Spiel- und Sportfest für Menschen mit Handicap

Roth - 400 Menschen mit Behinderung aus dem Landkreis und Schwabach trafen sich in Roth zu Sport mit viel Spaß. 20 Soldatinnen und Soldaten aus der Otto-Lilienthal-Kaserne haben zum Gelingen beigetragen.

  • Aufwärmen zum Auftakt.

    Aufwärmen zum Auftakt.
    © Robert Schmitt

  • Aufmarsch der Gruppen aus den verschiedenen Einrichtungen der Behindertenhilfe im Landkreis Roth.

    Aufmarsch der Gruppen aus den verschiedenen Einrichtungen der Behindertenhilfe im Landkreis Roth.
    © Robert Schmitt

  • Die Soldaten ließen es sich nicht nehmen, die Sportstätten selbst zu testen.

    Die Soldaten ließen es sich nicht nehmen, die Sportstätten selbst zu testen.
    © Robert Schmitt

  • Sportlerinnen und Sportler mit Betreuerinnen.

    Sportlerinnen und Sportler mit Betreuerinnen.
    © Robert Schmitt

  • Soldatin Saskia Greco als wegweisende Begleiterin beim 50-Meter-Lauf.

    Soldatin Saskia Greco als wegweisende Begleiterin beim 50-Meter-Lauf.
    © Robert Schmitt

  • Übungsleiterin Gudrun Öhler mit vollem Körpereinsatz.

    Übungsleiterin Gudrun Öhler mit vollem Körpereinsatz.
    © Robert Schmitt

  • Start zum 50-Meter-Sprint.

    Start zum 50-Meter-Sprint.
    © Robert Schmitt

  • Glückwünsche für eine gute Leistung.

    Glückwünsche für eine gute Leistung.
    © Robet Schmitt

  • Kreativer Abschluss des Aufwärmens: Sirtaki auf der Tartanbahn.

    Kreativer Abschluss des Aufwärmens: Sirtaki auf der Tartanbahn.
    © Robert Schmitt

  • Die Azubis der Sparkasse Mittelfranken-Süd gehörten zum Orga-Team.

    Die Azubis der Sparkasse Mittelfranken-Süd gehörten zum Orga-Team.
    © Robert Schmitt

  • Hauptmann Stefan Ballack (li.) und seine Truppe empfingen die Sportlerinnen und Sportler mit La Ola.

    Hauptmann Stefan Ballack (li.) und seine Truppe empfingen die Sportlerinnen und Sportler mit La Ola.
    © Robert Schmitt

  • Große Dynamik schickt die Deutschland-Kappe auf Reisen.

    Große Dynamik schickt die Deutschland-Kappe auf Reisen.
    © Robert Schmitt

  • Sprintduell.

    Sprintduell.
    © Robert Schmnitt

  • Auch die Rolli-Fahrer waren mit von der Partie.

    Auch die Rolli-Fahrer waren mit von der Partie.
    © Robert Schmitt

Als Gudrun Öhler ihr Podest auf der Tartanbahn bestiegen hat, um als Vorturnerin für das Aufwärmtraining zu agieren, hatten bereits alle 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Spiel- und Sportfests für Menschen mit Behinderung sowie die Reha-Sportgruppen ihre traditionell angestammten Plätze auf dem Fußballfeld der Kreissportanlage eingenommen. Mit ihren Visitenkarten.  „Regens-Wagner Zell“, „Lebenshilfe Schwabach-Roth“ oder „Auhof“ war auf den großen Namensschildern zu lesen.

Nicht nur die Menschen mit Handicap und die Rehasportler haben sich am Vorbereitungstraining beteiligt. Auch Kommunalpolitiker und die 20-köpfige Helfertruppe der Soldaten aus der Otto-Lilienthal-Kaserne sind in das Gymnastikprogramm eingestiegen. Neben Landrat Ben Schwarz waren mehrere Erste Bürgermeister und Bürgermeister aus den Gemeinden des Landkreises auf die Kreissportanlage gekommen, um dem Sportfest ihre Reverenz zu erweisen. Alle hatten sich mit den strahlend gelben T-Shirts samt buntem Logo aus den Lebenshilfe-Werkstätten eingekleidet.

Etwa zehn Minuten hat die Übungsleiterin der Reha-Sportgruppe Schwabach gezeigt, wie man sich am besten dehnt, lockert und die Muskeln vorbereitet, um den Sporttag verletzungsfrei zu genießen. Der Auftakt endete unerwartet, aber in großer Gemeinschaft. Kommunalpolitiker und Soldaten schlossen sich zu einem großen Kreis zusammen und tanzten Sirtaki.

Auch bei seiner 43. Auflage hatte das Sportfest also Überraschungen parat. Doch eines ist seit der Erstauflage 1981 gleich geblieben. „Wir gehen immer mit einem breiten Grinsen zurück in die Kaserne, weil wir hier soviel Herzlichkeit erleben“, beschrieb Hauptmann Stefan Ballack die Gefühle auf Seiten seiner Frauen und Männer. „20 Freiwillige habe ich immer schnell zusammen“, schilderte Ballack den jährlichen Rekrutierungsprozess vor dem Sportfest.

Soldatin Saskia Greco fungierte als Starterin beim 50-Meter-Lauf und musste dabei häufig die Leidenschaft der Sportlerinnen und Sportler dämpfen, um Frühstarts zu verhindern. Doch sie und ihre Kameraden beließen es nicht bei sachlicher Unterstützung. Greco absolvierte selbst die 50 Meter, um einen kleinen Jungen zu begleiten. An der Weitsprunganlage gratulierte ein Soldat zu besonders guten Leistungen und beim Kugelstoßen gab ein anderer Tipps zur Technik. Gudrun Öhler setzte ihren Einsatz als Übungsleiterin an der Wurfball-Station fort. Gewissermaßen erneut als Vorturnerin. Mit vollem Körpereinsatz zeigte sie, wie man den Ball so beschleunigt, dass er besonders weit fliegt.

Das Spiel- und Sportfest des Landkreises ist immer eine große Gemeinschaftsleitung. Neben zahlreichen Sponsoren, die Organisation, Aufbau und Ablauf finanziell erleichtern, und der Bundeswehr sind auch stets zahlreiche Ehrenamtliche verschiedener Organisationen im Einsatz. Auszubildende der Sparkasse und des Landratsamts sowie Sanitäter und eine Verpflegungseinheit des Roten Kreuzes waren am Samstag Mitglied des Teams. Ebenfalls jedes Jahr dabei ist der Kreisjugendring. Er sorgt für die Spielangebote wie Hüpfburg und Fitness-Parcours.

Von: Robert Schmitt (meier Redaktion), Sonntag, 27. Juli 2025 - Aktualisiert am Freitag, 26. September 2025
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