Wendelstein bleibt sicher
Wendelstein - Polizeiinspektion Schwabach stellte Kriminalitäts- und Verkehrsunfallstatistik 2025 vor
In der Marktgemeinde Wendelstein lässt es sich sicher leben. Das geht aus dem Sicherheitsbericht 2025 für Wendelstein der Polizeiinspektion Schwabach hervor. Inspektionsleiter Marcus Saltner und stellvertretender Inspektionsleiter Frank Adamaschek stellten ihn im Wendelsteiner Rathaus vor. Zwar war bei den Straftaten ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, insgesamt bewegen sich die Zahlen jedoch auf sehr niedrigem Niveau.
Wendelstein ist „sicheres Pflaster“
Die Polizeiinspektion (PI) Schwabach ist für das Gebiet der vier Kommunen Schwabach, Wendelstein, Kammerstein und Rohr mit rund 161 Quadratkilometern Fläche zuständig und betreut damit rund 65.000 Menschen, davon 16.700 in der Marktgemeinde Wendelstein. Im Jahr 2025 wurden in Wendelstein insgesamt 353 Straftaten von der PI Schwabach erfasst. Das ist im Vergleich zum Vorjahr (326 Straftaten) ein leichter Anstieg von 8,3 Prozent. „Der Anstieg war vor allem im Bereich der Diebstahlsdelikte und Sachbeschädigungen zu verzeichnen. Wir bewegen uns nach wie vor zahlenmäßig auf sehr niedrigem Niveau“, so stellvertretender Inspektionsleiter Frank Adamaschek. Deutliche und erfreuliche Rückgänge wiesen hingegen die Zahlen der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, also die der Vergewaltigung, sexuellen Nötigung oder sexuellen Übergriffe, sowie im Bereich der Körperverletzungen auf.
Hohe Polizeipräsenz
Bei der Häufigkeitszahl (Straftaten je 100.000 Einwohner) liegt Wendelstein mit 2.128 nach wie vor deutlich unter dem mittelfränkischen (4.188) bzw. bayerischen Durchschnitt (4.094). Die Aufklärungsquote liegt in Wendelstein bei 62 Prozent und ist damit leicht unter dem bayerischen Wert (66 %) und ebenfalls unter dem der Vorjahre (2024: 65,3%). Grund dafür ist jedoch der Anstieg der Fallzahlen in Deliktsfeldern mit naturgemäß geringeren Aufklärungsquoten, wie den Diebstahlsdelikten oder Sachbeschädigungen. Im Bereich der sogenannten Rohheitsdelikte, wie Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Nötigung oder Bedrohung, hingegen liegt die Aufklärungsquote weiterhin auf konstant hohem Niveau von über 90 Prozent. „Wir haben in Wendelstein in 2025 sehr hohe Präsenz gezeigt und können so auch zum subjektiven Sicherheitsgefühl beitragen“, so Inspektionsleiter Saltner.
Mehr Zweiradunfälle
Leicht angestiegen ist auch die Anzahl der Verkehrsunfälle auf Wendelsteiner Gemeindegebiet. Im Vergleich zum Vorjahr mit 308 Unfällen wurden 2025 insgesamt 354 Unfälle registriert. Dies bedeutet einen Anstieg von rund 14,9 Prozent. Bei den Unfällen zählten 215 zu der Kategorie „Kleinunfälle“. Insgesamt 46 Unfälle mit Personenschaden wurden verzeichnet, dabei gab es insgesamt 56 Verletzte. Bei 49 Unfällen waren die Verursacher älter als 65 Jahre. Junge Erwachsene (18 bis 24 Jahre) verursachten 20 Unfälle. „Bei den Unfallzahlen können wir einen Anstieg bei meist alleinbeteiligten Zweiradfahrern, also Pedelec-, E-Bike- oder E-Scooter-Fahrern, verzeichnen“, stellte stellvertretender Inspektionsleiter Adamaschek heraus.
Sicherheitswacht unterstützt
Die Bayerische Sicherheitswacht ergänzt die Arbeit der Polizei. Bei der Polizeiinspektion Schwabach besteht die Sicherheitswacht derzeit wieder aus zwölf Aktiven. Da im Laufe des Jahres 2025 zwei Ehrenamtliche ihren Dienst beendet und erst später zwei neu ausgebildete Aktive begonnen haben, sank die Zahl der geleisteten Stunden von 1865 auf 1259 Stunden.
Bürgermeister Werner Langhans dankte den Verantwortlichen der Polizeiinspektion Schwabach für die gute Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde. Insbesondere der enge Austausch mit dem Wendelsteiner Ordnungsamt, dem örtlichen Verkehrsreferat und der aufsuchenden Jugendarbeit erleichtern die Arbeit.
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