Tipps zum Gebrauchtwagenkauf

Region - Millionen Deutsche kaufen jedes Jahr einen Gebrauchtwagen. Die Käufe reichen vom billigen ersten Auto für den Enkel bis zur großen Limousine mit nur wenigen Kilometern für den Betrieb.

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Viele Privatleute und Geschäftsleute nutzen den hohen Wertverlust der Fahrzeuge in den anfänglichen 12 bis 24 Betriebsmonaten durch den Kauf eines jungen Gebrauchtwagens zum Schnäppchenpreis. So werden Traumautos plötzlich erschwinglich. Besonders hoch ist der Wertverlust bei Fahrzeugen der oberen Mittelklasse und bei einigen Luxusfahrzeugen.

Entscheidung über den gesuchten Wagentyp

Am Anfang steht die Entscheidung über den gesuchten Wagentyp und ein Budget für Kauf oder Finanzierung. Der Käufer sollte sich eine gewisse Flexibilität hinsichtlich der Details erhalten, um so besser auf attraktive Angebote eingehen zu können. Wer bereit ist, neben den großen Automarken auch einmal einen Exoten zu beachten, kann oft echte Schnäppchen machen. Beim ADAC gibt es Informationen hinsichtlich der Pannenanfälligkeit, der Preise und der besonders zu beachtenden Punkten beim Kauf vieler Modelle. Falls das aktuelle Budget nicht reicht, sind Finanzierung durch Kredit oder das Leasing auch beim Gebrauchtwagenkauf möglich.

Wo den Gebrauchtwagen kaufen?

Gebrauchtwagen gibt es beim nächstgelegenen Autohaus oder Gebrauchtwagenhändler, auf zahlreichen Verkaufsplattformen im Internet oder über eine Suchanzeige. Gebrauchtwagen, die im Autohaus gekauft werden, sind meist etwas teurer als von Privatleuten erworbene Gebrauchtwagen. Viele Autohäuser handeln nicht nur Wagen der eigenen, sondern auch andere Marken. Dafür hat der vom Händler gekaufte Pkw allerdings einige wichtige Vorteile:

• Der Wagen wurde auf seine Funktionsfähigkeit vom Händler im Detail gecheckt.

• Oftmals ist eine Garantie für den Gebrauchten möglich.

• Die Hauptuntersuchung und die Abgasuntersuchung sind meist auf dem neuesten Stand.

• Das Autohaus nimmt auf Wunsch das alte Fahrzeug in Zahlung.

• Die Haftung für Sachmängel ist gesetzlich besser geregelt als beim Privatkauf.

• Viele Autohäuser vermitteln Finanzierung und Leasing.

In der Summe wiegen diese Vorteile schwer. Hinzu kommt, dass bei Kauf im Autohaus dieses für die laufende Betreuung und den Service bereitsteht. Gute Treffer können bei Leasingrückläufern gelandet werden. Andererseits haben Gebrauchtwagenhändler den Vorteil, dass die Preise hier zwischen denen im Autohaus und den Privatkauf liegen. Der Vorteil bei der Suche über das Internet ist, dass dort das größte Angebot bereitsteht und direkt Preisvergleiche durchgeführt werden können. Da viele Autohäuser und Händler auch im Internet inserieren, kann die Internetsuche mit dem Kauf beim Händler kombiniert werden. Beim Privatkauf erhalten Sie die günstigsten Preise, aber Sie müssen sich voll auf das verlasen, was Sie sehen.

Das sollte besonders beachtet werden

Achten Sie beim Gebrauchtwagen auf die Reifen, damit nicht gleich eine große Anschaffung auf Sie zukommt. Ein Blick unter die Motorhaube lässt gut Rückschlüsse auf den Pflegezustand des Autos zu. Der Motorraum wird von flüchtigen Fahrern oft vernachlässigt. Es sollte systematisch nach Roststellen besonders unter dem Fahrzeug gesucht werden. Zwei Jahre bis zur Hauptuntersuchung sollten gegeben sein.

Mängelhaftung beim Gebrauchtwagen

Beim Gebrauchtwagenkauf sollte ein Vertrag abgeschlossen werden. Wird beim Händler gekauft, wird dieser einen Mustervertrag vorgeben. Für den Kauf vom Privat können beim ADAC geprüfte Musterverträge heruntergeladen werden. Privatleute dürfen beim Verkauf jede Haftung für Sachmängel ausschließen, Händler dürfen das nicht. Normaler Verschleiß ist kein Sachmangel.

Von: René Quacken, Dienstag, 11. Februar 2020 - Aktualisiert am Dienstag, 18. Februar 2020
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