Verein „Energiebündel Roth-Schwabach e.V. auf „Energiereise“ zum Speicherhersteller

Landkreis Roth & Stadt Schwabach - Mit drei Elektroautos – geladen mit Solarstrom – machten sich zehn interessierte und erfahrene Energiewender aus dem Verein Energiebündel Roth-Schwabach e. V. auf den Weg zum Batteriespeicher-Hersteller Fenecon in Iggensbach/Niederbayern. Organisiert wurde die Werksbesichtigung von Hermann Lorenz, einem der Gründer des Vereins. Ziel war es, einen Einblick in das aktuell stark diskutierte Thema „Stromspeicher“ zu bekommen und kennenzulernen, wo und wie sich ein deutscher Hersteller auf diesem heiß umkämpften (inter)nationalen Markt behaupten kann.

  • Reales Beispiel für das Online-Monitoring von Stromverbrauch und -erzeugung in einem Privathaushalt

    Reales Beispiel für das Online-Monitoring von Stromverbrauch und -erzeugung in einem Privathaushalt
    © Hermann Lorenz

Das Unternehmen Fenecon verfolgt nach eigenen Angaben die Strategie der „Energy Journey“, bei der sich die Kunden schrittweise in Richtung erneuerbarer Energien entwickeln können: von der Energieerzeugung (z.B. durch Photovoltaik mit Speicher) über Wärmepumpen für die Gebäudeheizung, bis hin zum Elektroauto. Die Energiemanagement-Architektur OpenEMS verbindet dabei verschiedene Komponenten wie Wärmepumpen, Wechselrichter, Wallboxen, Elektroautos, Heizstäbe und Energieversorger mit flexiblen Stromtarifen. Fenecon-Stromspeicher decken den Bedarf vom Privathaus bis zur Landwirtschaft und Industrie ab. Dies wurde anschaulich in einer Live-Präsentation von drei Anwendungsbeispielen gezeigt: die Energieversorgung eines Industrie-Unternehmens aus Weißenburg, die private Energieversorgung des Besuchsorganisators mit Photovoltaik, Speicher, Wärmepumpe und Elektroauto sowie ein landwirtschaftlicher Betrieb aus dem Knoblauchsland. Die Produktpalette von Fenecon umfasst Heimspeicher mit acht bis 40 Kilowattstunden, Gewerbespeicher mit 80 bis 200 Kilowattstunden und Industriespeicher bis 4000 Kilowattstunden. Die größeren Speicher werden in Containern auch als Quartierspeicher eingesetzt. Die Experten vom Energiebündel waren beeindruckt: „Von Heimspeichern bis Industrielösungen – Fenecon bietet Energiespeicher für alle Anwendungsbereiche. Und mit dem Fenecon Energie Management System (FEMS) hat der Kunde die Überwachung seiner gesamten Energieversorgung in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität im Blick.“

KI-gesteuerte Energiespeicher optimieren Solarstrom-Nutzung

Das Unternehmen beschäftigt aktuell rund 390 Mitarbeiter und arbeitet mit verschiedenen Vertriebspartnern zusammen. Während des Fertigungsrundgangs durch die Großspeicherfertigung wurde das Konzept der serviceorientierten Firma vorgestellt. Das Unternehmen legt nach eigenen Angaben Wert auf Partnerschaften und schnelle Problemlösung. Hermann Lorenz bewertete die Zusammenarbeit mit einem deutschen Unternehmen als vorteilhaft gegenüber langen Lieferketten bis nach Fernost. Dabei hilft auch, dass der Unternehmensgründer Franz-Josef Feilmeier regelmäßig in politischen Entscheidungsgremien in Berlin und München tätig ist. So kann sehr schnell auf Änderungen in den Energiegesetzen reagiert werden. Positiv gesehen wird auch, dass im „FEMS App Center“ viele Produkte anderer Hersteller integriert werden. So kann das mit KI gesteuerte FEMS die Einspeisung zur Solar-Mittagsspitze weitgehend vermeiden bzw. nachts zu Niedrigpreisen den Speicher aus dem Netz laden. Der Wetterbericht und das vermutliche Verbrauchsverhalten werden durch die KI ebenfalls mitberücksichtigt.

Gesell und Reichle sehen Netzdienlichkeit als Schlüssel zur Energiewende

Die Energiewende bietet nach Ansicht der Teilnehmer Wachstumspotential für die heimische Industrie und kann die Abhängigkeit von anderen Staaten und Energieträgern verringern. Diese Erkenntnis sollte sich in Europa und Deutschland weiter durchsetzen. Martin Gesell und Bernhard Reichle, die technisch versierten Vorstandsmitglieder des Energiebündel-Vereins, sehen vor allem in der Netzdienlichkeit und Speicher-Flexibilität die größten Herausforderungen zur Energiewende.

Weitere Informationen auf der (neu gestalteten!) Webseite des Vereins: www.energiebuendel-rh-sc.de oder unter mastodon.social/@EnergieB_Rh_SC

Von: Dr. Joachim Holz (1. Vorstand & Pressesprecher), Donnerstag, 26. März 2026 - Aktualisiert am Freitag, 27. März 2026
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Energiebündel Roth-Schwabach e.V.« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/energiebuendel-rh-sc
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