meier Magazin - Juni 2026 / 26. Jhg.
44 : : Naturschutz : : Energiewende : : Artenschutz : : Nachhaltigkeit : : Klimaschutz : : Bündnis 90 / Die Grünen - Ortsverband Allersberg Cleanup-Aktion der Grünen am Rothsee Freiwillige sammelten Müll am Rothsee-Ufer – wieder besonders viele Zigarettenkippen. Am 25. April schwärmten am Rothsee wieder rund 40 freiwillige Helfer aus, um Wiesen und Gebüsch rund um das Seezentrum Heuberg von Müll zu befreien. Zu der Aktion aufgerufen hatten die Ortsverbände von Bündnis 90 / Die Grünen aus Allersberg, Hilpoltstein und Roth. Jedes Jahr im April veranstalten sie ihren„Roth- see Cleanup“, um gemeinsam ein Zeichen für eine saubere, gesunde Umwelt zu setzen. Innerhalb von anderthalb Stunden kam auch diesmal wieder viel zusam- men: Die Freiwilligen füllten fünf große Müllsäcke – mit Flaschen, Verpackungs- resten, Kronkorken und einigen kuriosen Objekten wie einem alten Kochtopf, einem Laufschuh und einem Verkehrspoller. Die gute Nachricht: Es war insgesamt weniger Müll als in manchen Jahren zuvor. „Die meisten Besucher nehmen offenbar ihren Abfall wieder mit oder wer- fen ihn ordnungsgemäß in die Mülleimer am See. Das ist erfreulich“, sagte Birgit Fuchs von den Hilpoltsteiner Grünen. Weniger erfreulich sei dagegen die zuneh- mende Menge an Zigarettenkippen und Tabakbeuteln, sogenannten Snus. Mehr als fünf große Einmachgläser wurden damit gefüllt.„Das ist ein wichtiger Beitrag für weniger Mikroplastik im See“, so Katharina Offen von den Rother Grünen. Denn die Zigarettenfilter bestehen nicht etwa aus Papier, sondern aus Celluloseacetat, einem schwer abbaubaren Kunststoff. Zigarettenkippen schaden der Umwelt und sind gefährlich für spielende Kleinkinder Ein weiteres Problem sind die bis zu 4.000 verschiedenen Giftstoffen, die in Zigarettenresten enthalten sind. Diese schaden Vögeln, Säugetieren und Fischen ebenso wie der Pflanzenwelt. Sie sind„echte Dreckschleudern“, wie die Grünen betonen. Eine Studie des Naturschutzbunds macht die Auswirkungen deutlich: Ein einzelner Zigarettenstummel kann demnach zwischen 40 und 60 Liter Grundwasser verseuchen, und er benötigt 15 Jahre, um sich aufzu- lösen – in Mikroplastikteile. „Auf Kinderspielplätzen sollten eigentlich über- haupt keine Kippen zu finden sein“, sagte Tanja Josche von den Allersberger Grünen. Denn Kleinkinder stecken diese häufig in den Mund, was zu Vergif- tungen führen kann. Die Grünen bitten daher dringend, dass Raucher Taschenaschenbecher benutzen, wenn kein Mülleimer in der Nähe ist. Nach der Aktion bedankten sie sich bei allen großen und kleinen Helfern mit Saat- gut und Getränken, die der Eine-Welt-Laden Allersberg gespendet hatte. Tanja Josche, Sprecherin des Ortsverbands Allersberg von Bündnis 90 / Die Grünen < Beweidungsprojekt Die Amphibien-Tümpel in Worzeldorf Ein hochwertiges Biotop und ein besonderer Lebensraum für Amphibien, ge- schaffen durch den Landschaftspflegeverband Nürnberg e. V. in den Jahren 2009 bis 2011 am Eichenwaldgraben bei Herpersdorf. Die Pflege und Beweidung der Froschstümpel- und Wiesenflächen in Worzeldorf ist eine große Herausforderung, da diese Flächen regelmäßig durch den Biber überschwemmt, von Wildschweinen umgewühlt und durch Pflanzen wie der Herbstzeitlosen geprägt sind. Eine Beweidung zur Pflege und Erhalt des Biotops wird seit 2020 etwa zweimal im Jahr durchgeführt. Ein zentraler Beweidungszeit- raum ist in diesem Jahr für Anfang Juni, für ca. vier Wochen geplant. Dabei wird der durchgehende Trampelpfad gesperrt, um sicherzustellen, dass den Schafen genügend Futterfläche geboten wird und diese nicht auf die giftige Herbstzeitlose zurückgreifen müssen, welche ein großes gesundheitliches Risiko darstellt. So trägt die Beweidung nicht nur zur Entbuschung bei, indem das Wachstum uner- wünschter Gehölze reduziert wird und damit der Erhalt von Offensandflächen gefördert wird, sondern sorgt auch für ein Gleichgewicht zwischen der Nutzung und dem Schutz dieser sensiblen Flächen. Die Beweidung trägt dazu bei die Bio- diversität langfristig zu erhalten und ein gesundes Gleichgewicht der Flächen zu fördern. Umgang mit Giftpflanzen bei der Beweidung Auf naturnahen Wiesenflächen kommen natürlicherweise auch Giftpflanzen vor. Diese sind ein fester Bestandteil des Ökosystems, können jedoch für Weidetiere wie Schafe und Ziegen gesundheitliche Risiken darstellen. Daher ist bei der Beweidung solcher Flächen besondere Sorgfalt erforderlich. Um zu verhindern, dass Tiere Giftpflanzen aufnehmen, werden entsprechende Bereiche großflächig eingezäunt, um innerhalb derWeide ausreichend schmackhafte und nährstoffrei- che Futterpflanzen zu integrieren. Nur wenn genügend geeignetes Futter zur Ver- fügung steht, vermeiden Schafe und Ziegen in der Regel von selbst den Verzehr von Giftpflanzen, die meist auch durch einen sehr bitteren Geschmack geprägt sind. Darüber hinaus erfordert die Beweidung von Flächen mit Vorkommen von Giftpflanzen eine besonders sorgfältige Überwachung. Die Tiere werden regelmä- ßig kontrolliert, um ihren Gesundheitszustand frühzeitig beurteilen zu können. Auffälligkeiten können so schnell erkannt und entsprechende Maßnahmen ein- geleitet werden. Eine fachgerechte Planung, ausreichende Futterversorgung und eine kontinuier- liche Betreuung der Tiere sind daher bei der Koppelhaltung entscheidende Vo- raussetzungen für eine sichere und erfolgreiche Beweidung auf solchen Flächen. Jessica Schmidt, M.Sc., Biologin Beweidung des Heckenbereiches mit Ziegen und Schafen. © Jessica Schmidt, M.Sc. . Beweidung der Amphibien-Tümpel in Worzeldorf. © Jessica Schmidt, M.Sc. Fr. 05.06. | 17 bis 19 Uhr | Schwabach Kippenwanderung Eine Aktion der Kippenkiller der Kreisgruppe Schwabach des BUNDNaturschut- zes. Mit dieser Aktion soll das Nützliche mit dem Angenehmen verbunden wer- den. Bei einer kleinen Wanderung ins Schwabachtal soll geprüft werden, ob und wie viele Kippen in die Natur gelangen. In Zuge dessen werden die Kippen dann natürlich auch eingesammelt. Zum Abschluss ist eine Einkehr in den Burgersgar- ten zu einem gemütlichen Umtrunk geplant. Interessierte sind ganz herzlich ein- geladen. i Wo: Alte Linde, Hördlertorstraße, Schwabach, Veranstalter: Bund Naturschutz e. V. - Kreisgruppe Schwabach <
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