Kammerkonzert in der Oberfichtenmühle – Klaviertrio Trio mit Stücken durch die Jahrhunderte
Nach Ausflügen in andere Genres steht wieder einmal Kammermusik in klassischer Klaviertrio-Besetzung auf dem Programm: Die Pianistin Cosima Fischer von Mollard serviert zusammen mit der Cellistin Eva Hofmann und dem Geiger Konstantin Demydas Werke von der Romantik bis in die Gegenwart
Das Trio, das sich beim gemeinsamen Musizieren im Symphonieorchester „Die jungen Fürther Streichhölzer“ kennengelernt hat, setzt bei seinem sommerlichen Konzert in der Oberfichtenmühle auf Vielfalt. Den Anfang macht die französische Komponistin Cécile Louise Stéphanie Chaminade (1857 – 1944), deren zweites Klaviertrio Gelegenheit zu virtuoser solistischer Brillanz ebenso bietet wie die Triopartner hier hermetische Synchronizität zeigen können. Die Pariserin war nicht nur Komponistin, sondern auch Pianistin; viele ihrer Werke sind vom Klavier her gedacht. Die „Jugend musiziert“-Bundespreisträgerin Cosima Fischer von Mollard freut sich nach eigenem Bekunden bereits auf den Bösendorfer-Flügel der Oberfichtenmühle.
Das Jenseits, es befindet sich mitten in der Gegenwart: Das Klaviertrio „Bells of Beyond“ hat der in München lebende Komponist Graham Waterhouse in enger Zusammenarbeit mit von Mollard, Hofmann und Demydas geschrieben – Musica Nova mit Wiedererkennungswert und emotionaler Sprengkraft.
Am Ende steht ein Klassiker der Kammermusik-Literatur: Felix Mendelssohn Bartholdys erstes d-Moll-Klaviertrio Opus 49 (MWV Q 29) von 1839. Ein Kernwerk der romantischen Kammermusik bis heute. Nachdem es aufgrund der Entstehungsgeschichte von Mendelssohns Opus 49 eine Vielzahl von Fassungen gibt, darf man gespannt sein, welche Version das junge Klaviertrio in der Oberfichtenmühle kredenzen wird.
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