Vorträge & Führung: Heim- und Kinderarbeit im Handwerk und Geschichte der Wasserversorgung
Im Rahmen des heimatkundlichen Themenjahres „Heimarbeit“ finden am Sonntag, 13. September, ab 14.30 Uhr Vorträge und Führungen im Museum statt.
Heim- und Kinderarbeit gab es früher nicht nur auf dem Bauernhof, auch in größeren Orten mit verschiedenen Spezialberufen oder „Kleinzentren“ bestimmter Handwerke und Berufe war es Teil der Arbeitswelt. Im Markt Wendelstein dominierten die Holzdrechsler und Metalldrücker das berufliche Leben am Ort mit einer großen Bandbreite an Produkten für den Alltag. Aber längst nicht alles davon entstand komplett in den Werkstätten oder zu den regulären täglichen Arbeitszeiten. Außerdem gab es „Spezialberufe“, die traditionell „Familienangelegenheit“ waren, saisonal ihre Hauptarbeitszeit hatten und dadurch als „Nebeneinkommen“ zur Unterstützung des Familieneinkommens beitrugen.
Dr. Jörg Ruthrof gibt einen Überblick zur Heimarbeit in Wendelstein und lädt zum Rundgang im Museumsgelände ein. Im Anschluss gibt es zum „Tag des offenen Denkmals“ Hintergründe zur Wendelsteiner Wasserversorgung.
Anschließend kann ab 15.30 Uhr im Museum noch ein Vortrag im Rahmen des „Tag des offenen Denkmals“ besucht werden. Zum diesjährigen Thema „Netzwerke: Denkmäler und Infrastruktur“ gibt Dr. Jörg Ruthrof Einblicke in die Geschichte der Wendelsteiner Wasserversorgung und des Wasserhauses, die schon um 1900 beginnt. Seit 25 Jahren ist im ersten gemeindlichen „Wasserhaus“ von Wendelstein unweit der Schwabacher Straße im Schwarzachgrund das „Drechsler- und Metalldrückermuseum“ des Wendelsteiner Heimatvereins untergebracht. Es erinnert an die lange handwerkliche Tradition dieser zwei Berufe, die Wendelstein im 19. Jahrhundert und bis in die 1960er Jahre stark geprägt haben und heute fast ausgestorben sind. Bevor das Museum im heutigen Gebäude Einzug hielt, war es seit seinem Bau in den 1930er Jahren gemeindliches Wasserhaus für die kommunale Wasserversorgung Wendelsteins.
Das Museum ist anlässlich dieses Themas von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Heimatverein sorgt zudem für das leibliche Wohl der Museumsbesucher.
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