Zwei öffentliche Trinkwasserbrunnen für die Kreisstadt

Roth - Der Stadtrat beschließt jeweils einstimmig zwei Tinkwasserbrunnen für das Stadtgebiet. Ein Förderprogramm des Freistaats erleichtert die Entscheidung. 20 000 Euro aus München unterstützen frei zugängliches Trinkwasser an stark frequentierten Orten. "Angesichts zunehmender Hitzewellen ein wichtiger Beitrag zum Gesundheitsschutz", findet der Erste Bürgermeister.

Der Rother Marktplatz und der Dorfkessel in Eckersmühlen werden jeweils einen Trinkwasserbunnen erhalten. Das hat der Stadt jeweils einstimmig beschlossen und damit Bürgeranträge aus den Jahren 2023 und 2025 umgesetzt. 

Beim ersten Anlauf 2023 waren die Brunnen aus Kostengründen abgelehnt worden. Nun aber werden jeweils 10 000 Euro aus einem Förderprogramm des Freistaats fließen, so dass bei Gesamtkosten von rund 34 500 Euro für die Stadt lediglich ein Aufwand von 14 500 Euro bleibt. Das machte eine Zustimmung für den Stadtrat sehr viel leichter.

Für die Planung der Betriebskosten ist ein Betriebszeitraum von sieben Monaten pro Jahr festgelegt worden. Dank ehrenamtlicher Unterstützung fallen in Roth dafür 1430 Euro und in Eckersmühlen 1607 Euro pro Jahr an. Denn ein nicht unbedeutender Aufwand ist erforderlich. Der Zustand der Trinkbrunnen muss laut Vorgabe des Gesundheitsamts einmal wöchentlich begutachtet und dokumentiert werden. Einmal pro Monat fällt eine chemische Analyse an. Die Stadtwerke werden die kostenlosen Trinkwasserspender betreiben. Sie gehen pro Brunnen von einem monatlichen Wasserverbrauch von etwa 50 Kubikmeter aus, wobei zwischen acht und zwölf Kubikmeter für die Spülungen der Leitung gerechnet ist. Dieses Wasser versickert und geht ins Grundwasser über.  

Nach Darstellung des Ersten Bürgermeisters sind Öffentliche Trinkwasserbrunnen eine wirksame und kosteneffiziente Maßnahme, um dem zunehmenden Hitzestress im Zuge des Klimawandels auf kommunaler Ebene zu begegnen. „Frei zugängliches Trinkwasser an stark frequentierten Orten ermöglicht eine niedrigschwellige Prävention, unterstützt längere und sichere Aufenthalte im öffentlichen Raum und erhöht die Resilienz der Stadt gegenüber klimatischen Extremereignissen“, hieß es in der Beschlussvorlage. „Damit leisten sie einen messbaren Beitrag zu Gesundheitsschutz, sozialer Teilhabe und einer klimaangepassten, lebenswerten Stadt.“

Denn mit zunehmender Häufigkeit und Intensität von Hitzewellen steige das Risiko von Dehydrierung und hitzebedingten Gesundheitsproblemen, insbesondere für Kinder, ältere Menschen, mobilitätseingeschränkte Personen und Menschen ohne festen Wohnsitz. Trinkwasserbrunnen fördern also die nachhaltige Nutzung von Leitungswasser, reduzieren Einwegplastik und stärken die Aufenthaltsqualität.

Der Standort am Dorfkessel wurde bereits 2023 aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Spiel- und Fußballplatz sowie dem Boule-Feld vorgeschlagen. 2025 ist dieser Standort erneut vorgeschlagen und übernommen worden. Aufgrund des hohen Fördersatzes und der Möglichkeit der Förderung eines zweiten Brunnens wurde der Rother Marktplatz als zweiter Standort ausgewählt. Dort soll der Brunnen direkt unter dem Dach der Bushaltestelle mit Blickrichtung „Marktplatz“ stehen. Hier war vormals die Telefonstele der Telekom angebracht.

Von: Robert Schmitt meier Redaktion, Freitag, 30. Januar 2026 - Aktualisiert am Mittwoch, 11. Februar 2026
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