Unterstützung beim Lernen durch gutes Feedback

Region - Aktuell beschäftigen sich viele Eltern schulpflichtiger Kinder mit Themen rund um Hausaufgaben und Homeschooling. In Zeiten in welchen von jetzt auf gleich der Unterricht nach Hause verlegt werden könnte, keimt verständlicherweise die Frage auf: „Wie kann ich mein Kind dabei nicht nur sinnvoll, sondern auch für alle stressfrei unterstützen?“

Hand aufs Herz: Wer hat die Situation nicht schon erlebt, dass man nur helfen will und seinem Kind erklärt, wie die Aufgabe geht? Das Kind versteht es nicht und macht vielleicht immer wieder denselben Fehler, selbst wird man immer ungeduldiger. Jetzt hat man das doch schon so ausführlich erklärt! Und das Kind versteht es noch immer nicht! Und prompt fließen bei allen Beteiligten Tränen und es wird laut!

Zunächst lassen Sie mich sagen: Das ist menschlich. Und dennoch: Hausaufgaben und Lernen sollten nicht in Tränen und Frustration enden. Negative Bemerkungen machen das Kind nicht nur traurig und mutlos, sie sind auch nicht hilfreich beim Lernen. Letztendlich bewirken sie, dass das Kind eine negative Einstellung zum Lernen entwickelt.

Gutes Lernen beginnt mit gutem Feedback

Ein Kind kann aber auch nicht lernen, wenn es keine Rückmeldung darüber bekommt, ob es überhaupt auf dem richtigen Weg ist. Dabei ist es wichtig ihm nicht nur zu sagen ob etwas richtig oder falsch ist, sondern auch eine Hilfestellung zu geben wie es auf die richtige Spur kommt.

Ich kann dem Kind natürlich sagen, dass seine Antwort „Ameisen haben 8 Beine“ schlicht falsch ist. Das wird ihm aber wahrscheinlich nicht helfen auf die richtige Lösung zu kommen.

Wenn meine Rückmeldung aber lautet „Überleg doch nochmal kurz was für ein Tier eine Ameise ist. Weißt du, dass sie zu den Insekten gehört? Wie viele Beine haben Insekten? Wie viele Beine haben dann Ameisen?“, wird mein Kind sehr wahrscheinlich auch weiterhin motiviert lernen.

Ermunternde Rückmeldung motiviert

Mit solch einem motivierenden und hilfreichen Feedback, schaffen sie als Eltern ein gutes und stressfreies Lernklima ohne Tränen. Das Lernen wird vom Kind mit positiven Gefühlen verknüpft, so dass es eine nachhaltig positive Einstellung zum Lernen entwickeln kann.

Von: Cristina Méndez Rodríguez (Kinder- und Jugendcoach), Samstag, 12. Dezember 2020 - Aktualisiert am Dienstag, 22. Dezember 2020
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