Sterbebegleitung aus vielen Blickwinkeln betrachtet

Schwarzenbruck, Rummelsberg - Ausbildungskurs für ehrenamtliche Hospizbegleitung in Rummelsberg erfolgreich abgeschlossen

  • © Foto: Englmeier-Deeg

Eigentlich hätte es ein Ausbildungskurs an vier Wochenenden werden sollen, bei dem die 16 Teilnehmerinnen anhand von Theorie und Übungsbeispielen die psychosoziale Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden und ihren Zugehörigen erlernen sollten. Doch der Lock Down anlässlich der Corona-Pandemie unterbrach jäh die Ausbildung. Glücklicherweise lockerten sich im Mai die Bestimmungen, so dass mit genügendem Abstand, mit Mund-Nasen-Schutz und dem dazugehörigen Hygienekonzept die Ausbildung fortgeführt werden konnte.

Was brauchen Sterbende? Was brauchen deren Nahestehende? Wie kann ich Menschen in dieser Situation einfühlsam begleiten? Wie schwierige Themen zur Sprache bringen? Was ist medizinisch zu beachten? Wann beginnt Sterben? Nicht zuletzt: Was ist erlaubt und was regelt eine Patientenverfügung? Alle diese Fragestellungen wollten beantwortet werden. Besonders wertvoll erlebten die Kursteilnehmerinnen dabei, dass die Referentinnen und Referenten nicht nur theoretisches Wissen vermittelten, sondern auch persönliche Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle zum jeweiligen Thema zuließen. In der abschließenden Kursauswertung formulierten die Kursabsolventinnen ihre neu erlernten Kompetenzen und bedankten sich beim Ausbildungsteam für die Herzlichkeit und die hohe Fachkompetenz, die dem Ausbildungskonzept zugrunde liegt.

Zum Abschluss der Ausbildung gratulierte ihnen die Vorsitzende des Vereins Rummelsberger Hospizarbeit Karina Englmeier-Deeg zu ihrer erfolgreichen Ausbildung und ihrem Durchhaltevermögen und überreichte die Zertifikate sowie eine Rose. Sie freue sich über die positiven Rückmeldungen, trotz der Herausforderungen durch den Lock Down und hoffe darauf, dass die Absolventinnen Lust bekommen hätten sich ehrenamtlich in der Hospizbewegung zu engagieren. Weiter dankte sie den Kursleiterinnen Johanna Büsch und Margot Selz-Eisenhut, sowie den Hospizkoordinatorinnen Karin Hacker Heidi Stahl und Johannes Deyerl für ihre engagierte Kursleitung und überreichte ebenfalls eine Rose.

Seit nunmehr 20 Jahren bietet der Verein Rummelsberger Hospizarbeit die Ausbildung zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung an. Rund 250 Personen haben in diesem Zeitraum die Ausbildung besucht. Rund 60 Personen engagieren sich davon zurzeit ehrenamtlich in der Begleitung von Schwerstkranken und deren Nahestehenden. Der nächste Kurs findet in diesem Herbst 2020 in Nürnberg und Anfang 2021 in Rummelsberg statt. Weitere Informationen gibt es dazu auf der Internetseite www.hospizverein-rummelsberg.de.

Karina Englmeier-Deeg

Von: Erhard Spiegel (Öffentlichkeitsarbeit), Donnerstag, 13. August 2020 - Aktualisiert am Donnerstag, 03. September 2020
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Verein Rummelsberger Hospizarbeit mit Begleitung Trauernder« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/hospizverein-rummelsberg
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