SPD-Kompetenzteam besuchte Sägerhof Schwanstetten

Schwanstetten - Kranken und pflegebedürftigen Menschen einen würdigen Lebensabend in der Heimatgemeinde zu ermöglichen, ist ein zentrales Thema einer immer älter werdenden Gesellschaft. Bürgermeister Robert Pfann besuchte deshalb mit seinem Kompetenzteam der SPD-Marktgemeinderatskandidat*innen die Seniorenbetreuung Wittmann im Sägerhof.

Geschäftsführer Florian Wittmann stellte das breit gefächerte Angebot für die Betreuung von älteren Menschen im Sägerhof vor. Neben den 92 betreuten Wohnungen umfasst das Leistungsangebot auch einen Pflegebereich mit 19 Pflegeappartements und eine rege in Anspruch genommene Tagespflege für 24 Gäste.

Herr Wittmann legte in seinen Ausführungen großen Wert darauf, dass eine Pflege bei Verschlechterung der  gesundheitlichen Situation auch weiterhin  in der  Heimatgemeinde vorgenommen werden könne, da der Verlust des sozialen Umfeldes, der beim Wechsel in eine andere Pflegeeinrichtung entstünde, zu einer erheblichen Belastung führe.

Mit dem Konzept der Pflegeappartements im Erdgeschoss des Seniorenhofes wird seit 2014 ein neuartiges Wohn- und Versorgungskonzept im Betreuten Wohnen angeboten: Es richtet sich speziell an Menschen mit einem mittleren und hohen Pflege- und Hilfebedarf ab Pflegegrad 3. Soweit dies gesundheitlich noch möglich ist,  stehen Selbstbestimmung und Eigenständigkeit der Bewohner im Vordergrund. Die Bewohner mieten ihre Räume in der Station und können je nach Bedarf Pflegeleistungen buchen.

Sehr gut angenommen wird auch die Tagespflege, die insgesamt 24 Menschen aus dem Ortsgebiet Schwanstetten und den umliegenden Gemeinden betreuen kann. Sehr beachtenswert ist das Angebot, das an allen Werktagen im Zeitraum von 8.00 bis 16.30 Uhr erbracht wird. Wichtig für das Wohlbefinden sind feste Rituale. So beginnt der Tag mit einem Frühstück, mit Zeitungslesen und Musik. Das Mittagessen wird gemeinsam vorbereitet und auch der Kuchen für den Nachmittag wird gemeinsam gebacken. Neben Ruhephasen werden Gymnastik, Singen und Spiele angeboten.

Die Kombination von  häuslicher Pflege und  Tagespflege bietet auch den pflegenden Angehörigen die Möglichkeit einer Entlastung. Die Angehörigen sind durch den vorgegebenen gesetzlichen Rahmen „ambulant vor stationär“ entsprechend stark in die Pflege eingebunden und können diese oftmals nur leisten, wenn tagsüber eine professionelle Unterstützung angeboten wird.

Angeregt wurde auch der Aspekt des Personalmangels diskutiert. Aufgrund fehlender Tarifbindungen verbunden mit entsprechend geringen Zahlungen durch die staatlichen Leistungsträger wird es immer schwieriger, gut ausgebildetes Personal zu finden und auch langfristig zu halten. Wünschenswert wäre also eine Tarifbindung, die in den Zahlungen der Kassen an die Pflegeeinrichtungen berücksichtigt wird.

Von: Dr. Axel Zessin (2. Vorstand), Donnerstag, 05. Dezember 2019 - Aktualisiert am Freitag, 06. Dezember 2019
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