 - Aktualisiert am Mittwoch, 20. Februar 2019
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »meier® Magazin / Redaktion« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/redaktion

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