Wir berichten wie gewohnt aus dem Marktgemeinderat und seinen Ausschüssen.

Wendelstein - 12. September 2024 Bauausschuss (BUNA) und Sachstand MUNA

  • Die Grünen Maktgemeinderäte C. Töllner, B. Czerwenka und M. Mändl; hinter der Kamera: E. Kühnlein

    Die Grünen Maktgemeinderäte C. Töllner, B. Czerwenka und M. Mändl; hinter der Kamera: E. Kühnlein
    © grüner OV Wendelstein

Am 12. September tagte der Bau, Umwelt- und Nachhaltigkeitsausschuss. Auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung stand zunächst die Beteiligung des Marktes Wendelstein als benachbarte Gemeinde bei zwei Bauvorhaben im Gemeindegebiet Feucht. Inhaltlich ging es um den Standort von Feuerwehrhaus bzw. Hort; Wendelstein wird als benachbarte Gemeinde hierzu um Stellungnahme gebeten. Nachdem die Interessen Wendelsteins durch die beiden Vorhaben in Feucht nicht betroffen sind, hat der Ausschuss entschieden keine Einwände zu erheben.

Daneben stand auf der Tagesordnung nur ein weiterer TOP. Private Bauherren hatten einen Antrag auf Vorbescheid gestellt mit dem Wunsch, das bestehende Walmdach eines älteren Einfamilienhauses durch ein Vollgeschoss mit Flachdach zu ersetzen. Carolin Töllner (Grüne) stimmte dem zu, da dadurch das Gebäude aufgewertet und das Dach begrünt wird. Auch wird zusätzlicher Wohnraum geschaffen, ohne dabei weitere Flächen zu versiegeln.

Berichtet wurde im öffentlichen Teil, dass in der Hans-Seufert-Halle in Wendelstein nun sämtliche Beleuchtung gegen LED-Leuchten ausgetauscht wird. Eine 6- stellige Investition, die sich voraussichtlich in 10 Jahren amortisiert, so Herr Hierl vom bautechnischen Referat.

Die gemeindlichen Großbaustellen Schulanbau GSL, Waldhallen sowie die Bebauung des Brunnerareals laufen laut Verwaltung im Zeitplan.

Neues gibt es von der ehemaligen MUNA

Im April 2023 hat die Bahn das endgültige Aus für das ICE-Ausbesserungswerk auf dem Gelände der ehemaligen MUNA zwischen Feucht und Wendelstein verkündet. Nachdem als einer der Gründe für das Aus die Altlastensituation genannt worden war, wurde seitdem spekuliert, was denn die Gutachter herausgefunden haben. Über ein Jahr und ein Auskunftsverfahren nach dem Umweltinformationsgesetz später liegen die Gutachten nun zumindest den Grünen in Wendelstein vor. Martin Mändl, Gemeinderat in Wendelstein und Rechtsanwalt, hatte das Verfahren erfolgreich bis zur Auskunft durch die zuständige Bundesanstalt geführt und die Sichtung durch einen Fachmann veranlasst. Der konnte den Unterlagen entnehmen, dass auf dem Grundstück der MUNA noch erhebliche Bodenverunreinigungen vorhanden sind. Die professionell und gründlich durchgeführten Untersuchungen zeigen, dass die Geringfügigkeitsschwellenwerte und zum Teil auch der sogenannte Stufe-2-Wert für Barium, Arsen, Kohlenwasserstoffe, PFAS und organischer Nitroverbindungen in einigen Grundwassermessstellen überschritten werden.

In der Folge ist festzustellen, dass der in der Nähe befindliche Trinkwasserbrunner der Gemeinde Wendelstein zu Recht gesperrt wurde, weitere Maßnahmen als das mit den Behörden bereits vereinbarte kontinuierliche Monitoring sind aus Sicht der Fachleute nicht veranlasst.

Aktuell besteht damit kein akuter Handlungsbedarf und keine akute Gefährdung der Bevölkerung. Eine Sanierung des Geländes würde eine vollständige Entfernung der Vegetation bedeuten, Unmengen an Chemikalien benötigen, immense Kosten und Lärm sowie CO2-Emisionen verursachen und am Ende eine Sandwüste hinterlassen. Entsprechend wird aktuell von einer Sanierung abgeraten.

In der Zukunft wird es darum gehen, die Überwachung fortzuführen und einzuschreiten, sobald sich die Werte verschlechtern.

Weil wir hier leben

Martin Mändl
Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN im Marktgemeinderat Wendelstein

Von: Martin Mändl, Dienstag, 17. September 2024
Weitere Informationen, Artikel und Termine von »Bündnis 90 / Die Grünen - Ortsverband Wendelstein« finden Sie unter: www.meier-magazin.de/gruene-wendelstein

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