„Tag der offenen Gartentür“ lockte viele Besucher an

Schwanstetten - Trotz hochsommerlicher Temperaturen machten sich viele Besucher auf den Weg, um die drei Gärten im Schwanstettener Ortsteil Schwand zu besuchen, die ihre Türen an diesem Tag für Gartenfreunde aus nah und fern geöffnet hatten.

  • Kaffeepause am Dorfplatz in Furth

    Kaffeepause am Dorfplatz in Furth
    © Karin Kleinlein

  • Der Hausgarten der Familie Künzelmann.

    Der Hausgarten der Familie Künzelmann.
    © Karin Kleinlein

  • Helmut Dörners Seerosengarten

    Helmut Dörners Seerosengarten
    © Karin Kleinlein

  • Einladender Vorgarten der "Obermühle"

    Einladender Vorgarten der "Obermühle"
    © Karin Kleinlein

Die Auswahl der Gärten war schon deshalb interessant, weil sich jeder Garten in Art und Gestaltung völlig vom anderen unterschied. Da gab es den Hausgarten der Familie Künzelmann, ein auf zwei Ebenen angelegtes Areal, das die Besucher vor allem aufgrund der reich blühenden Stauden, eines Bereichs mit Nutzpflanzen sowie einer Terrassenanlage mit integriertem Wasserlauf, der sich stufenweise in die untere Gartenebene fortsetzt, beeindruckte. Der Garten ist ein Beispiel dafür, dass sich Pflegeleichtigkeit und Attraktivität nicht gegenseitig ausschließen müssen.

Der eindrucksvolle Vorgarten der Familie Könicke im denkmalgeschützten Ensemble der „Obermühle“, der früheren „Muskatmühle“, besticht durch seine streng geometrische Gliederung im Stil des Barock. Hier waren unter anderem Stauden sowie unterschiedliche mediterrane Kübelpflanzen zu bewundern. Nur zu verständlich, dass der Lieblingsplatz der Besitzer die schattige Terrasse auf der Rückseite des Hauses ist, an deren Seite sich der Werkkanal an einem kleinen Wehr nach unten ergießt. In einem Nebengebäude konnten die Besucher etwas über die Geschichte der „Obermühle“ erfahren und großformatige Fotoarbeiten von Gerhard Rotheneichner, unter anderem mit Motiven von dem Anwesen, betrachten.

Der dritte Garten, der Seerosengarten von Helmut Dörner, am Ende des Unteren Lohwegs gelegen, war allein schon wegen seiner Größe und Besonderheit ein Besuchermagnet. Neben mehr als 300 Seerosenarten bietet die Anlage beispielsweise auch einen Steingarten mit Pflanzen aus dem alpinen Raum sowie ein Moorbeet mit fleischfressenden Pflanzen. Unter schattenspendenden Bäumen konnten die Besucher verweilen und sich mit Getränken erfrischen. Am Nachmittag sorgten Tanzgruppen des FC Schwand für die Unterhaltung der Gäste. Auch die amtierende Seerosenkönigin Larissa I. beehrte die Veranstaltung mit ihrem Besuch.

Als Zugabe, gewissermaßen außer Konkurrenz, wurde in Furth eine Führung rund um den Ort angeboten. Karlheinz Raab informierte dabei über dort heimische Pflanzen, die Holzkohlenherstellung und den „Ort der Stille“. Am Dorfplatz warteten Kaffee und Kuchen auf die Gäste.

Veranstalter des „Tags der offenen Gartentür“ in Schwanstetten war der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Roth-Schwabach zusammen mit der Kreisfachberaterin des Landkreises, Renate Haberacker. Der Obst- und Gartenbauverein Schwanstetten hatte sich an der Vorbereitung beteiligt. Der “Tag der offenen Gartentür” findet bayernweit seit 2000 statt. In Mittelfranken gibt es die Veranstaltung bereits seit 1998. Da Helmut Dörners Seerosengarten Bestandteil des „Tags der Offenen Gartentür“ war, entschloss sich der Obst- und Gartenbauverein, in diesem Jahr kein gesondertes „Seerosenfest“ zu veranstalten.

Von: Wilhelm Kleinlein (2. Vorstand), Dienstag, 09. Juli 2019 - Aktualisiert am Mittwoch, 10. Juli 2019
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Obst- und Gartenbauverein Schwanstetten e.V.« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/ogv-schwanstetten
Empfehlen Sie diesen Artikel:

Kommentar schreiben

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.