Stadtmission Nürnberg bittet um Spenden für „Erste Hilfe gegen Armut“

Nürnberg - Notfonds hilft schnell und unbürokratisch

  • Bei der Sozialberatung (KASA) der Stadtmission Nürnberg haben die Mitarbeitenden stets ein offenes Ohr für die Sorgen der Menschen. Mit dem Notfonds helfen sie ihnen zudem schnell und unbürokratisch finanziell weiter.

    Bei der Sozialberatung (KASA) der Stadtmission Nürnberg haben die Mitarbeitenden stets ein offenes Ohr für die Sorgen der Menschen. Mit dem Notfonds helfen sie ihnen zudem schnell und unbürokratisch finanziell weiter.
    © Stadtmission Nürnberg/ Stephan Grumbach

Armut kennt kein Alter – diese Erfahrung machen die Mitarbeitenden der Stadtmission Nürnberg e.V. täglich. Vor allem Alleinerziehende und Rentner*innen suchen die unterschiedlichen Hilfsangebote des Sozialträgers vermehrt auf.

In der Ökumenischen Wärmestube, der Bahnhofsmission, bei der Sozialberatung (KASA) oder etwa den Ambulanten Erzieherischen Hilfen erhalten sie Unterstützung und erfahren menschliche Wärme. Für diese wichtige Arbeit bittet die Stadtmission Nürnberg nun in ihrem Weihnachts-Aufruf um Spenden.

„Armut ist weit mehr als nur materieller Mangel: Armut grenzt aus. Und Armut macht einsam“, weiß Kai Stähler, Vorstandsvorsitzender der Stadtmission Nürnberg e.V. Besonders deutlich wird dies in der Weihnachtszeit. Wem es am Nötigsten fehlt, für den sind die Feiertage oft nur eine weitere Herausforderung. Sei es, weil die spärliche Rente nicht zum Heizen der Wohnung reicht. Oder weil kein Geld da ist, um den Kindern eine Freude zu machen. Immer mehr Menschen kommen nicht über die Runden – trotz aller Anstrengungen.

Schock bei der Nebenkostenabrechnung und ein kaputtes Kinderbett
Eine von ihnen ist Yasmin. Als die Alleinerziehende mit ihrem sechsjährigen Sprößling in eine andere Wohnung umzieht, passiert es: Das Kinderbett geht zu Bruch – für die 36-Jährige eine Katastrophe. Als Mutter, die alles alleine stemmt, hat sie keinerlei Reserven für eine Neuanschaffung. Was tun? Hilfe erhält die junge Frau mit ihrem Kind bei der Sozialberatung der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit (KASA) der Stadtmission. Dort greift man auf den Notfonds „Erste Hilfe gegen Armut“ zurück und unterstützt Yasmin beim Kauf eines neuen Bettchens.

Auch Richard ist dankbar für jede Hilfe. Er lebt von einer kleinen Rente und bezieht Grundsicherung. Chronisch krank, ist er auf eine spezielle Ernährung angewiesen – lebenswichtig, aber teuer. Als die Nebenkostenabrechnung in den Briefkasten flattert, ist der Schock groß: Eine saftige Nachzahlung lässt den 73-Jährigen verzweifeln, er weiß nicht mehr weiter. Erst ein Besuch bei der Sozialberatung gibt ihm neue Hoffnung. Auch hier springt „Erste Hilfe gegen Armut“ unbürokratisch ein und hilft direkt.

„Mehr Teilhabe am Leben“
Es sind Geschichten wie diese, die zeigen, wie wichtig die Arbeit der Stadtmission ist. Dabei unterstützen die Ökumenische Wärmestube, die Bahnhofsmission, die Sozialberatung (KASA), die Hilfen für Menschen in Wohnungsnot und viele weitere Einrichtungen des Sozialträgers nicht nur finanziell. „Wir bieten den Menschen einen Platz in unserer Gesellschaft“, bringt es Kai Stähler auf den Punkt. „Und ermöglichen damit mehr Teilhabe am Leben, mehr soziale Kontakte, mehr gesunde Ernährung und mehr Bewegung.“

Um bedürftigen Menschen gerade in der Weihnachtszeit Hoffnung und Wärme spenden zu können, bittet die Stadtmission Nürnberg e.V. nun um Spenden für den Notfonds „Erste Hilfe gegen Armut“. Er dient dazu, finanzielle Notlagen schnell und niederschwellig überbrücken zu können. „Jeder Euro hilft“, betont Jochen Nußbaum von der Spenderbetreuung bei der Stadtmission und nennt Beispiele: „Mit 25 Euro bezuschussen wir etwa den Kauf von Windeln oder Babynahrung. 50 Euro helfen, um eine Stromsperre aufzuheben. Und mit 150 Euro können wir die jährliche Medikamentenzuzahlung eines chronisch kranken Menschen stemmen.“

Spendenkonto: Stadtmission Nürnberg e.V.
IBAN: DE71 5206 0410 1002 5075 01
BIC: GENODEF1EK1
Evangelische Bank eG
Stichwort: Armut 

Von: Alexander Reindl (Referent für Unternehmenskommunikation), Samstag, 22. November 2025 - Aktualisiert am Donnerstag, 27. November 2025

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