Warum ich Umwelt- und Mobilitätsbeauftragte geworden bin

Wendelstein - Ich bin Umwelt- und Mobilitätsbeauftragte aus Überzeugung – und aus Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen. Als dreifache Großmutter wünsche ich mir, dass meine Enkelkinder in einer lebens-werten, gesunden und naturnahen Umgebung aufwachsen können. Die Verbundenheit zur Natur begleitet mich schon mein ganzes Leben: Ich bewege mich gerne draußen, fahre leidenschaftlich Rad und setze mich mit Herzblut für die Belange der Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde ein. Genau daraus ist mein Engagement für dieses Amt gewachsen.

  • Elvira Kühnlein Umweltbeauftragte Gemeinderätin

    Elvira Kühnlein Umweltbeauftragte Gemeinderätin
    © Elvira Kühnlein

  • In Aktion - Mülleimerleerung gemeinsam mit Bauhof

    In Aktion - Mülleimerleerung gemeinsam mit Bauhof
    © Elvira Kühnlein

Umwelt- und Mobilitätsbeauftragte der Marktgemeinde Wendelstein

Im Jahr 2020 wurde ich vom Gemeinderat einstimmig zur Umweltbeauftragten der Marktgemeinde Wendelstein gewählt. Der Beginn meiner Amtszeit war durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie geprägt, sodass viele Vorhaben zunächst nur schrittweise umgesetzt werden konnten. Umso mehr freut es mich, dass es gelungen ist, das Amt nach und nach mit konkreten Aktionen, Projekten und klaren Zielen zu füllen.

Die Satzung beschreibt die Aufgabe der Umweltbeauftragten als die Wahrnehmung der Anliegen des Natur- und Umweltschutzes in der örtlichen Gemeinschaft – eine ebenso vielfältige wie anspruchsvolle Aufgabe. Innerhalb der Gemeindeverwaltung arbeite ich eng mit dem Bau-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsreferat sowie dem Bauhof zusammen. Gleichzeitig stehe ich im regelmäßigen Austausch mit Schulen, Kindergärten, Vereinen und Feuerwehren. Besonders wichtig ist mir der direkte Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern: Als Ansprechpartnerin für Umweltfragen habe ich stets ein offenes Ohr.

Viele Anfragen betreffen nachbarschaftliche Themen, etwa rund um Bäume, Laubfall oder Grenzfragen. In zahlreichen Fällen konnten wir gemeinsam tragfähige, nachhaltige und für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösungen finden – ein schönes Beispiel dafür, wie Dialog und gegenseitiges Verständnis wirken können.

Ein zentraler Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Optimierung und der Ausbau der gemeindlichen Radwege. Die Förderung des Radverkehrs ist ein wesentlicher Baustein der Mobilitätswende und ein kontinuierlicher Prozess innerhalb unserer Gemeinde. Als begeisterte Radfahrerin fahre ich die Radwege regelmäßig selbst ab, überprüfe Beschilderungen und identifiziere Problemstellen. Unterstützt werde ich dabei durch den Austausch mit der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommune (AGfK) sowie durch die Teilnahme an Fortbildungen. Besonders hervorheben möchte ich die konstruktive und engagierte Zusammenarbeit mit den meier-Alltagsradlern.

Großen Zuspruch erfährt auch die jährliche Müllsammelaktion, die meist im Frühjahr vor Beginn der Vegetationsperiode stattfindet. Jahr für Jahr beteiligen sich mehr Bürgerinnen und Bürger. Getreu dem Motto „Ein sauberer Ort hängt nicht von der Straßenreinigung ab, sondern von den Menschen“ zeigt sich hier das bürgerschaftliche Miteinander in besonders schöner Weise.

Sehr stolz bin ich auf unser soziales und nachhaltiges Spendenprojekt in der alten Waldhalle. Bürgerinnen und Bürger können dort gut erhaltene, nicht mehr benötigte Gegenstände – von Kleidung über Haushaltswaren bis hin zu Werkzeugen und Kindersachen – zur Weiterverwendung abgeben. Mit diesem Projekt unterstützen wir Menschen im gesamten Landkreis. Möglich ist dies nur durch den großartigen Einsatz vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer, denen mein besonderer Dank gilt. Ebenso danke ich der Gemeinde Wendelstein herzlich für die unentgeltliche Bereitstellung der Räumlichkeiten.

Als Umweltbeauftragte berate ich die Gemeinde zudem bei der naturnahen Pflege kommunaler Grün- und Freiflächen. Besonders am Herzen liegen mir die Pflege der Streuobstwiesen sowie die Anlage von Benjeshecken – Totholzhecken, die wertvollen Lebensraum für Igel, Vögel und Insekten bieten. Sehr gefreut hat mich, dass ich 2025 Frau Helbig vom Naturgarten e. V. für einen Vortrag zur naturnahen Gartengestaltung gewinnen konnte. Der Vortragsabend mit über 70 Teilnehmenden zeigte eindrucksvoll das große Interesse an diesem Thema. Im Februar 2026 werden zudem die Mitarbeitenden des Bauhofs und des Gebäudemanagements im Rahmen einer Schulung für die naturnahe Pflege kommunaler Flächen sensibilisiert.

Ein wichtiges Zukunftsthema ist die Beschattung öffentlicher Flächen, insbesondere von Veranstaltungsorten und Kinderspielplätzen. Die fünf Winterlinden, die dem Anbau der Pflegestation der Diakonie weichen mussten, wurden auf mein Anraten hin auf Spielplätzen – unter anderem im neuen Sorger Wohngebiet – neu gepflanzt. Weitere Pflanzaktionen werden folgen. Der neue Matschplatz im Generationenpark begeistert bereits jetzt viele Kinder und Familien.

Gemeinsam mit Bauhofleiter Herrn Winter betreue ich außerdem die Pflanzpatenschaften in Wendelstein. Die Pflanzpaten werden durch Pflanzgutscheine, fachliche Beratung und jährliche Treffen unterstützt – bei Bedarf auch direkt vor Ort.

Neu im Aufgabenbereich ist die Betreuung des Walderlebnispfads, der 2014 von Uli Pohl initiiert wurde und nun einer Überarbeitung bedarf. Erste Reparaturen sowie die Installation einer neuen Trimm-dich-Stange auf dem Waldspielplatz konnten bereits umgesetzt werden. Der geplante Trassenbau der P53, der den Walderlebnispfad tangiert, verzögert derzeit weitere Maßnahmen.

Das Aufgabengebiet der Umwelt- und Mobilitätsbeauftragten ist umfangreich und vielfältig. Viele Projekte konnten bereits angestoßen werden, manche wurden zügig umgesetzt, andere benötigen mehr Zeit – hier sind Geduld und Ausdauer gefragt.

Mit Leidenschaft, Engagement und einem langen Atem setze ich mich für dieses Amt ein, um unsere Gemeinde bei den aktuellen und zukünftigen Umwelt- und Mobilitätsaufgaben bestmöglich zu unterstützen.

Wenn Sie Anregungen oder Fragen haben, freue ich mich sehr über Ihre Kontaktaufnahme

Mobil: 0171 9709053

Email:  elvira@kuehnlein.org

 

Ihre Elvira Kühnlein

Umweltbeauftragte der Marktgemeinde Wendelstein

Gemeinderätin

Von: Doris Neugebauer (Partnerschaftsbeauftragte), Mittwoch, 14. Januar 2026 - Aktualisiert am Dienstag, 20. Januar 2026
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Partnerschaftsbeauftragte der Gemeinde Wendelstein« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/partnerschaftsbeauftragte

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