Wolfram Göll soll Erster Bürgermeister bleiben
Kammerstein - In großer Geschlossenheit hat die Kammersteiner CSU ihren Kandidaten zur Wahl des Ersten Bürgermeisters am 8. März 2026 nominiert. Wolfram Göll soll für seine zweite Amtsperiode antreten.
Der amtierende Erste Bürgermeister soll auch das nächste Gemeindeoberhaupt sein. Die CSU Kammerstein hat Wolfram Göll mit 85,7 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen zum Kandidaten für die Wahl zum Ersten Bürgermeister am 8. März 2026 nominiert. „Ich werde alles tun, um dieses Vertrauen zu rechtfertigen“, sagte Göll nach der Bekanntgabe des Ergebnisses.„Ich werde meine ganze Kraft und Energie weiterhin für eine gute Zukunft der Gemeinde einsetzen“, versprach der 54-jährige ehemalige Journalist.
Der Kammersteiner Landtagsabgeordnete Volker Bauer begrüßte die Entscheidung des Ortsverbands. „Wolfram hat die Gemeinde in seiner ersten Wahlperiode sehr vorangebracht“, stellte Bauer fest, der seit 30 Jahren im Gemeinderat sitzt und damit das längst gediente Gemeinderatsmitglied ist. Der Kammersteiner CSU-Chef Patrick Kreß warf angesichts der Lage im Ort einen Blick in die nahe Zukunft. „Wir wünschen uns einen fairen Wahlkampf“, sagte Kreß. „Wir werden jedenfalls dafür einstehen.“ In Kammerstein ist durch die Nominierung von Roland Ammon von vier Parteien und Gruppen als Gegenkandidat eine starke Polarisierung entstanden.
Wolfram Göll selbst betonte in der Bilanz seiner ersten Amtszeit, dass viel erreicht worden sei. „Vor allem der Start war aber nicht einfach, weil in Sachen ‚Verwaltung‘ viele Leichen im Keller lagen“, so Göll. Er habe den Betrieb im Rathaus systematisch auf neue Beine gestellt und bürgerfreundlich strukturiert. Als besondere Erfolge seiner Politik in den jüngst vergangenen fünfeinhalb Jahren hob er den Schulhausneubau, die Neuordnung der Abwasserentsorgung, das gemeindliche Entwicklungskonzept sowie die Verdopplung der regenerativen Energieerzeugung auf Gemeindegebiet hervor.
Bei der Entwicklung von Windkraftanlagen in Kammerstein sei aufgrund intensiver Vorarbeit der Gemeinde eine gute Lage erreicht, die letztlich zu mehreren 100 000 Euro an jährlichen Einnahmen für die Gemeindekasse führen werde, betonte Göll. Ebenso nannte er die Entwicklung eines Nahwärmenetzes über eine eigene Genossenschaft als wichtigen Entwicklungsschritt hin zu regenerativer Energieversorgung. Göll lobte hier vor allem die Leistung des CSU-Gemeinderatsmitglieds Jürgen Meltzer. Der Schreinermeister und Unternehmer ist einer der beiden Chefs der Genossenschaft. „Er zeigt hier dauerhaften Fleiß und steckt viel Arbeit hinein, um den Netzausbau voranzutreiben“, stellte Göll fest, der Aufsichtsratsvorsitzender der Genossenschaft ist.
Die Stimmung in der CSU bestätigte Gölls allgemeine Darstellung. „In der Bevölkerung gibt es viel positive Resonanz auf seine Bürgernähe, das Pandemiemanagement und die Entwicklung der Infrastruktur durch Wolfram Göll“, fasste Patrick Kress zusammen. Dennoch sei freilich noch einiges zu tun, fügte Göll hinzu. „Insbesondere muss sich die Finanzlage der Gemeinde verbessern“, erklärte er, verwies aber darauf, dass der enge Rahmen „ausschließlich durch Investitionen in Pflichtaufgaben“ entstanden sei. Dabei sei es sehr erfreulich, dass der Schulhausneubau um knapp zwei Millionen Euro günstiger werde, als von der Kostenberechnung veranschlagt.
Göll betonte außerdem seinen Einsatz bei der Ansiedlung des Mercedes-Autohauses Rieger. „Das hat zu 50 neuen Arbeitsplätzen und zusätzlichen Gewerbesteuereinnahmen geführt.“ Er werde insbesondere daran arbeiten, fügte der Erste Bürgermeister hinzu, weiteres hochwertiges Gewerbe anzusiedeln und einige Wohngebiete auszuweisen. „Mit Augenmaß, um in Sachen ‚Infrastruktur‘ Schritt halten zu können mit dem Wachstum“, sagte Göll.
