Tourist-Info unterwegs
Stadt Roth - Mit vierundzwanzig Messe- und Veranstaltungsauftritten in ganz Deutschland will das Team der Tourist-Information der Stadt Roth auch 2026 die Bekanntheit der Kreisstadt im Fränkischen Seenland weiter steigern.
Das Einsatzgebiet der städtischen Tourist-Info ist vielfältig: Von großen Reisemessen wie der CMT in Stuttgart oder der Reisen & Caravan in Erfurt bis hin zu regionalen Events wie der Fahrradmesse in Herzogenaurach oder städtischen Veranstaltungen in Roth. Meist präsentiert sich die Stadt dabei gemeinsam mit dem Landratsamt Roth oder dem Tourismusverband Fränkisches Seenland bzw. im Rahmen von Freizeitmeilen der Europäischen Metropolregion Nürnberg.
Anke Freiman, Leiterin der Tourist-Information, teilt Informationen über Ziele, Herausforderungen und die Bedeutung der Messearbeit.
24 Messe- und Veranstaltungsauftritte – das klingt nach einem intensiven Jahr. Warum ist diese Präsenz so wichtig?
„Unsere Stadt hat unglaublich viel zu bieten! Wir sind sozusagen das Tor zum Fränkischen Seenland und haben eine wunderschöne Natur mit tollen Wander- und Fahrradwegen. Außerdem haben wir die historische Altstadt von Roth und natürlich unser Wahrzeichen, das Museum Schloss Ratibor, das wechselnde Themen-Ausstellungen und mit Schlossgespenst Johann auch einiges für Kinder zu bieten hat. Viele Menschen kennen das Fränkische Seenland, aber nicht unbedingt unsere Stadt als Ausgangspunkt für Ausflüge, Kultur und Freizeit. Auf großen Messen erreichen wir ein Publikum, das aktiv nach Urlaubszielen sucht. Dort können wir Interesse wecken, Fragen beantworten und unsere Stadt als attraktives Reiseziel positionieren. Der direkte Kontakt mit den Menschen auf den Messen ist unglaublich wertvoll.“
Welche Rolle spielen die großen überregionalen Messen wie die CMT in Stuttgart?
„Diese Messen sind für uns echte Reichweiten-Booster. Die CMT in Stuttgart ist eine der größten Publikumsreisemessen Europas. Dort treffen wir auf Menschen, die offen für neue Reiseideen sind. Unser Ziel ist es, unsere Stadt als sympathisches, naturnahes und kulturell spannendes Ausflugsziel zu präsentieren. Viele Besucher*innen sind überrascht, wie viel Unterschiedliches man bei uns erleben kann – genau diesen Effekt wollen wir nutzen.“
Wie unterscheiden sich regionale und lokale Veranstaltungen von den großen Messen?
„Regionale Events wie die kürzlich stattgefundene „Infobörse“ des Tourismusverbands Fränkisches Seenland in Georgensgmünd sind für uns besonders wertvoll, da wir dort Menschen erreichen, die bereits in der Nähe wohnen und für Tagesausflüge oder Kurzurlaube offen sind. Bei der Infobörse werden zudem auch explizit die Vermieter*innen von Ferienunterkünften des Seenlandes angesprochen, die sich vor Ort mit den aktuellen Informationen für ihre Gäste versorgen. Die Auftritte in unserer eigenen Stadt dienen hingegen einem ganz anderen Zweck: Hier geht es um Bürgernähe. Wir informieren über aktuelle Führungen, neue Angebote und bevorstehende Veranstaltungen und stehen im direkten Austausch mit den Menschen, die hier leben. Uns als Tourist-Info ist es wichtig, zu zeigen, dass wir für alle da sind – nicht nur für Gäste.“
Was sind die größten Herausforderungen bei so vielen Messeauftritten?
„Die Logistik hinter dem eigentlichen Messeauftritt ist nicht zu unterschätzen: Material, Standgestaltung, Personalplanung – das muss alles sitzen. Gleichzeitig wollen wir überall mit der gleichen Qualität auftreten. Aber unser kleines Team ist sehr engagiert und wir haben über die Jahre viel Erfahrung gesammelt, wie wir die Arbeiten optimieren und packen einfach auch gemeinsam an, wenn es erforderlich ist. Am Ende lohnt sich der Aufwand, weil wir sehen, wie positiv die Menschen auf unsere Stadt reagieren.“
Welche Botschaft möchten Sie mit Ihrer Messepräsenz vermitteln?
„Wir möchten zeigen, dass Roth ein Ort ist, an dem man Natur, Kultur und Lebensqualität auf besondere Weise verbinden kann. Ob ein Spaziergang durch die Altstadt, ein Besuch im Museum Schloss Ratibor oder ein Tag am Rothsee oder einem der anderen Seen im Umfeld – wir bieten Vielfalt und möchten Menschen einladen, das selbst zu entdecken.“
Was wünschen Sie sich für das Messejahr 2026?
„Ich wünsche mir viele gute Gespräche, neugierige Besucher*innen und natürlich, dass wir noch mehr Menschen für unsere Stadt begeistern können. Wenn am Ende des Jahres mehr Gäste kommen, mehr Bürger*innen unsere Angebote nutzen und unsere Stadt noch sichtbarer geworden ist, dann haben wir unser Ziel erreicht.“
Im April ist die Tourist-Info vor allem in Roth präsent: Am Drahtziehertag im Schloss Ratibor am Sonntag, 12. April, am 18. und 19. April bei „Rund ums Rad“ im Stadtgarten sowie auf dem Neubürger-Empfang am 21. April. Vor allem bei Letzterem will man Freiman zufolge die Chance nutzen, neuen Bürger*innen direkt die Vielfalt unserer Veranstaltungen und Führungen näherzubringen „damit sie sich gleich angekommen fühlen und Teil unserer Gemeinschaft werden können.“
