Unser Boden – unsere Lebensgrundlage

Region - Was wir mit Füßen treten, ist unsere Lebensgrundlage, ist weltweit Mangelware, ist eine eigene Lebenswelt, ist auch heute noch voller Geheimnisse. Unser Boden ist Grundlage für unsere Ernährung, ein gesunder Boden ist elementar für gutes Pflanzenwachstum.

  • © Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth-Weißenburg i.Bay.

Im Frühjahr kann sehr viel für einen gesunden Boden getan werden, denn die Pflanzenwurzeln benötigen eine stabile und intakte Bodenstruktur. Eine pflegliche Bodenbehandlung ist deshalb ein wichtiger Baustein für ein gesundes Pflanzenwachstum.

Es beginnt bereits damit, dass Beete erst bearbeitet werden sollten, wenn es die Bodenfeuchte erlaubt. Damit kann einer Bodenverdichtung vorgebeugt werden. Im Frühjahr, erfolgt die Bodenlockerung mit der Grabgabel oder dem Krail. Wurde im Herbst eine Gründüngung ausgebracht, so wird sie abgemäht und eingearbeitet. Ist die Grünmasse sehr üppig, kommt ein Teil auf den Kompost und wird so wieder in den Stoffkreislauf des Gartens gebracht.

Das Frühjahr ist der ideale Zeitpunkt um Kompost auf die Beete zu bringen. Er ist Nährstofflieferant und Bodenverbesserer zugleich, da er mit seiner organischen Substanz das Bodenleben aktiviert und dem Boden Humus zuführt. Folglich wird der Boden so auf die Dauer lockerer und fruchtbarer.
Empfehlenswert sind jährlich drei Liter Kompost pro Quadratmeter. Dazu den Kompost verteilen und mit dem Spaten oder der Grabegabel einarbeiten. So wird Kompost für die Wurzeln verfügbar und der Bedarf an Grundnährstoffen wie Phosphor, Kali, Magnesium und Spurenelementen für die meisten Gartenpflanzen gedeckt. Stickstoff wird nur nach Bedarf ergänzt. Die Kompostausbringung sollte nicht nur im Gemüsegarten erfolgen, sondern auch unter Gehölzen und in den Staudenbeeten.
Sind die Nährstoffgehalte des Bodens durch eine Bodenprobe bekannt und keine Überdüngung vorliegt, kann auch mehr Kompost verwendet werden, etwa fünf bis zehn Liter je Quadratmeter.

Um eine ausgewogene Nährstoffversorgung zu gewährleisten, ist es sinnvoll alle 4 bis 5 Jahre eine Bodenprobe durchzuführen. Der ideale Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr vor der ersten Düngergabe oder Kompostausbringung. Sie gibt Auskunft über Boden und Nährstoffgehalt. Einen Infotext und eine Anleitung zum Ziehen einer Bodenprobe findet sich auf der Homepage der Bayerischen Gartenakademie Stichwort: „Bodenuntersuchung und Bodenprobe“.

Ist unser Gartenboden mit Humus gut versorgt, von der Bodenstruktur luftig-locker, krümelig und reich belebt, steht einem gesunden Pflanzenwachstum nichts mehr im Wege.

Weitere Informationen zum Bereich „Nachhaltig handeln im Haushalt“ finden Sie auf der Homepage des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth-Weißenburg i. Bay. unter
www.aelf-rw.bayern.de
sowie auf der Homepage des Kompetenzzentrums Hauswirtschaft unter www.meier-magazin.de/link/204  (Weiterleitung auf stmelf.bayern.de)

Von: Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth-Weißenburg i.Bay., Freitag, 01. April 2022

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