Wir berichten wie gewohnt aus dem Marktgemeinderat und seinen Ausschüssen.
Wendelstein - Wendelstein – 20. November Gemeinderat
Am 20. November 2025 tagte der Marktgemeinderat
Auf Frage von Stefan Pieger vom Bund Naturschutz, wie die Gemeinde zu der aktuellen Planung der P 53 Hochspannungs-Trasse steht, führte der BGM aus, dass Wendelstein von der aktuellen Planung nicht betroffen sei und Menschen wichtiger seien als der Verlust von Wald durch Überspannung oder Betonfundamente im Wald.
Der Tagesordnungspunkt „barrierefreier Ausbau“ des Altortes zog viele Bürger und Gewerbetreibende in die Sitzung. Viele Fragen wurden auch diesbezüglich gestellt. Die Verwaltung versicherte, dass eine Sperrung der Schwarzachbrücke im Altort nicht beabsichtigt ist.
Zur Modernisierung des Flaschneranwesens erläuterte die Planerin den aktuellen Sachstand. Demnach soll statt der ursprünglich diskutierten Nutzung als Gaststätte im Erdgeschoss nun eine für die Öffentlichkeit zugängliche Flaschnerstube als Bürgertreff und Räume für eine Eisdiele bzw. einen kleinen Ausschank entstehen. Im Obergeschoss sind Büros, unter dem Dach Wohnungen für den Bundesfreiwilligendienst vorgesehen. Im Rückgebäude soll der Brauereiverein seine Heimat finden und zwei größere Räume, die zu einem Saal verbunden werden können und die Bürger mieten können. Im Hof soll eine öffentlich zugängliche Fläche mit einem Baum entstehen. Carolin Töllner (Grüne) begrüßte den aktuellen Planungsstand ausdrücklich und verwies auf den Durchgang von der Hauptstraße in Hof, der einladender gestaltet werden sollte, etwa mit Licht und Bepflanzung – ein Gedanke, den die Planerin weiterverfolgen wird.
Zum barrierefreien Ausbau des Altorts Wendelstein stellte der Planer eine Reihe von Vorschlägen für eine Testphase vor. Bemerkenswert waren die Statements von Cornelia Griesbeck und Christian Mederer (beide CSU), die sich explizit gegen barrierefreie Bushaltestellen im Altort aussprachen. Carolin Töllner (Grüne) lobte zunächst, dass die Diskussion nun im öffentlichen Teil geführt wird. Sie hob hervor, dass das Aussteigen aus dem Bus auch für Menschen mit Kinderwägen oder Rollstühlen einfach möglich sein muss. Zu den grünen Zielen gehört neben der fußläufigen Zugänglichkeit auch die Steigerung der Aufenthaltsqualität im Altort – beispielsweise durch Begrünung. Martin Mändl (Grüne) bat darum, den Blickwinkel weniger auf die Verengung der Fahrspuren, sondern mehr auf die Verbreiterung der Gehwege zu legen. Am Ende beschloss der Rat eine mehrmonatige Testphase hinsichtlich der Verbreiterung der Gehwege vor den Häusern Hauptstraße 5 bis 7 (südlicher Gehweg 1,50 m, nördlicher 1,55 m, Fahrbahn 3,50 m) sowie hinsichtlich der Verbreiterung des Gehweges vor der Hauptstraße 22. Endgültig beschlossen wurde die Verbreiterung des Gehwegs vor dem Haus Hauptstraße 12 und die Verbreiterung des Gehwegs vor Haus Hauptstraße 29. Ebenfalls stimmte der Gemeinderat geschlossen für zwei Zebrastreifen. Einen auf Höhe des alten Rathauses und einen kurz vor dem Wendelsteiner Plärrer. Nach langer Diskussion wurde beschlossen, die Busse weiterhin in der Bushaltestelle halten zu lassen und zu versuchen(!), diese barrierefrei zu planen. Wir Grüne hätten es lieber gesehen, die Busse auf der Straße halten zu lassen, da dann die Haltestellen in jedem Fall barrierefrei ausbaubar wären. Regelmäßig parken auch heute schon die Busse oft auf der Straße, da die Busbuchten oft zugeparkt sind.
Im nächsten Tagesordnungspunkt beschloss der Rat, die „alte“ Waldhalle in der Erlenstraße nach Fertigstellung und Nutzungsaufnahme der neuen Waldhallen abzubrechen und das Gelände zu renaturieren. Im Rahmen eines Bürgerworkshops hatten praktisch alle Teilnehmer dies als Lösung erarbeitet. Danach beschloss der Rat, einen Verkehrsentwicklungsplan für das Areal der Waldhallen, Erlenstraße (Schule und Kita) sowie Fichtenstraße bis zum Gelände des SCG, erstellen zu lassen. Martin Mändl (Grüne) wies darauf hin, dass die Grünen genau das im Jahr 2021 schon mal erfolglos beantragt hatten – offensichtlich ist die Zeit nun reif dafür.
Als folgender Punkt wurden weitere Schritte für die Errichtung der gegen drei Stimmen aus der CSU-Fraktion beschlossen.
Unter Sonstiges führte die Verwaltung aus, dass das Dach der Rangauhalle in Kleinschwarzenlohe wohl undicht sei und an einer Lösung gearbeitet werde.
Weil wir hier leben.
Carolin Töllner, Kreis- und Marktgemeinderätin
Martin Mändl, Marktgemeinderat
Beide Fraktionssprecher im Marktgemeinderat
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