Konzert: LIED VON DER ERDE
Gustav Mahler und Alban Berg – fulminanter Saison-Abschluss unter der Leitung von Jac van Steen
Alban Berg Kammerkonzert für Klavier, Violine und 13 Blasinstrumente
Gustav Mahler Lied von der Erde in der Kammermusikfassung von Arnold Schönberg und Rainer Riehn
Klavier Stefan Danhof
Violine Adrian Pinzaru
Tenor Patrick Cook
Alt Corinna Scheurle
ensemble KONTRASTE
Leitung Jac van Steen
Alban Bergs Kammerkonzert zum fulminanten Saison-Abschluss: „Ein kleines Denkmal einer nunmehr zwanzigjährigen Freundschaft“, gewidmet seinem Lehrer Arnold Schönberg zum 50. Geburtstag. In diesem Meisterwerk schien Berg alle kompositorischen Denkbarkeiten konzentrieren zu wollen, so entstand ein hochkomplexes Werk, der große Musikwissenschaftler Theodor W. Adorno empfahl deshalb dem Hörer „angespannte und konzentrierte Aufmerksamkeit“ – doch das ist bekanntlich immer gut. Es ist eine Musik, die den Weg weit ins 20. Jahrhundert weist, ohne die Spätromantik eines Brahms hinter sich zu lassen: ein Markstein der zweiten Wiener Schule …
… die ohne Gustav Mahler wohl nicht denkbar wäre. Alban Berg über sein verehrtes Idol: „Es geschah im Finale der Mahler-Sinfonie, als ich das Gefühl der Weltentrücktheit empfand – als gäbe es auf der ganzen Welt nichts mehr als diese Musik und mich, der sie genoss!“
Mahlers Lied von der Erde: ein Werk des Abschieds – nicht nur, weil sein letzter und ergreifendster Satz „Der Abschied“ heißt. Es ist ein Werk über die vergängliche, trotz allem Schmerz unaussprechliche Schönheit der Welt, „wie das Vorbeiziehen des Gelebten in der Seele des Sterbenden", so Schönbergs Schüler Anton Webern an seinen Freund Alban Berg. Vom „Jammer der Erde“ im ersten Satz über „Jugend“ und „Schönheit“ bis eben zum „Abschied“ durchmisst Mahler, Nachdichtungen chinesischer Lyrik vertonend, in bewegender Weise Aspekte und Stationen des Lebens.
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