Spielt der Club bald in Roth?

Region - Für die Zeit der Bauarbeiten für Sanierung und Ausbau des Nürnberger Max-Morlock-Stadions braucht die Zweitliga-Fußballmannschaft des 1. FC Nürnberg ein Ersatzstadion. Der Rother Bürgermeister Andreas Buckreus hat dafür die Kreisstadt ins Spiel gebracht. Bis Ende des Jahres soll eine Entscheidung getroffen sein.

Roths Erster Bürgermeister Andreas Buckreus (SPD) hat während der jüngsten Stadtratssitzung einen Bericht darüber gegeben, wie er die Stadt Roth ins Spiel um die Standorte für ein Ersatzstadion des 1. FC Nürnberg gebracht hat. Das ehemalige Leoni-Gelände zwischen Bahnhof und Zentrum wäre dafür geeignet. Es umfasst knapp zehn Hektar und könnte neben der Spielstätte auch 2000 von knapp 5000 erforderlichen Parkplätzen aufnehmen. Ausgangspunkt war dabei eine Anfrage an den Nürnberger Bürgermeister Christian Vogel (SPD) als Stadionchef vor etwa einem halben Jahr. 

Antwort hat er darauf zwar keine erhalten, was offensichtlich auch mit der Tatsache zu tun hatte, dass Vogel wusste, dass er sein Amt aufgeben werde. Offensichtlich hat Genosse Vogel die Anfrage aber weitergeleitet. Denn Mitte März kamen Vertreter des 1. FC Nürnberg auf Buckreus zu, um über das Angebot zu sprechen. Nach jetzigem Stand könnte der Rother Stadtrat im November über das Baurecht für ein Ersatzstadion auf dem ehemaligen Leoni-Gelände beraten und beschließen. Es soll ein Fassungsvermögen von 25 500 Zusicherung haben.

Endgültig ist dann aber noch nichts. Denn der Nürnberger Stadtrat will im Dezember abstimmen, ob eine Fläche am Flughafen für ein Ersatzstadion geeignet wäre. „Erst danach könnte die Reise weitergehen und in einen Nutzungsvertrag mit dem Club münden“, erklärte der Erste Bürgermeister. Beteiligen könnte sich die Stadt Nürnberg ohnehin nicht an einem Bau in Roth. Investitionen aus dem Nürnberger Haushalt außerhalb der Stadtgrenzen verbietet das Gesetz. 

Unmittelbar nach dem Challenge kam es zu einem ersten Treffen im Landratsamt. Vertreter des Clubs, Landrat und Erster Bürgermeister jeweils mit kompetenter Begleitung sowie ein Jurist des Freistaats diskutierten über die Stadionansiedlung. Zentraler Punkt war die Frage, ob das baurechtlich überhaupt möglich ist. So ist eine Presseinformation und die anschließende Berichterstattung entstanden.

„Hauptprobleme sind der Lärmschutz und die Verkehrsanbindung“, erklärte Andreas Buckreus dem Stadtrat, fügte aber hinzu: „Ich sehe mehr Chancen als Risiken für Roth.“ Er habe beispielsweise bereits 380 Anfragen für Dauerkarten erhalten, sagte Buckreus mit Augenzwinkern. „Wenn wir immer Angst haben“, fügte der SPD-Politiker hinzu, „dürften wir nie etwas machen.“.

Von: Robert Schmitt meier Redaktion, Donnerstag, 30. Juli 2026 - Aktualisiert am Dienstag, 04. August 2026
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