Sonderführungen in den Nürnberger Unterwelten

Nürnberg - Seit gut einem Jahrhundert gibt es den Tod aus dem Himmel. Bereits im Ersten Weltkrieg wurden von Flugzeugen und Zeppelinen Bomben auf Städte geworfen. Im Zweiten Weltkrieg kam es zu verheerenden Verwüstungen in Europa und Asien durch Bombenabwürfe auf zivile Ziele. Nürnbergs Altstadt wurde am 2. Januar 1945 beinahe vollständig vernichtet.

Es gibt sie wieder. Nach zwei Jahren Zwangspause bedingt durch die Corona-Pandemie, dürfen ab dem 2. Januar 2023 wieder die Sonderführungen in den Nürnberger Unterwelten
( https://www.unterwelten-nuernberg.de/Sonderfuehrung/ ) stattfinden.
Vom 02.01. bis 15.01.2023 geht es in den Bunker unter dem Neutorturm.
Startpunkt: Weißgerbergasse 20.
Diese Sonderführungen hatten über mehr als zwei Jahrzehnte Jahr für Jahr viele Gäste aus der Stadt und der Umgebung angelockt. Annähernd 7000 Gäste gab es innerhalb von nur neun Tagen bei der erfolgreichsten dieser Sonderführungsaktionen.

In diesem Jahr heißt der Titel zu den Sonderführungen:

Bombennächte - Der Tod aus dem Himmel -
Eine neue Dimension des Krieges für die Zivilbevölkerung

Seit gut einem Jahrhundert gibt es den Tod aus dem Himmel. Bereits im Ersten Weltkrieg wurden von Flugzeugen und Zeppelinen Bomben auf Städte geworfen. Während des spanischen Bürgerkrieges wurde der moderne Bombenkrieg erstmals von der deutschen Luftwaffe erprobt, und im Zweiten Weltkrieg kam es zu verheerenden Verwüstungen in Europa und Asien durch Bombenabwürfe auf zivile Ziele. Nürnbergs Altstadt wurde am 2. Januar 1945 beinahe vollständig vernichtet. Auch nach dem 2. Weltkrieg wurden in Korea, Vietnam, Syrien und gerade jetzt in der Ukraine diese Angriffe auf zivile Ziele weiter perfektioniert. Traumatische Erfahrungen für die Überlebenden. Aber auch Versöhnung zwischen ehemaligen Todfeinden ist möglich, wofür beispielhaft die "community of the cross of nails" steht.

Info zu Führungszeiten und Eintrittspreisen: www.unterwelten-nuernberg.de
Führungen täglich vom 02.01. – 08.01.2023,
sowie vom 13.01. – 15.01.2023 von 10 bis 17/18 Uhr zu jeder vollen Stunde.
Dauer der Führung: 75 Minuten.

Vereinsportrait:

Der Förderverein Nürnberger Felsengänge e.V. (Nürnberger Unterwelten) hat es sich seit seiner Gründung im Jahr 1994 zur Aufgabe gemacht hat, die historischen unterirdischen Anlagen der Stadt Nürnberg zu erforschen und zugänglich zu machen.
Ziel des Vereins ist die Erforschung, die Erweiterung der Kenntnisse sowie die Erhaltung der historischen unterirdischen Anlagen in Nürnberg. Zu seinen ehrenamtlichen Aufgaben gehört dabei die Erschließung dieser Baudenkmäler für die Öffentlichkeit. Der Verein hat derzeit rund 190 Mitglieder und diese sind in verschiedenen Abteilungen aktiv. Etwa 100 Mitglieder sind als ausgebildete Kellerführer oder in der Abteilung Bau & Technik tätig.
Die Mitglieder des Vereins führen durch den Historischen Kunstbunker, Wehr- und Geheimgänge der Bastionen, die Lochwasserleitung, Krebsgassenbunker, dem Bahnhofsbunker und die Lochgefängnisse.
Ergänzend zur Durchführung von öffentlichen Führungen durch die historischen unterirdischen Anlagen, hat sich der Verein zur Aufgabe gemacht, die Erarbeitung und Pflege von Dokumentationen, die Durchführung von Vorträgen und Ausstellungen, eine denkmalpflegerische Instandsetzung und Instandhaltung von Anlagenteilen sowie schriftliche Publikation von Arbeiten und Plänen über heimatkundliche Forschung. Dies erfolgt auch in enger Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und öffentlichen Einrichtungen. Durch die angebotenen Führungen wird das touristische Angebot der Stadt Nürnberg entsprechend aufgewertet.

Kontakt
Förderverein Nürnberger Felsengänge e.V - Nürnberger Unterwelten
Britta Keim
Albrecht-Dürer-Straße 21
90453 Nürnberg
Albrecht-Dürer-Straße 21
presse@unterwelten-nuernberg.de
www.unterwelten-nuernberg.de

Von: Britta Keim, Freitag, 16. Dezember 2022 - Aktualisiert am Mittwoch, 21. Dezember 2022

Weitere Seiten zum Thema:

Empfehlen Sie diesen Artikel:

Kommentar schreiben

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.