Stromtrasse P53 nicht verschieben, sondern verhindern

Landkreis Roth - Der Vorsitzende der mittelfränkischen FDP und Stadtratsmitglied Axel Rötschke, besuchte in Büchenbach die Sprecherinnen und Sprecher der Bürgerinitiativen der Südtrasse der Juraleitung P53 und die Bürgermeister der Gemeinden Rohr, Kammerstein, Büchenbach und Schwanstetten. Rötschke war sich mit den Sprechern und den Bürgermeistern darin einig, dass die Juraleitung nicht verschoben, sondern verhindert werden muss.

  • Der Mitarbeiter der FDP-Bundestagsabgeordneten Dassler, Axel Röschke (Mitte vorne) traf sich mit den Bürgermeistern und Vertretern der Bürgerinitiativen der Südtrasse vor und im Büchenbacher Rathaus.  Zur Erinnerung erhielt er ein Honigglas mit der Aufschrift: „Örtlich erzeugter Honig wie örtlich erzeugte und verteilte Energie aus Büchenbach“.

    Der Mitarbeiter der FDP-Bundestagsabgeordneten Dassler, Axel Röschke (Mitte vorne) traf sich mit den Bürgermeistern und Vertretern der Bürgerinitiativen der Südtrasse vor und im Büchenbacher Rathaus. Zur Erinnerung erhielt er ein Honigglas mit der Aufschrift: „Örtlich erzeugter Honig wie örtlich erzeugte und verteilte Energie aus Büchenbach“.

  • Der Sprecher der Büchenbacher BI, Wolfgang Schmid, im Gespräch mit Dörte Hamann (Sprecherin von 31 Bürgerinitiativen entlang der Juraleitung und über 100 BIs in Deutschland), Axel Rötschke (Mitarbeiter der Bundestagsabgeordneten Britta Dassler und mittelfränkischer FDP-Bezirksvorsitzender) und Helmut Bauz (Büchenbachs Bürgermeister) (v.l.n.r.).

    Der Sprecher der Büchenbacher BI, Wolfgang Schmid, im Gespräch mit Dörte Hamann (Sprecherin von 31 Bürgerinitiativen entlang der Juraleitung und über 100 BIs in Deutschland), Axel Rötschke (Mitarbeiter der Bundestagsabgeordneten Britta Dassler und mittelfränkischer FDP-Bezirksvorsitzender) und Helmut Bauz (Büchenbachs Bürgermeister) (v.l.n.r.).

Der Sprecher der Büchenbacher Bürgerinitiative, NEIN zur P53 Südtrasse, Wolfgang Schmid, begrüßte Axel Rötschke auch als Büroleiter der leider verhinderten FDP-Bundestagsabgeordneten Britta Dassler aus Herzogenaurach. Auch die anderen Bundestagsabgeordneten, die den Bundestagswahlkreis Roth vertreten, seien eingeladen worden.

Büchenbachs Bürgermeister Helmut Bauz hieß die Bürgermeister Robert Pfann aus Schwanstetten, Wolfram Göll aus Kammerstein und Erwin Dürr aus Rohr willkommen. Jürgen Spahl, Rednitzhembach war leider dienstlich verhindert. Bauz brachte deutlich zum Ausdruck, dass er und die anderen Bürgermeister den geplanten Ersatzneubau der 380-kV-Juraleitung P53 komplett ablehnen. Bauz: „Es ist nicht nachgewiesen, dass die Leitung für die Stromversorgung benötigt wird. In Zeiten der sich immer mehr verstärkenden Klimakrise ist es nicht hinnehmbar, nicht benötigte Stromtrassen zu bauen, und dadurch auch in Büchenbach und den benachbarten Gemeinden die Natur in großem Maße zu zerstören und Menschen zu gefährden.“ Das kommunale Selbstverwaltungsrecht gestatte es den Gemeinden, selbst über die kommunale Selbstversorgung zu entscheiden, und dieses Recht nehme Büchenbach wahr. Bauz: „Die Übertragungsnetzbetreiber bekommen mit dem Trassenbau eine beste Kapitalanlagemöglichkeit von 6,91 %. Diese müssen die Bürger über das ständig steigende Netznutzungsentgelt bezahlen.“

Dörte Hamann vertrat die inzwischen 31 Bürgerinitiativen vom Aktionsbündnis gegen den Ersatzneubau der P53, welche die Juraleitung grundsätzlich ablehnen und im Gegensatz zur Allianz-P53 nicht nur verschieben wollen. Hamann: „Die auch für die Juraleitung laut Energiewirtschaftsgesetz erforderliche Kosten-Nutzen-Analyse wurde rechtswidrig nicht durchgeführt. Die großen Netze sollen dem europaweiten Stromhandel dienen und die jetzt in Polen und den Niederlanden geplanten Atomkraftwerke zeigen, dass der Trassenbau dem Transport von Atomstrom dienen soll. Die immer größer werdende Zahl an Bürgerinitiativen und die wachsende Zahl engagierter Bürger in diesen Initiativen zeigen, dass der grundsätzliche Widerstand gegen die Trassen immer größer wird.“

Axel Rötschke berichtete davon, dass er mit dem mittelfränkischen FDP-Bezirksvorstand die N-ERGIE besucht habe: „Die geplante Höchstspannungsleitung ist in Zeiten der regionalen Anstrengungen zur Energiewende nicht zielführend. Wir sollten für die Stromversorgung innovative Ansätze wie Power-to-X und mehr Wettbewerb nutzen. Die kommunalen Stadtwerke sollten gestärkt werden.“

Einen Paradigmenwechsel forderte auch der Vertreter des Energiebündels Roth-Schwabach, Hermann Lorenz: „Die Speichertechnik wird sehr wichtig. Sektorenkopplung ist die Zukunft.“ Es gelte, mit der Energiewende die regionale Wirtschaft zu stärken. Dem pflichteten die Vertreter der BI Kammerstein/Oberreichenbach, Lina Hummel und Detlef Wagner, bei. Sie wenden sich gegen den massiven Eingriff in unsere Natur und Landschaft und gegen eine Transferleitung für europäischen Kohle- und Atomstrom. Sie plädieren stattdessen für den Zubau von regionalem Strom aus Erneuerbaren Energien, regionale Wertschöpfung und die Förderung von Stromspeichern und neuen Technologien.

Herr Rötschke wird für die BIs den Kontakt zu den Fachleuten der FDP-Bundestagsfraktion herstellen. Als Mitarbeiter der FDP-Bundestagsabgeordneten Britta Dassler bot Herr Rötschke den Bürgerinitiativen an, sich für eine schriftliche Anfrage im Bundestag durch Frau Dassler einzusetzen. Auch stellte er eine Videokonferenz mit der BI und den Bürgermeistern in Aussicht.

Bürgermeister Göll will sich nochmals um einen Termin mit dem CSU-Bundestagsabgeordneten Frieser bemühen, Herr Pfann um einen Termin mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Stamm-Fibich oder dem Bundestagsabgeordneten Carsten Träger.

Als Stadtratsmitglied teilte Axel Rötschke den BI-Sprechern und den Bürgermeistern mit, dass die FDP-Stadtratsgruppe im Schwabacher Stadtrat gegen alle P53-Trassenvarianten stimmen werde, und dass er erwarte, dass auch der gesamte Schwabacher Stadtrat so handeln wird.

Von: Wolfgang Schmid (Sprecher der BI), Mittwoch, 30. September 2020 - Aktualisiert am Donnerstag, 01. Oktober 2020
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Bürgerinitiative Büchenbach - NEIN zur P53-Südtrasse« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/bi-buechenbach

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