meier Magazin - August 2026 / 26. Jhg.

50 H AUS & G ARTEN Handwerks KUNST Bayerische Staatsforsten AöR Extreme Waldbrandgefahr im gesamten Reichswald Der Forstbetrieb Nürnberg der Bayerischen Staatsforsten warnt eindringlich vor einer sehr hohen Waldbrandgefahr in denWäldern der Region. Laut demDeutschenWetterdienst (DWD) wird in weiten Teilen Frankens und Bay- erns die höchste Warnstufe 5 erreicht, flächendeckend kann von der Stufe 4 aus- gegangen werden. Besonders kritisch ist der Zustand der bodennahen Schichten imWald: Durch die geringen Niederschläge der vergangenen Wochen sind Laub, Nadeln, Gras und Humus sehr trocken. Schon ein kleiner Funke kann ausreichen, um einen Brand auszulösen. Meist entstehen solche Brände durch menschliche Unachtsamkeit – etwa durch weggeworfene Zigaretten, offenes Feuer oder heiße Katalysatoren von Fahrzeugen. „Wir erleben erneut eine ausgeprägte Hitzewelle. Die letzten Niederschläge liegen so weit zurück, dass der Oberboden und die Krautschicht in großen Teilen stark ausgetrocknet sind“, sagt Forstbetriebsleiter Johannes Wurm. „Lange Hitzeperi- oden mit ausgeprägten Trockenphasen beobachten wir inzwischen regelmäßig. Sie entsprechen den Prognosen der Klimaforscher und sind eine klare Folge des Klimawandels, die uns zunehmend vor Herausforderungen stellt.“ Der Forstbetrieb Nürnberg appelliert daher eindringlich an alle Waldbesucherin- nen undWaldbesucher, besonders umsichtig zu sein. Das ganzjährig geltende Feuerverbot im Wald und in dessen unmittelbarer Nähe ist strikt einzuhalten. Offenes Feuer, Grillen oder das Rauchen imWald sind verboten. Fahrzeuge dürfen nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abge- stellt werden, da heiße Fahrzeugteile trockenes Gras entzünden können. Sollte dennoch Rauch oder Feuer im Wald bemerkt werden, ist umgehend der Notruf 112 zu wählen. Schnelles Handeln kann im Ernstfall entscheidend sein, um größeren Schaden abzuwenden. Der Forstbetrieb Nürnberg beobachtet die Lage weiterhin aufmerksam und bittet alle Waldbesucher um erhöhte Vorsicht und Rücksichtnahme. i Weitere Informationen (Deutscher Wetterdienst) : www.dwd.de Sebastian Linstädt, BAYERISCHE STAATSFORSTEN, Forstbetrieb Nürnberg < Foto: Johannes Lang, BaySF Südlich von Nürnberg brach Mitte Juni ein Waldbrand bei Heideck in der Zuständigkeit des Forstbetriebs Allersberg aus, der durch das rasche Eingreifen der Einsatzkräfte schnell eingedämmt werden konnte. Auch im gesamten Reichswald ist die Waldbrandgefahr aktuell extrem hoch.

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