Wärmepumpe contra Ölpreis-Schock – Nutzer berichten

Wendelstein - Die Öl- und Gaspreise gingen wegen des Irankrieges zuletzt durch die Decke. Ist eine Wärmepumpe da womöglich eine Alternative? Wendelsteiner berichten über ihre ganz persönlichen Erfahrungen- bei einer Veranstaltung der Initiative Bürger gestalten Wendelstein (IBgW).

  • Wärmepumpe der Familie Ermel

    Wärmepumpe der Familie Ermel
    © Klaus Tscharnke

Wendelstein – Es ist ein Krieg im fernen Iran – längst aber haben Lieferblockaden an der Straße von Hormus den Konflikt im Nahen Osten in viele Heizkeller getragen. Auch in Wendelstein. Wummert dort ein Öl- oder Gasbrenner drohen beim nächsten Tanken womöglich eine saftige Öl- oder Gasrechnung beziehungsweise Heizkostennachzahlung. Wohl dem der nicht mehr auf fossile Energien wie Öl und Gas angewiesen ist, mag da der oder die eine oder andere sagen. Keine Frage: Die sprunghaft gestiegenen Öl- und Gaspreise im Zug des Irankrieges haben der Wärmepumpe zu neuer Aktualität verholfen.

Vor allem in Neubauten sind sie längst Standard. Aber auch in Bestandsbauten halten sie als Alternative zu fossiler Energie zunehmend Einzug. Gut und schön! Aber wie ist das, wenn – wie in diesem Winter – die Nachttemperaturen auf minus 15 Grad absinken. Und wie hoch ist der Aufwand, von Öl oder Gas auf Wärmepumpen-Technik umzustellen? Und ist das überhaupt bezahlbar und wirtschaftlich?

Antworten auf diese und viele Fragen liefert eine Veranstaltung der Initiative „Bürger gestalten Wendelstein“ (IBgW) am 28. Dienstag, den April, 19.30 Uhr im Pfarrheim der Katholischen Kirche Wendelstein, Sperbersloher Straße. Wendelsteiner Bürger mit unterschiedlicher Wärmepumpen-System berichten dabei über ihre ganz persönlichen Erfahrungen bei der Umstellung auf das neue Heizsystem und stehen für Bürgerfragen zur Verfügung. 

Zu ihnen gehört neben Wolfgang Ermel aus dem Wendelsteiner Heuweg auch ein Wärmepumpen-Betreiber aus dem Otto-Hübner-Ring. Beide haben erst im Vorjahr ihre Heizungs-Systeme umgestellt und gerade den ersten kalten Winter mit Wärmepumpe hinter sich gebracht. Beide berichten aus dem Blickwinkel des Wärmepumpen-Laien über ihre Motive für die Umstellung, die Suche nach der geeigneten Firma und schließlich über die Montage. Bei Ermel kam noch die Montage einer Photovoltaik samt Stromspeicher hinzu.

Der Siemens-Ingenieur hat zudem penibel Buch geführt – und ist damit in der Lage, präzise Auskunft über die Wirtschaftlichkeit seiner Wärmepumpe in Kombination mit seiner Photovoltaik-Anlage zu geben. Trotz der ansehnlichen Investitionen sieht er, was die Amortisation seiner Heizungsumstellung angeht, bereits Licht am Ende des Tunnels. Was Öl- und Gastheizungsbesitzer verständlicherweise große Sorgen bereitet – der stark steigende Öl- und Gaspreis – spielt ihm und allen anderen Wärmepumpenbetreibern dabei natürlich kräftig in die Karten.

Von: Klaus Tscharnke (Sprecher der "meier-Alltagsradler), Mittwoch, 11. März 2026 - Aktualisiert am Montag, 20. April 2026
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