Wir berichten wie gewohnt aus dem Marktgemeinderat und seinen Ausschüssen.
Wendelstein - Am 25. September tagte der Marktgemeinderat, am 9. Oktober der BUNA
Am 25. September 2025 tagte der Marktgemeinderat
Zu Skateranlage berichtete die Verwaltung, dass auf der geplanten Fläche Rebhühner gesichtet worden sind. Nachdem diese geschützt sind, wäre das ein Problem für den Standort.
Auf der Tagesordnung stand die Wahl des geschäftsleitenden Beamten. Die Stelle war nicht ausgeschrieben, da der Amtsinhaber sich wieder bewirbt - so erklärte der Bürgermeister den Vorgang, bei dem nur ein Bewerber zur Abstimmung stand. Martin Mändl bezeichnete das als Ausdruck eines schwierigen Demokratieverständnisses – ohne dass damit Kritik an dem Amtsinhaber verbunden wäre. Am Ende wurde der Bewerber mit 20 von 22 Stimmen wiedergewählt.
Vorgestellt wurden die Pläne für den Bau der Fortführung des Geh- und Radweges entlang der Staatsstraße 2225 von Sperberslohe nach Allersberg. Von den Gesamtkosten der Fortführung von 5,98 Mio € trägt der Markt Wendelstein 1,57 Mio, der Rest wird auf die Gemeinden Allersberg und Pyrbaum aufgeteilt. Gefördert wird die Maßnahme mit bis zu 80 % der zuwendungsfähigen Kosten. Der Baubeginn in Sperberslohe ist für das Frühjahr 2026 geplant. Nachdem die Ortsdurchfahrt in Sperberslohe nicht wirklich fahrradfreundlich gestaltet werden kann, begrüßte Carolin Töllner die vorgesehenen Querungshilfen. Endlich werden diese als Verkehrsinseln realisiert, die zugleich auch eine Geschwindigkeitsdrosselung des PKW-Verkehrs darstellen. Jürgen Lechner (FW) regte zusätzlich die Ausweisung einer Zone 30 an.
Im Weiteren ging es um die Anpassung des CO2 Minderungsprogramms. Die Gemeinde leistet sich das Programm seit 12 Jahren. Im Kern geht es darum, PV-Anlagen wegen des Stromüberschusses weniger zu fördern, dafür werden Stromspeicher höher bezuschusst.
Als Folge des vormals abgelehnten Antrags der Grünen zur Verhinderung von Schottergärten wird ein neues Segment „Entsiegelung von Flächen“ in dem Programm geschaffen. Martin Mändl merkte an, dass die Förderung mit 5,00 € je m², höchstens jedoch mit 1.000,00 € je Grundstück, zu wenig sei. Er regte an 10,00€ pro m² bei gleichbleibendem Maximalbetrag. Auch der Zuschuss für die Umgestaltung von Schottergärten, der ebenso neu ist, zu einer insektenfreundlichen Fläche von maximal 100,00 € sei schlicht sehr wenig. Der Erhöhung wollte sich die Mehrheit des Rates nicht anschließen, der ursprüngliche Antrag wurde einstimmig angenommen.
In der Folge diskutierte der Rat über einen Antrag der Bündnisgrünen, ein Konzept für die Belebung des Altortes zu erstellen. Carolin Töllner stellte den Antrag vor und sprach sich dafür aus, sich gemeinschaftlich Gedanken zu machen, wie das Zentrum von Wendelstein belebt werden kann. Boris Czerwenka wies darauf hin, dass es eben nicht darum geht, den Altort öfter zu sperren, sondern darum, den Altort attraktiver zu machen. Außer den der grünen Fraktion war das niemandem wichtig. Der Antrag wurde abgelehnt.
Am 09. Oktober 2025 tagte der Bau, Umwelt- und Nachhaltigkeitsausschuss
Die Verwaltung berichtete, dass das Planfeststellungsverfahren für den Bau der neuen Stromtrasse (von Schwabach kommend entlang der A6) nun beginnt. Die nächsten vier Wochen ist die öffentliche Auslegung und damit auch die Möglichkeit einer Stellungnahme. Sehr wahrscheinlich wird damit, dass die Stromtrasse, die das Wendelsteiner Gemeindegebiet durchzieht, in diesem Zuge auch demontiert wird.
Auf der Tagesordnung standen recht wenige Punkte. Vorwiegend ging es um die Vergabe von Bauaufträgen für die großen Bauvorhaben im Gemeindegebiet wie den Waldhallen oder dem Grundschulanbau in Großschwarzenlohe.
Weil wir hier leben.
Carolin Töllner, Kreis- und Marktgemeinderätin
Martin Mändl, Marktgemeinderat
beide Sprecher der Fraktion BÜNDNIS90 /Die GRÜNEN im Marktgemeinderat
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