Spargelprinzessin bei Worzeldorfer Lebensmittelrettern

Worzeldorf - Theresa Bub referiert beim Begegnungsmenü über Kreislaufwirtschaft und Bio-Anbau auf dem Hof ihrer Eltern im Kammersteiner Ortsteil Oberreichenbach.

  • Der Lebensmittelretter-Vorstand Theo Deinlein (li.) und Monika Simon-Deinlein (re.) mit Theresa Bub.

    Der Lebensmittelretter-Vorstand Theo Deinlein (li.) und Monika Simon-Deinlein (re.) mit Theresa Bub.
    © Robert Schmitt

Es war gewissermaßen der Gegenbesuch. Theresa Bub aus Oberreichenbach hat auf dem Hof ihrer Eltern mittlerweile eine führende Stellung eingenommen. Die studierte Landwirtin leitet das Marketing und steuert gemeinsam mit ihrer Familie den Anbau. Unter dem Motto „Vom Baum direkt auf den Teller“ hat die 26-Jährige den Worzeldorfer Lebensmittelrettern erläutert, wie der „Bauernhof-Bub“ seit Jahren auf Kreislaufwirtschaft setzt, um Bio-Obst zu produzieren und zugleich die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten. Erst vor Kurzem hatte sich die Worzeldorfer Frauen-Union bei einem Besuch auf dem Bauernhof in Oberreichenbach selbst einen Eindruck von der Bub-Landwirtschaft verschafft.

Die amtierende Spargel-Prinzessin des Landkreises Roth begeisterte die Lebensmittelretter mit einem lebendigen Vortrag über nachhaltigen Obstanbau, Ernte-Logistik und die Kunst, möglichst wenig Lebensmittel zu verschwenden. Eine eigene Photovoltaikanlage sorgt dafür, dass der Hof nahezu energieautark arbeiten kann.

2012 war der Einstieg in den Bio-Obstanbau. Damals sind die ersten Bäume gepflanzt worden. „Mittlerweile wachsen 13 verschiedene Apfel- und drei verschiedene Birnensorten in unserem Bio-Obstgarten“, erklärt Theresa Bub. Ihre Familie sei den Schritt gegangen, „weil der Obstbau für uns gut in den Hof gepasst hat und für uns eine Umsetzung im Bioanbau kein Problem war“. Das funktioniere gut. „Aber man muss sich auch intensiv darum kümmern und das ganze Jahr über gibt es was zu tun.“ Die Nachwuchs-Landwirtin konnte ihre Gäste sogar von den Anbauergebnissen kosten lassen. Die Apfelsorten „Santana“, „Topaz“, „Dalinco“, „Elstar“ und die Birnensorte „Novembra“ überzeugten das Publikum.

Theresa Bub und ihre Familie stehen für Nachhaltigkeit in der Obstproduktion. Das bedeutet Schutz von Umwelt, Wasser und Boden, Wirtschaftlichkeit für den Betrieb durch faire Preise  sowie soziale Verantwortung und faire Arbeitsbedingungen. Durch entsprechende Arbeitsmethoden sei gewährleistet, dass man jeden Apfel vom Baum essen könne. Als Grundlagen für den Bioanbau zählte Bub jährliche Kontrolle mit Rückstandsmonitoring und Nachweisen, den Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz sowie die Düngung über organischen Mist auf. Die Ernte finde reif statt und die Äpfel seien schneller beim Verbraucher, was besseren Geschmack sowie mehr Nährstoffe und Vitamine garantiere. „Exakt dieser Geschmack, diese Qualität und das Wissen, wie gesund und regional so ein Apfel sein kann, sind in Vergessenheit geraten“, sagt Theresa Bub.

Von: Robert Schmitt (meier Redaktion), Dienstag, 09. Dezember 2025 - Aktualisiert am Montag, 02. März 2026
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