Weg frei für den nächsten Abschnitt der Franken-Sachsen-Magistrale
Berlin, Franken - Der Haushaltsausschuss des Bundestages macht den Weg für den nächsten Abschnitt der Franken-Sachsen-Magistrale frei.
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner heutigen Bereinigungssitzung einen wichtigen Maßgabebeschluss zum Ausbau der Franken-Sachsen-Magistrale gefasst. Mit diesem Beschluss wird der Planungsauftrag für die Elektrifizierung des Streckenabschnitts Nürnberg–Schnabelwaid erteilt.
Ralph Edelhäußer, der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Roth betont erfreut: „Dies ist ein wichtiger Erfolg für unsere Metropolregion, der mich sehr glücklich macht. Mehrere Jahrzehnte wurden von Bürgerinnen und Bürgern sowie durch die politischen Vertreter der verschiedenen Ebenen und parteiübergreifend für die Realisierung der Franken-Sachsen-Magistrale gekämpft. Nun scheinen die Weichen für diesen Ausbau gestellt. Es gilt, die Planung und dann die Umsetzung in eine elektrifizierte Zukunft weiterhin eng zu flankieren. Danke an den breiten Schulterschluss!“
Die Franken-Sachsen-Magistrale gilt als das zentralste Schieneninfrastrukturprojekt in Bayern. Sie bezeichnet die nicht elektrifizierte Schienenverbindung von Nürnberg über Marktredwitz nach Hof, der weitere Abschnitt von Marktredwitz über Schirnding zur tschechischen Grenze, sowie die bereits elektrifizierte Strecke von Hof nach Dresden. Für die regionale wie überregionale Verkehrsinfrastruktur hat sie herausragende Bedeutung. Die vollständige Elektrifizierung ist seit Jahren als vordringlicher Bedarf im Bundesverkehrswegeplan verankert.
Die jüngste Streckensperrung der Brücken im Pegnitztal hat der Debatte über die Elektrifizierung neuen Schwung verliehen. Sowohl die Deutsche Bahn als auch das Bundesverkehrsministerium erkennen inzwischen ausdrücklich die Notwendigkeit dieser Maßnahme an.
Elektrifizierungen im Bundesschienennetz sowie die Stärkung der Schienenverbindungen, insbesondere Richtung Tschechien und Polen, sind zudem im Koalitionsvertrag fest verankert. Bereits diese politischen Vorgaben haben der Region berechtigte Hoffnung auf einen Fortschritt beim Ausbau der Franken-Sachsen-Magistrale gegeben. Mit dem nun gefassten Beschluss des Haushaltsausschusses besteht die konkrete Perspektive, zunächst eine durchgängige Elektrifizierung zwischen Nürnberg und Bayreuth zu realisieren. Der Freistaat Bayern hat angekündigt, die Elektrifizierung des Abschnitts Schnabelwaid–Bayreuth zu finanzieren. Übergeordnetes gemeinsames Ziel bleibt die vollständige Elektrifizierung der Strecke bis Hof.
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