Verkehrswende ausgebremst? – Ortsinitiative zieht Zwischenbilanz

Wendelstein - Dazu lädt die Initiative „Bürger gestalten Wendelstein“ (IBgW) bei einer Veranstaltung am 13. November, 19.30 Uhr im Küblerhof in Röthenbach ein – und hofft auf eine rege Diskussion mit interessierten Bürgern und Parteienvertretern.

  • Nicht gerade ein Ort, der zum Verweilen einlädt – der tägliche Dauerstau im Wendelsteiner Altort. Verkehrswende sieht anders aus, findet die IBgW.

    Nicht gerade ein Ort, der zum Verweilen einlädt – der tägliche Dauerstau im Wendelsteiner Altort. Verkehrswende sieht anders aus, findet die IBgW.
    © Klaus Tscharnke

Die Bürger-Erwartungen waren riesengroß, die von Fachleuten unterbreiteten Vorschläge vielversprechend - die örtliche Verkehrswende schien in greifbare Nähe gerückt. Was ist inzwischen aus dem von unabhängigen Verkehrsplanern erstellten Wendelsteiner Verkehrskonzept geworden? Zeit für eine Zwischenbilanz.

Bereits im Jahr 2021 starteten die ersten Planungen für ein nachhaltiges und zukunftsweisendes Wendelsteiner Verkehrskonzept. Rund vier Jahre danach ist nach Ansicht der IBgW also Zeit, innezuhalten und eine erste Bilanz zu ziehen. Dazu lädt die Initiative „Bürger gestalten Wendelstein“ (IBgW) bei einer
                                 

                                   Veranstaltung am 13. November, 19.30 Uhr
                                           im Küblerhof in Röthenbach

ein – und hofft auf eine rege Diskussion mit interessierten Bürgern und Parteienvertretern.

Selbst die Planer rieben sich seinerzeit die Augen: Noch in keiner Gemeinde hatten sie so viele Menschen gezählt, die selbst für kürzeste Strecken von weniger als 500 Metern ins Auto stiegen wie in Wendelstein. Um das zu ändern, schlug das Münchner Planungsbüro ein ganzes Bündel an Verbesserungen vor. Inzwischen scheint die anfängliche Dynamik in Sachen Verkehrswende allerdings an Tempo zu verlieren.

IBgW-Verkehrsexperte Wolfgang Ermel hat sich die Entwicklung genau angeschaut und dabei wichtige Fragen gestellt: Was haben wir Wendelsteiner selbst in der Hand, um Wendelstein verkehrstechnisch lebenswerter machen? An welchen Stellschrauben müssen dazu die örtlichen Kommunalpolitiker drehen, um das weitere Anwachsen der Pkw-Flut zu bremsen? Und wie sind bisherige kommunalpolitische Maßnahmen zu beurteilen?

Denn eines ist für die IBgW klar: Ohne den Gestaltungswillen und den Mut der Gemeinderatsmehrheitsmehrheit von CSU und Freien Wählern drohen Verkehrswende und die örtliche Lebensqualität, insbesondere die von Fußgängern, Radfahrern und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, in Wendelstein buchstäblich unter die (Pkw-)Räder zu kommen. Verkehrswende sei weit mehr als Tempo 20 im Wendelsteiner Altort, betont die IbgW.

Von: Klaus Tscharnke, Sonntag, 12. Oktober 2025 - Aktualisiert am Donnerstag, 16. Oktober 2025
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Initiative „Bürger gestalten Wendelstein“« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/initiative-buerger-gestalten-wst

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