Verwandlung vom Fass zur Bar
Wendelstein - Achtklässler der Waldorfschule Wendelstein beweisen Kreativität und Geschick bei Projektarbeiten
Wendelstein, 10.2.2026 – Wochenlang planten und tüftelten Schülerinnen und Schüler der Freien Waldorfschule Wendelstein an ihrem persönlichen Projekt. Nun präsentierten die Achtklässler voller Stolz ihre Ergebnisse.
Die Achtklassarbeit ist ein zentrales pädagogisches Element der Waldorfschule. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten über mehrere Monate ein selbst gewähltes Thema, das gut zu ihren Interessen passt. Das sorgt für hohe Motivation und viel persönliches Engagement. Darüber hinaus hilft die Achtklassarbeit den Jugendlichen, ihre Fähigkeiten zu entdecken und zu entwickeln.
Diesmal schufen die Achtklässler aus Wendelstein unter anderem einen Schreibtisch, einen Kicker, ein Sitzkissen, ein Abendkleid, eine Tischlampe und Papier aus Efeublättern. Eine Schülerin beschaffte sich ein ausrangiertes 300-Liter-Rotweinfass und verwandelte es in eine urig-schicke Bar. Über mehrere Wochen hat die 14-Jährige das Holz geschliffen, einen Einlegeboden geformt, eine Türklappe herausgesägt, diese mit Scharnier und Schloss versehen, die eisernen Beschläge lackiert, das Holz geölt und zu guter Letzt eine LED-Innenbeleuchtung installiert. Nun steht die Fassbar zur Freude der Familie im Wohnzimmer, beherbergt diverse Getränkeflaschen und dient als stilvolle Abstellfläche für Gläser und Deko – ein typisches Beispiel für die Verbindung von Theorie und Praxis.
Zudem kombinieren die Jugendlichen ihre handwerkliche Tätigkeit mit einer schriftlichen Ausarbeitung. Dabei lernen sie nicht nur, selbstständig zu planen und dranzubleiben, sondern ihr Projekt auch strukturiert zu dokumentieren. Unterstützt werden sie dabei durch Lehrkräfte, die aber eher beratend als anleitend wirken.
In diesem Jahrgang entstanden an der Waldorfschule Wendelstein auch künstlerische und experimentelle Arbeiten, etwa ein selbst komponiertes Gitarrenstück, ein Musical, eine Abhandlung über Feminismus sowie Malerei im Stile von Leonardo da Vinci.
Ein wichtiger Bestandteil ist die abschließende Präsentation des Objekts und der Vorgehensweise vor Publikum. Dies stärkt Selbstvertrauen und Ausdrucksfähigkeit. Aber erst einmal erfordert es Mut. Spätestens nach dem letzten Applaus sieht man es den Jugendlichen an: Geschafft, stolz – und auch ein bisschen gewachsen.
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