Herrensitze und Festungsbau um Nürnberg
Die Deutsche Burgenvereinigung lädt in Zusammenarbeit mit „Kultur in der Oberfichtenmühle“ am Samstag, den 7. März, um 19.30 Uhr zu einem Vortrag in der Oberfichtenmühle ein. Referent ist Dr. Daniel Burger, Leiter des Staatsarchivs Nürnberg.
Nürnberg war im Mittelalter und der Frühen Neuzeit ein bedeutender Produzent und Lieferant von Waffen. Als Reichsstadt musste sie für ihre Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit selbst Sorge tragen. Neben der Politik gehörte dazu die eigene Ausstattung sowohl für das Militär wie die Befestigung der Stadt. Durch die Entwicklung der Artillerie musste die Stadtmauer immer besser angepasst werden. Nürnberg war im 16. Jahrhundert an der Einführung der bastionären Befestigungsart führend beteiligt, als man ab 1538 die Burgbastionen durch einen ausländischen Fachmann entwerfen ließ. Aber wie sah es im Umfeld, vor der Stadt aus? Die Nürnberger Patrizier befestigten ihre „Herrensitze“ ab dem frühen 16. Jahrhundert zunehmend, und der Zweite Markgrafenkrieg 1552-1554, der Franken schrecklich heimsuchte, hat hier nochmals verstärkend gewirkt. Diese Herrensitze waren durch „Öffnungsverträge“ als reichsstädtische Stützpunkte nutzbar. Aber die Spannweite in Verteidigungsfähigkeit, Innovation und architektonischem Anspruch war groß. Der Blick auf diese Bauten in und um Nürnberg zwischen etwa 1510 und 1600, von der Stadtmauer und der Nürnberger Festung Lichtenau bis hin zu den patrizischen Herrensitzen (zum Beispiel dem „Betzenschlosss“ in Lichtenhof, Hummelstein, Simmelsdorf, Neunhof) zeigt eine faszinierende Bandbreite und einige spannende Gemeinsamkeiten, aber auch – etwa bei dem Fürerschen Herrensitz in Haimendorf – erstaunliche Besonderheiten.“
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